Die Kupferpreise an der Londoner Metallbörse (LME) stiegen um 1,1 % auf 13.550,50 USD pro Tonne und erreichten damit den höchsten Stand seit dem 29. Januar. Der wöchentliche Anstieg wird voraussichtlich 5,5 % betragen, was den größten Wochenanstieg seit fast drei Monaten darstellt.
- Der Hauptkupferkontrakt an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) stieg synchron um 1,5 % auf 104.550 RMB pro Tonne, was umgerechnet 15.363,59 USD entspricht. Der wöchentliche Anstieg beträgt etwa 2,9 %, wobei fundamentale und makroökonomische Erwartungen in Resonanz treten.
- Die US-amerikanische Freeport-McMoRan Inc. (FCX:US) verschob den vollständigen Wiederanlauf des indonesischen Grasberg-Kupferbergwerks auf Anfang 2028. Dies, zusammen mit der strukturellen Nachfrage nach Stromausrüstung durch den Bau von KI-Datenzentren, festigt die Preislogik einer langfristigen Angebotsverknappung weiter.
Sofortige Volumen- und Preismerkmale des Marktes
Der globale Kupfermarkt befindet sich derzeit an einem Schnittpunkt von Kapitalströmen und fundamentalen Erwartungen. Nach dem Durchbruch der 13.500 USD-Marke zeigt der LME-Kupferkontrakt eine starke Aufwärtsdynamik. Die Transaktionsstruktur zeigt, dass die vorübergehende Entspannung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten dazu geführt hat, dass Kapital, das zuvor geopolitische Risiken vermieden hat, in den Basismetallmarkt zurückkehrt. Gleichzeitig bleibt der SHFE-Kupferkontrakt über 100.000 RMB, was die Anerkennung der asiatischen Kapitalmärkte für den Anstieg des langfristigen Kupferpreisniveaus widerspiegelt. Sollte die Spotprämie stabil bleiben, könnte die bullische Marktstruktur weiter gefestigt werden.
Geopolitische Veränderungen und makroökonomische Preisgestaltung
Die Entwicklungen im Nahen Osten sind nach wie vor eine wichtige Quelle für Risikoaufschläge auf den Rohstoffmärkten. Mit der Erklärung der iranischen Regierung, dass sich die Lage normalisiert, und den Signalen der USA, dass sie keine Eskalation anstreben, hat sich die makroökonomische Handelslinie schnell von einem Risikomodus zurück zur wirtschaftlichen Fundamentallogik verschoben. Capital.com-Analyst Kyle Rodda weist darauf hin, dass, obwohl geopolitische Störungen kurzfristige Schwankungen verursachen, der Kernpreisanker des Marktes nun tatsächlich auf die Erwartung einer Angebotsverknappung im Kupfermarkt übergegangen ist. Diese Erholung der makroökonomischen Stimmung bietet den Kupferpreisen, die als Wirtschaftsindikator gelten, eine solide Unterstützung.
Cross-Commodity-Arbitrage und Performance von Basismetallen
Vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der Kupferpreise zeigen andere Basismetalle an der LME und SHFE deutliche Unterschiede, was die Unterschiede in den Angebots- und Nachfragezyklen der einzelnen Metalle widerspiegelt. LME-Aluminium stieg leicht um 0,3 %, während LME-Nickel, das zuvor ein Zweijahreshoch erreicht hatte, um 0,4 % zurückging. Blei, Zinn und Zink verzeichneten Rückgänge zwischen 0,7 % und 0,8 %. Auf dem Inlandsmarkt fiel SHFE-Nickel um 1,9 %, während Zinn und Zink um 1,1 % bzw. 0,4 % zulegten. Diese strukturelle Divergenz zeigt, dass sich das Kapital derzeit mehr auf Kupfer konzentriert, das eine klare Logik der Expansion der Rechenleistung-Infrastruktur aufweist, anstatt auf eine undifferenzierte Sektor-Rallye zu setzen.