Das britische Pfund legte am Mittwoch zu, was auf den ersten Blick wie eine reguläre Erholung bei besserer Risikostimmung aussieht, tatsächlich jedoch widerspiegelt, dass der Markt die Verwundbarkeit Großbritanniens in der "hohe Ölpreise-hohe Inflation-hohe Zinssätze"-Kette neu bewertet. Mit der Erwartung einer Entspannung der Lage im Iran ist das Endrisiko des Energieschocks geschrumpft, und der Markt beginnt, die zuvor aufgrund des Krieges aufgebauten Dollar-Long-Positionen und hawkishen Wetten auf die Bank of England abzubauen, wovon das Pfund profitiert.
Industriekettenübertragung|行业链传导
Für britische Vermögenswerte beginnt die Übertragungskette von Konflikten im Nahen Osten in der Regel bei Energie. Obwohl Großbritannien nicht die verwundbarste Volkswirtschaft Europas ist, ist seine Währungs- und Zinsmarkt aufgrund seiner Rolle als Energieimporteur gegenüber steigenden Rohöl- und Erdgaspreisen dennoch empfindlich. Wenn geopolitische Konflikte die Ölpreise in die Höhe treiben, fürchtet der Markt schnell einen erneuten Anstieg der Importinflation, erhöht die Erwartungen an weitere Straffungen durch die Bank of England und dämpft somit die Aussichten auf reale Kaufkraft der Landeswährung. Davon profitiert der Dollar, da er zum einen die bevorzugte globale Fluchtwährung ist und zum anderen die USA auf der Energieversorgungsseite relativ besser abgefedert sind.
Am Mittwoch wurde diese Kette temporär umgekehrt. Obwohl Brent-Rohöl noch über 100 Dollar pro Barrel liegt, ist es bereits etwas gefallen. Der Markt glaubt, dass, wenn die Spannungen zwischen den USA und dem Iran tatsächlich abklingen, der Risikozuschlag der Ölpreise möglicherweise nicht mehr schnell ansteigen wird. In diesem Fall würde sich der Druck der importierten Inflation auf Großbritannien marginal verringern, und die zuvor erhöhten Zinserwartungen der Bank of England würden ebenfalls zurückgehen. Die Erholung des Pfunds ist die Preisreaktion auf diese komprimierte Risikoprämie.
Wettbewerbslandschaft|货币与利率的博弈
In relativer Betrachtung zeigt sich, dass der aktuelle Pfund-Handel nicht einfach eine "Risiko ein, Pfund steigt"-Situation ist. Strategen der Danske Bank weisen darauf hin, dass das Pfund gegenüber dem Euro schwächer werden könnte, wenn sich die Iran-Situation entspannt; eskaliert sie jedoch und leidet die Risikostimmung, könnte das Pfund hinterherhinken. Dies zeigt, dass das Pfund unter doppelten Beschränkungen steht: Einerseits unterstützt der Rückgang des Dollars die Erholung des Pfunds gegenüber dem Dollar; andererseits könnte die Unterstützung durch die Zinsdifferenz gegenüber anderen europäischen Währungen nachlassen, wenn die Zinserwartungen der Bank of England zu schnell zurückgehen.
Dies erklärt auch, warum die Renditen britischer Staatsanleihen und das Pfund gleichzeitig eine scheinbar nicht vollständig konsistente Kombination zeigen können. Die britische Zwei-Jahres-Staatsanleihe rendierte um 5,5 Basispunkte auf 4,322%, was zeigt, dass der Markt seine Wetten auf weitere Zinserhöhungen der Bank of England reduziert hat; das Pfund stieg jedoch weiterhin gegenüber dem Dollar, weil der Rückgang der Dollar-Fluchtnachfrage schneller war. Anders ausgedrückt: Das Pfund gewinnt derzeit eher im Rahmen eines "Dollar schwächer als Pfund", statt "Britische Fundamentaldaten stärker als alle Konkurrenten".
Zukünftige Handelsrahmen
Der Markt wird weiterhin verstärkt auf Trumps Reden und mögliche weitere Entschärfungen der US-Politik gegenüber dem Iran achten. Wenn sich die Lage weiterhin entspannt, könnte das Pfund gegenüber dem Dollar seine Erholung fortsetzen. Ob diese Aufwärtsbewegung allerdings nachhaltig ist, hängt davon ab, ob die Energiepreise weiter nachgeben und ob der Kurs der Bank of England bei "begrenzter Straffung" bleibt, anstatt zu einer "dovishen" Wende zurückzukehren. Solange die Brent-Ölpreise hoch bleiben, bleibt das britische Inflationsrisiko schwer vollständig zu entschärfen, und das Aufwärtspotenzial des Pfunds könnte begrenzt sein. Für Investoren sieht es derzeit eher nach einer geostrategisch getriebenen, zinslogisch begleiteten, phasenbezogenen Neugewichtung als nach einem klaren, einheitlichen makroökonomischen Trend aus.