Anthropic hat JPMorgan laut Berichten damit beauftragt, bei einem möglichen Börsengang den Vertrieb an US-Privatanleger zu koordinieren. Für diese Anlegergruppe könnten 15 bis 20 Prozent der angebotenen Aktien vorgesehen werden. Auch JPMorgan-Chef Jamie Dimon soll bei Präsentationen für Investoren auftreten. Für den Entwickler des KI-Assistenten Claude ist der Zugang zu Privatanlegern damit ein wichtiger Teil der Vorbereitungen auf einen möglichen großen Börsengang.
Privatanleger könnten 15 bis 20 Prozent der Aktien erhalten
Anthropic prüft, rund 15 bis 20 Prozent der Aktien des möglichen IPO für Privatanleger zu reservieren. Die Aufteilung ist noch nicht beschlossen. Weder das endgültige Emissionsvolumen noch der Ausgabepreis oder die konkreten Zuteilungsbedingungen sind bislang bekannt.
JPMorgan soll den Verkauf an US-amerikanische Privatanleger übernehmen. Dimons erwartete Teilnahme an den Investorenpräsentationen unterstreicht die Bedeutung, die die Bank dem möglichen Angebot beimisst. Welche Rolle der JPMorgan-Chef dabei genau übernehmen wird, ist noch offen.
JPMorgan soll den US-Vertrieb übernehmen
Bei einem Börsengang werden Aktien nicht nur institutionellen Investoren angeboten, sondern können über entsprechende Vertriebskanäle auch an Privatanleger gehen. Sollte Anthropic die derzeit erwogene Aufteilung umsetzen, erhielte diese Gruppe einen festgelegten Anteil der angebotenen Aktien. Wie viele Anteile einzelne Anleger zeichnen könnten, hinge von den endgültigen Angebotsbedingungen und der Nachfrage ab.
Die geplante Einbindung des Vertriebsnetzes von JPMorgan ist Teil der Vorbereitungen auf einen möglichen Börsengang. Die bisher bekannten Angaben betreffen die Aufgabenverteilung beim Vertrieb und den erwogenen Anteil für Privatanleger in den USA. Ein Termin für das IPO, das Emissionsvolumen und ein Preis je Aktie wurden nicht genannt.
Umfang und Bedingungen des IPO sind offen
Der mögliche Börsengang von Anthropic wurde als potenziell rekordverdächtig beschrieben. Welche Größe das Angebot tatsächlich erreichen könnte und zu welchen Bedingungen die Aktien ausgegeben würden, steht jedoch nicht fest. Die Angabe von 15 bis 20 Prozent bezieht sich auf den Anteil der im IPO angebotenen Aktien, nicht auf das gesamte Eigenkapital des Unternehmens.
Unklar sind außerdem die künftige Aktienstruktur, die Bedingungen für eine Beteiligung von Privatanlegern und die weiteren Mitglieder des Bankenkonsortiums. Bislang ist lediglich bekannt, dass JPMorgan den Vertrieb an US-Privatanleger führen soll, Anthropic einen Anteil von rund 15 bis 20 Prozent erwägt und Jamie Dimon an Präsentationen teilnehmen soll. Zeitpunkt, Erlös und Preis des möglichen Angebots sind weiterhin offen.