Australiens Verbraucherpreise und der britische Haushalt im Fokus
Am 28. Oktober stehen die australischen Verbraucherpreise und der britische Haushalt im Mittelpunkt des Wirtschaftskalenders. Die Inflationsdaten könnten die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs Australiens beeinflussen. Beim Pfund achten Marktteilnehmer darauf, welche finanz- und wirtschaftspolitischen Schwerpunkte die Regierung mit ihrem Haushalt setzt. Uhrzeiten, Prognosen und Ergebnisse sind bislang nicht angegeben. Richtung und Ausmaß möglicher Wechselkursreaktionen bleiben daher offen.
Bei Konjunkturdaten hängt die Reaktion an den Devisenmärkten häufig davon ab, wie die tatsächlichen Zahlen im Vergleich zu den Erwartungen ausfallen. Veränderungen im Inflationsbild könnten Anleger dazu bewegen, ihre Einschätzung des australischen Zinsverlaufs anzupassen – mit möglichen Folgen für den Australischen Dollar. Die Einzelheiten des britischen Haushalts dürften wiederum die Bewertung des finanzpolitischen Kurses der Regierung beeinflussen. Bis zur Veröffentlichung warten die Märkte auf weitere Angaben.
Steigende französische Renditeaufschläge setzen den Euro unter Druck
Der Euro stand zuletzt unter Druck. Dabei gerieten auch die erneut gestiegenen Renditeaufschläge französischer Staatsanleihen in den Blick. Solche Abstände spiegeln die relative Einschätzung von Staatsrisiken und Finanzierungsbedingungen durch Anleger wider. Ein größerer Renditeabstand zwischen französischen Anleihen und Referenzpapieren kann die Aufmerksamkeit auf Frankreichs Haushaltslage und Kreditaufnahme lenken und den Euro zusätzlich belasten.
Konkrete Angaben zur Höhe der Spreads oder zum Ausmaß des Euro-Rückgangs liegen nicht vor. Dass die Renditeaufschläge steigen und der Euro schwächer notiert, belegt für sich genommen nicht, dass ein einzelner Faktor die Wechselkursentwicklung bestimmt hat. Für Devisenmarktteilnehmer bleiben neben den australischen Inflationsdaten und den britischen Haushaltsplänen auch die Einschätzung des französischen Anleiherisikos an den europäischen Märkten relevant.
Konkrete Zahlen und Haushaltsdetails stehen noch aus
Der Kalender für den 28. Oktober nennt wichtige anstehende Konjunktur- und Politiktermine, enthält aber weder eine Prognose noch ein Ergebnis für Australiens Verbraucherpreise. Auch Einzelheiten zum britischen Haushalt und Notierungen bestimmter Währungspaare fehlen. Damit zeigt der Kalender zunächst, welche Themen die Märkte beobachten, nicht aber, welche Auswirkungen sie auf Wechselkurse haben werden.
Nach den Veröffentlichungen dürfte die Reaktion davon abhängen, wie die Angaben von den Erwartungen abweichen, ob sich dadurch die Zinserwartungen verschieben und wie sich die Anleihemärkte entwickeln. Im Blick stehen für Beobachter des Australischen Dollars, des Pfunds und des Euro vor allem Australiens Inflationswert, die Inhalte des britischen Haushalts und die Frage, ob die französischen Renditeaufschläge weiter steigen.