- Der US-Finanzminister Scott Besant erklärte, dass Washington nicht zögern werde, erneut mit Japan koordinierte Deviseninterventionen durchzuführen, falls der Yen weiterhin unkontrolliert schwankt. Er betonte, dass die gemeinsame Aktion der USA und Japans am vergangenen Freitag die Marktvolatilität wirksam eingedämmt habe und dass die USA derzeit in engem Kontakt mit dem japanischen Finanzministerium und der Bank of Japan stehen.
- Die USA unterstützen zudem ausdrücklich die Ausweitung des FIMA-Rückkaufprogramms der Federal Reserve für ausländische und internationale Währungsbehörden, um entscheidende Liquiditätsunterstützung zu bieten. US-Präsident Donald Trump begrüßte die erste gemeinsame Yen-Intervention seit 2011 und erklärte, sie zeige die Vertiefung der Allianz zwischen den beiden Ländern.
- Die Bank of Japan hielt am vergangenen Freitag den kurzfristigen Zinssatz bei 1% unverändert, behielt jedoch die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen bei. Mit der Neubewertung des stark unterbewerteten Yen und der Anpassung der politischen Erwartungen fiel der USD/JPY-Kurs in der vergangenen Woche um fast 4% und notierte zuletzt bei 157,71.
US-Japanische Verpflichtung zur gemeinsamen Devisenintervention
Das US-Finanzministerium signalisierte klar die Bereitschaft, jederzeit erneut am Markt zu intervenieren. Diese politische Erklärung erhöhte die Kosten für Yen-Leerverkäufe erheblich und führte zu einer schnellen Schließung der zuvor angesammelten Yen-Short-Positionen, wodurch der Schwankungsbereich und das Risikoprofil des USD/JPY kurzfristig neu verankert wurden.
Erweiterung der Liquiditätsunterstützung
Die USA unterstützen die Ausweitung des FIMA-Rückkaufprogramms der Federal Reserve für ausländische und internationale Währungsbehörden, um einen tiefgreifenden Dollar-Liquiditätspuffer für die globalen Märkte bereitzustellen. Dieser Mechanismus hilft, den Verkaufsdruck auf US-Staatsanleihen während der Deviseninterventionen zu mindern, das Abwicklungsrisiko in internationalen Finanzketten zu senken und die grenzüberschreitenden Kapitalflüsse zu stabilisieren.
Zinsentscheidungen der Bank of Japan und Inflationserwartungen
Die Bank of Japan hielt den kurzfristigen Leitzins bei 1%, wies jedoch darauf hin, dass eine anhaltend starke Kerninflation weitere Zinserhöhungen auslösen könnte. Dieses hawkische Signal bildet zusammen mit der gemeinsamen Devisenaktion der USA und Japans eine politische Einheit, die den Markt dazu veranlasst, die Aussichten auf eine Verringerung des Zinsunterschieds zwischen den USA und Japan neu zu bewerten und die Bewertung von Yen-Vermögenswerten marginal zu verbessern.
Politische Unterstützung und neue Phase der Abenomics
US-Präsident Donald Trump unterstützte die koordinierte Devisenintervention positiv, während das Finanzministerium die Politik der von Sanae Takaichi geführten japanischen Regierung als neue Phase der Abenomics betrachtet. Die politische Zusammenarbeit der beiden Länder verstärkte das Vertrauen und kehrte die extrem pessimistische Stimmung um, die den Yen zuvor auf ein 40-Jahres-Tief gedrückt hatte, und schuf ein stabileres Wechselkursumfeld für den Handel mit Rohstoffen und grenzüberschreitende Investitionsabrechnungen.