- Die Bilanzen der Technologieriesen haben letzte Woche Bedenken hinsichtlich des Cashflows ausgelöst, was den globalen Technologiewerten Druck verlieh. Die drei großen US-Indizes erholten sich nach der unveränderten Entscheidung der Fed und stiegen im Wochenverlauf um etwa 1%, während der Philadelphia Semiconductor Index um 4,3% fiel und die wichtigsten asiatischen Indizes ebenfalls zurückgingen.
- Die Fed hielt die Leitzinsen unverändert, und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen blieb im hohen Bereich von 4,7%. Gleichzeitig führten die schwankenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu einem Rückgang der Ölpreise unter 85 Dollar pro Barrel. Inflationsindikatoren und der Dollarindex fielen, wodurch Gold bei 4000 Dollar pro Unze stabil blieb.
- In dieser Woche wird der Fokus des Marktes auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juli, die PMI-Daten des verarbeitenden Gewerbes in den USA und Taiwan sowie die Exportleistung Taiwans im Juli gerichtet sein. Aufgrund der starken Nachfrage nach KI-Rechenleistung wird erwartet, dass die jährliche Wachstumsrate der Exporte Taiwans auf hohem Niveau bleibt.
Korrektur im Technologiesektor und Divergenz der globalen Aktienmärkte
Letzte Woche standen globale Technologiewerte unter Druck einer Neubewertung. Die Bilanzen großer Technologieunternehmen offenbarten Bedenken hinsichtlich schrumpfender freier Cashflows, was zu Gewinnmitnahmen führte. Die drei großen US-Indizes hielten sich im Wochenverlauf bei einem Anstieg von etwa 1%, aber der Philadelphia Semiconductor Index SOX fiel um 4,3% aufgrund der Belastung durch Chipwerte. Gleichzeitig stieg die Risikoscheu in den asiatischen Märkten, wobei der KOSPI in Korea und der TWII in Taiwan um 1,42% bzw. 1,23% zurückgingen. Sollten die Investitionen der Technologieriesen nicht in tatsächliches Gewinnwachstum umgewandelt werden, könnte die Risikobereitschaft weiter unter Druck geraten.
Zentralbankpolitik in Wartestellung und Schwankungen bei mehreren Vermögenswerten
Die Fed entschied sich auf ihrer jüngsten Sitzung, die Zinsen unverändert zu lassen, was den allgemeinen Markterwartungen entsprach. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen blieb auf einem hohen Niveau von 4,7%. In geopolitischer Hinsicht führten die schwankenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu einem Rückgang der Ölpreise, wobei der Preis für West Texas Intermediate (WTI) unter 85 Dollar pro Barrel fiel. Die gleichzeitig veröffentlichten US-PCE-Inflationsdaten zeigten eine stabile Entwicklung, der Dollarindex DXY fiel unter die Marke von 100, und Londoner Gold schwankte bei 4000 Dollar pro Unze. Sollte sich die Inflationsrate weiter verlangsamen, könnten die Erwartungen an eine zukünftige Änderung der Geldpolitik neu bewertet werden.
US-Arbeitsmarkt und makroökonomische Bestätigung
Am Freitag wird der US-Arbeitsmarktbericht für Juli veröffentlicht. Der Markt erwartet, dass im Juni 88.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote bei 4,2% bleibt. Die stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt, dass die US-Wirtschaft weiterhin widerstandsfähig ist und sich noch nicht in einem tiefen Abschwung befindet. Gleichzeitig wird erwartet, dass der PMI des verarbeitenden Gewerbes in den USA im Juli von 53,3 auf 54,0 steigt und damit im Expansionsbereich bleibt. Sollten sowohl der PMI des verarbeitenden Gewerbes als auch die Arbeitsmarktdaten den Erwartungen entsprechen, wird der Spielraum der Fed, die hohen Zinsen länger beizubehalten, weiter gestärkt.
Rechenleistungsbedarf stützt taiwanesische Exporte und Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe
Getrieben durch den anhaltenden Ausbau der globalen KI-Recheninfrastruktur wird erwartet, dass die taiwanesischen Exporte im Juli einen Wert von 760 bis 788 Milliarden Dollar erreichen, mit einem jährlichen Wachstum von 34% bis 39%. Starke Aufträge in der Technologiebranche lassen erwarten, dass der PMI des verarbeitenden Gewerbes in Taiwan im Juli weiterhin über der 50-Punkte-Marke bleibt, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage entlang der Lieferkette hinweist. Trotz geopolitischer Spannungen und Schwankungen auf den Auslandsmärkten wird die Widerstandsfähigkeit der Gewinne in der asiatisch-pazifischen Elektronikindustrie die regionalen Märkte weiterhin fundamental stützen, solange die Nachfrage nach KI-Hardware nicht nachlässt.