
Am Mittwoch (14. Januar) während der asiatischen Handelssitzung setzten die Edelmetalle ihre starke Phase fort: Gold konsolidierte nach Erreichen eines neuen Rekordhöhenstands am Vortag, während Silber die 90-Dollar/Unze-Marke durchbrach und einen neuen Rekord aufstellte. Der Hauptfokus des Marktes liegt weiterhin auf den Themen „Inflationsabschwächung – Zinssenkungserwartungen – Flucht in sichere Anlagen“.
Gold an hoher Position: Weiche CPI-Zahlen untermauern Zinssenkungserwartungen
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung stieg der Kassapreis für Gold auf etwa 4.623,55 US-Dollar/Unze, nicht weit entfernt vom am Dienstag erreichten Rekordhoch von 4.634,33 US-Dollar; die Gold-Futures für März stiegen ebenfalls auf etwa 4.627,10 US-Dollar/Unze.
Einer der Treiber ist die vergleichsweise moderate Inflation in den USA: Der Kern-CPI stieg im Monatsvergleich um etwa 0,2 % und im Jahresvergleich um etwa 2,6 %, beide Werte lagen unter den Erwartungen des Marktes, was die Wetten der Anleger auf Zinssenkungen in diesem Jahr weiter stützte (der Markt preist ungefähr zwei Zinssenkungen ein).
Silber führt die Rallye an: überschreitet 90 Dollar und erreicht Höchststand, Platin folgt
Silber zeigte eine deutlich stärkere Performance als Gold, stieg im Handel um etwa 3 % und erreichte ein Rekordhoch von etwa 90,04 US-Dollar/Unze. Der Bericht führt die Preiserhöhung auf eine starke industrielle Nachfrage und den Zufluss von Fluchtkapital zurück.
Auch Platin legte zu und stieg um etwa 4 % auf über 2.415 US-Dollar, nahe dem bisherigen Höchststandsbereich.
Geopolitik und „Zentralbankunabhängigkeit“ heizen das Thema an, Flucht in sichere Anlagen wird bekräftigt
Neben den Daten wird die angespannte Lage im Iran als wesentlicher Unterstützungsfaktor für den Goldpreis gesehen. Der Bericht erwähnt eskalierende regierungsfeindliche Proteste vor Ort, die zu zahlreichen Opfern geführt haben und Besorgnis über eine größere Instabilität in der Region wecken; gleichzeitig hat Trump bezüglich der Iran-Frage härtere Warnungen ausgesprochen und die Möglichkeit von Zöllen auf Länder, die Geschäftsbeziehungen mit dem Iran unterhalten, angedeutet.
Darüber hinaus nimmt die Diskussion über die Unabhängigkeit der US-Notenbank zu – Berichte über eine strafrechtliche Untersuchung durch die Trump-Administration in Bezug auf Powell haben ebenfalls auf emotionaler Ebene die Nachfrage nach Gold und anderen sicheren Anlagen unterstützt.
Fokus: Zinserwartungen und das „zweite Gären“ von Risikoevents
In Zukunft wird der Markt gleichzeitig zwei Linien verfolgen: Einerseits, ob weitere US-Daten und Fed-Aussagen den „Zinssenkungspfad“ weiter bestärken; andererseits, ob die Lage im Nahen Osten und politische Stellungnahmen die Risikoneigung weiter stören. Edelmetalle operieren in einer Hochpreisphase, Schwankungen können mit der Dichte der Nachrichten zunehmen.
