
Die am Dienstag veröffentlichten offiziellen Statistiken zeigen, dass die Inflation in Argentinien Ende 2025 bei 31,5 % liegt.
Datenüberblick: Jahresgesamtwert 31,5 %, monatlich im Dezember 2,8 %
Laut den neuesten Zahlen betrug die monatliche Inflationsrate im Dezember 2,8 %, ein Anstieg gegenüber den 2,5 % im November.
Im Vergleich zu Erwartungen: Monatswert über Marktprognose
Der Markt ging allgemein davon aus, dass die monatliche Inflation im Dezember auf dem Niveau vom November bleiben würde, doch der tatsächliche Wert lag leicht über den Erwartungen. Das veranlasst Investoren zu vorsichtigeren Annahmen über den künftigen Inflationspfad. Kurzfristig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Frage, ob die monatlichen Schwankungen erneut auftreten werden.
Hintergrundvergleich: Starker Rückgang der Inflation, aber "nicht gleichmäßig"
Langfristig betrachtet gehören 31,5 % bereits zu den niedrigen Standbereichen der letzten Jahre: Eine frühere Umfrage von Reuters zeigte, dass die jährliche Inflation in Argentinien von 117,8 % im Dezember 2024 stark zurückgegangen ist. Dies wird auf die Sparpolitik der Regierung und den stärkeren Wettbewerb durch Öffnung des Handels (Teilweise Erhöhung der Importe) zurückgeführt. Gleichzeitig wird jedoch betont, dass die Kosten für Wohnraum und Versorgungsdienstleistungen eher zu einer „widerstandsfähigen Quelle“ der Inflation werden können.
Diese „strukturelle Divergenz“ ist auch in den Dezemberkomponenten sichtbar: Bekleidung und Bildung verzeichneten im Vergleich geringere Anstiege, während Transport- und Wohnungsprojekte stärker ins Gewicht fielen.
Weiterer Beobachtungspunkt: Anpassung der CPI-Methodik, Inflationsweg könnte stärker auf "Dienstleistungen" schauen
Ein weiteres beachtenswertes Element ist die Veränderung der statistischen Methodik. Laut Reuters plant das INDEC, ab Januar 2026 eine neue CPI-Methodik einzuführen (die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird). Da Dienstleistungspreise oft schneller steigen, könnte die Anpassung der Gewichtung die zukünftigen Werte und deren Vergleichbarkeit beeinflussen. Gleichzeitig zitiert Reuters die Markterwartungen der Zentralbankumfrage, die davon ausgeht, dass die Inflation bis Ende 2026 weiter sinken könnte (mit einem Konsens von etwa 20,1 %).
