Der japanische Aktienmarkt schloss am Montag den dritten Handelstag in Folge mit Verlusten, da Investoren weiterhin besorgt sind über die Auswirkungen einer Kombination aus "hohen Ölpreisen + schwachem Yen" auf die Wirtschaft, nachdem die Lage im Nahen Osten eskaliert ist. Laut den von Ihnen bereitgestellten Refinitiv-Nachrichten schloss der Nikkei-Index um 0,1% niedriger bei 53.751,15 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf um bis zu 1,3% gefallen war; der TOPIX schloss 0,5% niedriger bei 3.610,73 Punkten. Ein Reuters-Bericht vom 16. März weist darauf hin, dass mit dem Eintritt des Krieges im Iran in die dritte Woche eine Kombination aus hohen Ölpreisen, schwachem Yen und verlangsamtem Wachstum das Risiko einer Stagflation in Japan zunehmend zur Sorge macht.
Sorgen über Stagflation nehmen zu
Der Kern dieser Anpassung ist nicht nur einfache Risikoaversion, sondern Japans besondere Empfindlichkeit gegenüber Ölschocks als Energieimportnation. Ein Reuters-Bericht vom 16. März stellt fest, dass der Brent-Rohölpreis auf etwa 106,30 US-Dollar pro Barrel gestiegen ist, was ein deutlicher Anstieg gegenüber den weniger als 60 Dollar im Januar darstellt; gleichzeitig wird erwartet, dass die Bank of Japan in dieser Woche den Kurzfristzins bei 0,75% unverändert lässt, aber unter doppeltem Druck von Ölpreisen und Wechselkursen wird die politische Aussicht komplizierter. Für Japan ist die steigende importierte Inflation gepaart mit einer Verlangsamung der Konsum- und Fertigungsaktivitäten genau das typische Szenario einer Stagflation, das den Markt beunruhigt.
Yen nähert sich der 160er-Marke
Der Wechselkurs ist eine weitere zentrale Drucklinie. Ein Reuters-Bericht vom 16. März zitiert die japanische Finanzministerin Katsuyuki Katayama, die am selben Tag erklärte, dass die Regierung bereit sei, entschlossen zu handeln, um extreme Schwankungen auf dem Devisenmarkt und anderen Finanzmärkten entgegenzuwirken, da der Yen gegenüber dem Dollar die psychologische Marke von 160 erreicht. Sie fügte hinzu, dass die Finanzminister der Gruppe der Sieben ihre gemeinsame Besorgnis über die jüngsten Marktschwankungen geäußert haben. Die Abwertung des Yen erhöht einerseits die Importkosten und andererseits die Besorgnis über den Druck auf das reale Einkommen und die Schwäche der Inlandsnachfrage.
Unterschiedliche Performance der Sektoren
Betrachtet man den Markt, zeigt sich kein flächendeckender Ausverkauf, sondern eine deutliche Aufspaltung. Die von Ihnen bereitgestellten Nachrichten zeigen, dass von den Nikkei-Unternehmen 65 anstiegen und 154 fielen; Ibiden stieg um 3,8%, Skylark um 3,7%; Tokyo Electric sank um 4,8%, und Isuzu Motors um 4,4%. Diese Struktur deutet darauf hin, dass Investoren unter dem Druck makroökonomischer Risiken eher zu selektiven Investitionen neigen, anstatt sich vollständig aus japanischen Aktien zurückzuziehen. In Kombination mit Reuters-Berichten über die globalen Märkte zeigt sich, dass sich risikobehaftete Vermögenswerte derzeit in einer "Wartestellung auf politische Sitzungen und eine weitere Klärung der geopolitischen Lage" befinden.