
Im Rahmen der „Neujustierung“ des Technologiesektors erweisen sich Software-Aktien als Hauptquelle des Drucks. Anhaltende Verkäufe haben nicht nur die Bewertungen gesenkt, sondern auch die Stimmung auf den Optionsmarkt übertragen: Immer mehr Händler ziehen es vor, höhere Prämien zu bezahlen, um das Tail-Risiko abzusichern.
Fortgesetzter Verkauf: Sieben nacheinander fallende Tage belasten die Technologie-Stimmung
Daten zeigen, dass der von Goldman Sachs verfolgte „Korb“ von Software-Aktien nun den siebten Tag in Folge gefallen ist, wobei der Rückgang im Jahresvergleich nun etwa 19 % beträgt; gleichzeitig wurde die jährliche Performance des Nasdaq 100 Index ebenfalls auf etwa -1,4 % gedrückt.
Aus einer breiteren Perspektive erwähnt Reuters, dass der Marktwert der S&P Software and Services Index in den letzten sechs Tagen um mehr als 800 Milliarden US-Dollar schrumpfte, da der Markt neu bewertet, ob das „Subscription-Kumulieren“ in einer von KI-geprägten Welt fortbestehen kann.
Optionssignale sind noch eindringlicher: Schutzkosten zurück auf Niveau von Pandemie-Anfang
In der Risikoabsicherung ist der Preis für „Abwärtsversicherung“ aussagekräftig: Die Kosten für einen 10%-Rückgangsschutz des Invesco QQQ Trust Series 1 ETF (QQQ.US) (im Vergleich zu bullischen Wetten) stiegen auf den höchsten Stand seit März 2020; zugleich kletterte die implizite Volatilität von IGV auf den höchsten Stand seit der Zollstörung im April letzten Jahres, was die Optionsprämien im Softwaresektor direkt antrieb.
Auch Marktführer bleiben nicht verschont: Vom „Wachstumsaufschlag“ zur „Substitutionsabschreibung“
Diese Korrektur macht auch vor den „traditionellen Software-Kernwerten“ nicht Halt. Der Markt fürchtet, dass KI-Tools das Geschäftsmodell von Produktivitätssoftware, Unternehmensanwendungen und Datendiensten neu gestalten könnten, was zu zweistelligen Rückgängen bei Microsoft, Oracle, Salesforce und Palantir im Jahresverlauf führte.
Darüber hinaus wird Adobe von einigen Investoren als Leitindikator gesehen: Angesichts der signifikanten Komprimierung seiner Bewertungen und eines Jahresverlusts von etwa 20 % beginnt der Markt zu diskutieren, ob „dieser Abwärtstrend der Bewertungen auf andere vergleichbare Unternehmen überschwappen könnte“.
Kapitalströme: Hedgefonds ziehen sich zurück, „niemand will den Boden stützen“
Noch wichtiger ist die Positionierung. Laut Daten des Prime Brokerages von Goldman Sachs ist Software eines der meist netto-verkauften Teilsegmente in diesem Jahr; die Nettoexponierung in Software ist auf ein historisches Tief von etwa 4,2 % gesunken, nachdem sie zu Jahresbeginn bei etwa 7 % lag und in der Historie einmal 17,7 % erreichte.
Vor diesem Hintergrund tendieren Käufer dazu, abzuwarten, selbst bei „technischem Überverkauf“ — da die Sorge besteht, dass dies kein gewöhnlicher Rücksetzer ist, sondern ein Prozess der Neubewertung von Geschäftsmodellen und Gewinnpfaden.
Worauf als nächstes achten: Ergebnisberichte und „Ära der Aktienauswahl“
Derzeit schaut der Markt auf einen wichtigen Punkt: Salesforce plant, am 26. Februar seine Finanzergebnisse zu veröffentlichen, und wenn die Leistungen und Prognosen die Erwartungen stabilisieren können, könnte dies zumindest den Verkaufsdruck vorübergehend mindern.
Gleichzeitig ändern sich die Konsenseinschätzungen der Strategen — anstatt KI als Ganzes zu setzen, solle man beginnen, zwischen Unternehmen zu unterscheiden, die „KI nutzen können, um ihren Burggraben zu erweitern“, und solchen, deren „Endbewertung durch KI vermindert werden könnte“; der alte „Hardware-gegen-Software“-Rahmen wird durch feinere strukturelle Unterschiede ersetzt.
