Die eskalierenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten wirken sich zunehmend auf die Finanzmärkte in Asien aus. Am Montag kam es zu einem deutlichen Ausverkauf auf dem südkoreanischen Finanzmarkt, wobei der Aktienmarkt zusammenbrach und eine Handelsunterbrechung ausgelöst wurde. Der Wechselkurs des südkoreanischen Won nähert sich einer entscheidenden Abwertungsschwelle.
Südkoreanischer Aktienmarkt stürzt ab
Laut Refinitiv-Daten lag der koreanische Composite Stock Price Index (KOSPI) um 0219 GMT 455,45 Punkte im Minus bei 5129,42 Punkten, ein Rückgang von 8,16 %.
Dies ist das zweite Mal in diesem Monat, dass der südkoreanische Aktienmarkt eine Handelsunterbrechung erlebte. Letzte Woche Mittwoch kam es bereits zur ersten Unterbrechung seit August 2024.
Der KOSPI fiel in der vergangenen Woche insgesamt um 10,6 %, was den größten wöchentlichen Rückgang seit dem Schock der globalen Pandemie im März 2020 darstellt.
Der Technologie- und Batteriebereich führte die Verluste an:
Samsung Electronics fiel um 9,88 %
SK Hynix um 10,93 %
LG Energy Solutions um 6,49 %
Der Markt verzeichnete einen breiten Rückgang, wobei von 927 gehandelten Aktien nur 55 Gewinne erzielten.
Won auf neuem Tiefststand seit Finanzkrise
Auf dem Devisenmarkt setzt sich die Abwertung des Won gegenüber dem US-Dollar fort.
Im Offshore-Handel notierte das USD/KRW-Paar bei 1497,7, was einem Rückgang von etwa 1,1 % am Tag entspricht. Letzte Woche erreichte der Won die Marke von 1500, den niedrigsten Stand seit der globalen Finanzkrise im März 2009.
Anstieg der Anleiherenditen
Die Renditen südkoreanischer Staatsanleihen stiegen synchron an:
Die Rendite der dreijährigen Staatsanleihen stieg auf 3,469 %
Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen stieg auf 3,763 %, ein Anstieg um 14,7 Basispunkte am Tag.
Der Anstieg der Renditen spiegelt die Besorgnis des Marktes über Kapitalabflüsse und steigende Risikoaufschläge wider.
Zentralbank bereitet sich auf Marktintervention vor
Die südkoreanische Zentralbank erklärte, dass die Volatilität auf den Anleihe- und Devisenmärkten erheblich zugenommen habe, und die Behörden würden je nach Marktlage Stabilisierungsmaßnahmen ergreifen.
Analysten gehen davon aus, dass die südkoreanische Zentralbank ihre Devisenintervention verstärken könnte, sollte der Won die Marke von 1500 überschreiten, um einer beschleunigten Kapitalflucht entgegenzuwirken.