Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben deutliche Auswirkungen auf den Luftfahrtsektor. In Hongkong börsennotierte Fluggesellschaften verzeichneten am Montag starke Kursverluste, da Investoren befürchten, dass steigende Ölpreise die Betriebskosten der Fluggesellschaften erheblich erhöhen werden.
Abverkauf im Luftfahrtsektor
Laut Refinitiv-Daten fiel die H-Aktie von China Eastern Airlines im Tagesverlauf um bis zu 13,1 %.
Auch andere Fluggesellschaften verzeichneten deutliche Kursverluste:
Cathay Pacific fiel um etwa 7,3%
China Southern Airlines fiel um etwa 10%
Air China fiel um etwa 10,7%
In der Kostenstruktur der Fluggesellschaften ist der Anteil der Treibstoffkosten hoch, daher sind sie sehr empfindlich gegenüber Schwankungen der Rohölpreise.
Geopolitische Risiken treiben Ölpreise in die Höhe
Die Marktschwankungen stehen im Zusammenhang mit der Eskalation der Lage im Nahen Osten. Iran hat bekanntgegeben, dass Mojtaba Khamenei das Amt des Obersten Führers übernimmt, was zeigt, dass nach einer Woche anhaltender Konflikte mit den USA und Israel die Hardliner im Iran weiterhin die Macht innehaben.
Investoren befürchten, dass anhaltende Konflikte die globale Energieversorgung beeinträchtigen und somit die internationalen Ölpreise in die Höhe treiben könnten.
Sichere Häfen leiten Kapitalströme in den Dollar
Die asiatischen Aktienmärkte entwickeln sich insgesamt schwach, während global Kapital in sichere Anlagewerte fließt.
Der Dollarindex stieg und erreichte gegenüber dem Euro ein Dreimonatshoch. Analysten weisen darauf hin, dass anhaltende geopolitische Risiken die Volatilität der globalen Finanzmärkte weiter verstärken könnten.