Die Renditen japanischer Staatsanleihen stiegen am 9. März auf breiter Front an, da die Eskalation der Lage im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe trieb und Ängste vor steigender Inflation schürte.
Laut Refinitiv-Daten stieg die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen japanischen Staatsanleihen um 6,5 Basispunkte auf 2,225 %, die zwanzigjährige Rendite um 8,5 Basispunkte auf 3,085 %. Die dreißigjährige Rendite stieg um 9 Basispunkte auf 3,475 %, und die vierzigjährige Rendite stieg auf 3,68 %.
Naoya Hasegawa, Chef-Anleihenstratege von Okasan Securities, erklärte, dass der durch steigende Ölpreise verursachte Inflationsdruck die Unterstützung der Anleihen durch eine Flucht in Sicherheit übertroffen habe.
Er merkte an, dass sich der Anleihemarkt kürzlich hauptsächlich in Übereinstimmung mit der Börse bewegt habe. Mit dem schnellen Anstieg der Ölpreise seien jedoch Inflationserwartungen zum Hauptantrieb für höhere Renditen geworden.
Am Montag stiegen die internationalen Ölpreise um etwa 20 % und erreichten den höchsten Stand seit Juli 2022. Der Markt ist besorgt, dass eine Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Israel mit dem Iran die Ölversorgung im Nahen Osten beeinträchtigen und den wichtigen Schifffahrtsweg der Straße von Hormuz stören könnte.
Am Devisenmarkt stieg der Dollar um etwa 0,5 % gegenüber dem Yen auf 158,68. Die Abwertung des Yen trieb die Importkosten weiter in die Höhe und verschärfte den Preisdruck in Japan.
Junichi Tanji, Chef-Anleihenstratege von Mizuho Securities, erklärte, dass die Bank von Japan gezwungen sein könnte, eine weitere Zinserhöhung in Erwägung zu ziehen, sollte der Ölpreis über einen längeren Zeitraum auf hohem Niveau bleiben.