Im Iran hat es eine bedeutende Veränderung in der politischen Machtstruktur gegeben. Am frühen Morgen des 9. März verkündete die Versammlung der Experten, dass Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer Irans gewählt wurde, und damit den verstorbenen obersten Führer Ali Khamenei abgelöst hat.
Gemäß der iranischen Verfassung ist der oberste Führer das höchste Machtzentrum des Landes, hat das letzte Wort bei der strategischen Ausrichtung des Staates und ist gleichzeitig oberster Befehlshaber der Streitkräfte, was direkten Einfluss auf die Verteidigungs-, Außen- und Sicherheitspolitik hat.
Öffentlichen Informationen zufolge wurde Mojtaba Khamenei 1969 geboren und ist der zweite Sohn von Ali Khamenei. Obwohl er lange keine öffentlichen Regierungspositionen innehatte, wird er im religiösen System und im konservativen politischen Netzwerk des Iran als eine Person von erheblichem Einfluss angesehen.
Die Expertenversammlung ist das verfassungsmäßige Organ, das für die Wahl und Überwachung des obersten Führers verantwortlich ist und aus hochrangigen Gelehrten der iranischen Geistlichkeit besteht. Wenn der Posten des obersten Führers vakant wird, entscheidet dieses Gremium durch interne Verfahren über den Nachfolger.
Die Wahl von Mojtaba Khamenei bedeutet einen Generationenwechsel in der höchsten politischen und religiösen Macht des Iran, eine Veränderung, die möglicherweise bedeutende Auswirkungen auf die künftige Außenpolitik, die regionale Strategie und die innenpolitische Struktur des Landes haben wird.