Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat zu heftigen Schwankungen auf den globalen Energiemärkten geführt. Der internationale Ölpreis stieg am Montag im asiatischen Handel um über 20% und überstieg die Marke von 110 Dollar pro Barrel, was den höchsten Stand seit etwa vier Jahren darstellt.
Der Markt ist besorgt, dass die entscheidende Transportroute für Energie im Nahen Osten, die Straße von Hormus, durch den Konflikt beeinträchtigt werden könnte, was zu einer Unterbrechung der weltweiten Rohölversorgung führen würde.
US-Energieministerium reagiert auf Marktbesorgnisse
Der US-Energieminister Chris Wright erklärte, dass der aktuelle Anstieg der Ölpreise hauptsächlich die kurzfristige „Angstprämie“ der geopolitischen Lage widerspiegelt.
Er betonte, dass trotz einiger Störungen im Schiffsverkehr die weltweite Energieversorgung insgesamt weiterhin ausreichend sei.
„Öl ist nach wie vor auf dem Markt vorhanden, der aktuelle Anstieg beruht hauptsächlich auf Marktstimmungen“, sagte er.
Wright glaubt, dass die aktuell schwerwiegendsten Versorgungsausfälle voraussichtlich nur einige Wochen andauern werden und nicht für Monate.
Anstieg der Benzinpreise in den USA
Laut Daten der American Automobile Association stieg der durchschnittliche Preis für Normalbenzin in den USA in der vergangenen Woche um etwa 16% und erreichte etwa 3,45 Dollar pro Gallone.
Die US-Regierung erwartet, dass der Benzinpreis in den USA wieder unter 3 Dollar pro Gallone fällt, sobald der Transport durch die Straße von Hormus wieder normalisiert wird.
Keine neuen Ziele für Energieinfrastruktur
Wright fügte hinzu, dass die USA derzeit keine militärischen Aktionen gegen die Öl- oder Gasanlagen des Iran planen.
Er erklärte, dass die jüngsten Angriffe auf iranische Treibstoffspeicheranlagen von Israel und nicht von den USA ausgeführt wurden.