- Die Regierungen Japans und der USA haben offiziell bestätigt, dass sie gemeinsam am Devisenmarkt intervenieren. In den letzten drei Tagen hat Tokio schätzungsweise 70 bis 80 Milliarden US-Dollar verkauft, doch der Dollar bleibt widerstandsfähig. Die Neupreisung der hawkischen Zinserwartungen der Fed bietet entscheidende Unterstützung.
- Das Pfund gegenüber dem Dollar (GBP/USD) und der Euro gegenüber dem Dollar (EUR/USD) stehen unter Druck. Der Fokus des Marktes richtet sich zunehmend auf die in dieser Woche anstehenden wichtigen makroökonomischen Daten aus den USA, wie die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft und die JOLTS-Stellenangebote.
- Das US-Finanzministerium könnte angedeutet haben, den Währungsstabilisierungsfonds zu nutzen, um Euro gegen Yen zu verkaufen und so indirekt die Intervention zu unterstützen. Trotz mehrerer günstiger Faktoren bleibt der Euro zurückhaltend, und die wichtige Unterstützung nach unten verschiebt sich auf die Marke von 1,1500.
Koordinierte Intervention von Japan und den USA kann die Widerstandsfähigkeit des Dollars kaum brechen
Die Aufsichtsbehörden Japans und der USA haben kürzlich bestätigt, dass sie gemeinsam am Devisenmarkt intervenieren. Die japanischen Behörden haben in den letzten drei Handelstagen fast 80 Milliarden US-Dollar verkauft. Der Dollar-Index (DXY) hat jedoch nicht die erwartete allgemeine Schwäche gezeigt, sondern sich als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Diese Abweichung zeigt, dass die Marktpreisbildung für den Straffungszyklus der Fed weiterhin stabil ist, und die Kapitalströme konzentrieren sich weiterhin auf hochverzinsliche Dollar-Anlagen. Der kurzfristige Verkaufsdruck wurde schnell von Schnäppchenjägern absorbiert.
Hawkische Neubewertung treibt US-Anleiherenditen an
Mit der erneuten Interpretation der Aussagen von Fed-Vertretern ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 16 bis 17 Basispunkte gestiegen. Der Anstieg der Zinserwartungen hat direkt dazu geführt, dass die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen stabil über 5,20 % liegt, und die 30-jährige Hypothekenzinsrate ist auf 6,75 % gestiegen. Die hohen Kreditkosten haben die finanziellen Bedingungen weiter verschärft und ziehen weiterhin globale festverzinsliche Mittel an, was dem Dollar-Index in der Unterstützungszone von 99,35 bis 99,40 eine solide Zinsbasis bietet.
Diese Woche werden die Arbeitsmarktdaten zum Prüfstein der Politik
Die nächste Phase der Entwicklung auf dem Devisenmarkt wird stark von den umfangreichen US-Arbeitsmarktdaten dieser Woche abhängen. Der Markt wird die bevorstehenden JOLTS-Stellenangebote und den Bericht über die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft nutzen, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu bewerten. Wenn die neu geschaffenen Arbeitsplätze im Bereich von 75.000 bis 80.000 bleiben, könnte dies nicht ausreichen, um die Fed zu einer dovishen Wende zu zwingen. Händler bleiben allgemein vorsichtig und beobachten, während wichtige Nicht-US-Währungen wie das Pfund gegenüber dem Dollar (GBP/USD) insgesamt mit den Schwankungen des Dollar-Index mitgehen und es an eigenständigem Aufwärtsmomentum fehlt.
Der Euro wird durch Cross-Währungs-Hedging-Operationen eingeschränkt
Der Euro gegenüber dem Dollar (EUR/USD) zeigt eine relative Zurückhaltung, obwohl die Fundamentaldaten der Eurozone solide sind und die Ölpreise zurückgegangen sind, bleibt der Wechselkurs unter Druck nahe 1,1526. Marktanalysen deuten darauf hin, dass das US-Finanzministerium möglicherweise die Euro-Reserven des Währungsstabilisierungsfonds (ESF) genutzt hat, um durch den Verkauf von Euro gegen Yen (EUR/JPY) indirekt die Intervention zu unterstützen. Diese Cross-Währungs-Liquiditätsabsicherung schwächt das Aufwärtsmomentum des Euro, und wenn die Marke von 1,1500 unterschritten wird, wird das Risiko einer Neubewertung weiter steigen.