- Das griechische Unternehmen für Schifffahrtsrisikomanagement (MARISKS) hat am Dienstag eine systematische Warnung veröffentlicht. Diese bestätigt, dass unbekannte Entitäten sich als offizielle iranische Stellen ausgeben und gefälschte Informationen an im Hormus verbleibende Schiffe senden. Sie fordern die Zahlung einer illegalen Transitgebühr in Form von Bitcoin (BTC) oder Tether (USDT).
- Derzeit sind etwa mehrere hundert Handelsschiffe und zwanzigtausend Seeleute im Persischen Golf zurückgehalten. Während der physischen Inspektion am 18. April kam es zu einem scharfen Schusswechsel, was dazu führte, dass mindestens zwei Schiffe aufgrund von Sicherheitsbedrohungen gezwungen waren umzukehren. Die Risikoprämien für die Schifffahrt der Region stiegen deutlich an.
- Während der sensiblen Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran schlug Teheran die Schaffung eines offiziellen Gebührenerhebungsmechanismus vor. Der aktuelle inoffizielle Betrugsangriff hat die Markterwartungen hinsichtlich der Rechtssicherheit des Hormus-Durchgangs weiter gesenkt.
Betrugsmethoden und Weg der Krypto-Assets
Laut den umfassenden Überwachungen von MARISKS nutzen die Betrüger die Panik der Reedereien in Isolation, indem sie gefälschte Anweisungen zur Durchquerungsberechtigung über inoffizielle Kanäle senden. Diese Anweisungen verlangen die Zahlung mit anonymen Krypto-Assets wie BTC oder USDT, um den Regularien der traditionellen Bankensysteme zu entgehen. Für die Schifffahrtsunternehmen in der kritischen Zone des Persischen Golfs bedeutet diese Art von Informationsbetrug nicht nur das Risiko eines direkten finanziellen Verlustes, sondern stört in der Praxis auch die Navigationsentscheidungen der Kapitäne. Die genauen Geldströme zu den involvierten Wallet-Adressen wurden noch nicht vollständig identifiziert, aber erste Anzeichen weisen auf Verbindungen zu nicht regulierten Finanznetzwerken in der Region hin.
Volatilität der Schifffahrtsversicherungsprämien
Unter dem doppelten Einfluss von Schießereien und Betrugswarnungen zeigt der Aufpreis für Kriegsschadensversicherungen auf dem Londoner Versicherungsmarkt (LMA) in den letzten 48 Stunden starke Neubewertungstendenzen. Marktbewertungen beobachten die Erfolgsraten des Hormus-Durchgangs aufmerksam. Sollte diese Art von Cyberangriffen auf die Sicherheit von Schiffsrouten weiter zunehmen, könnte der Basisversicherungsbeitrag für entsprechende Routen um dutzende Basispunkte (bps) strukturell ansteigen. Da etwa zwanzigtausend Seeleute derzeit noch festgehalten werden, müssen Schiffseigner mit höheren rechtlichen und Sorgfaltspflichten-Kosten rechnen, wenn sie potenziellen Schadenersatzansprüchen ausgesetzt sind, was letztlich zu einem Anstieg der globalen Energietransportkosten führen wird.
Eskaliertes scharfe Schusswechsel im Hormus
Das Schusswechselereignis vom 18. April markiert einen Wandel des Risikos in der Region von Informationsbetrug zu physischer Konfrontation. Obwohl die iranische Regierung bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu den Betrugsvorwürfen abgegeben hat, hat der interne Kontrollmechanismus der Meerenge zu erheblichen Durchfahrtsverzögerungen geführt. Mindestens ein angegriffenes Schiff wurde bestätigt, Betrugsanweisungen erhalten zu haben, was darauf hinweist, dass falsche Informationen die Schiffe in unbefugte und sensible Gebiete gelenkt haben könnten. Die physische Abschreckung bedroht das tatsächliche Durchsatzvolumen des Hormus, dem globalen Energienadelöhr, erheblich und die Lieferängste auf dem Spotmarkt eskalieren mit steigender Verweildauer.
Markterwartungen an ein offizielles Gebührensystem
Im Rahmen der bilateralen Gespräche zwischen den USA und dem Iran wird das von der Teheraner Regierung vorgeschlagene Gebührensystem zum Mittelpunkt des Marktinteresses. Sollte die offizielle Gebührenerhebung transparent umgesetzt werden, könnte dies theoretisch helfen, die illegalen Betrugsaktivitäten zu eliminieren und die Schifffahrtsordnung wiederherzustellen. Dennoch bleibt es unter den bestehenden Sanktionsrahmen herausfordernd, eine rechtmäßige und konforme Gebührenerhebung zu gewährleisten. Investoren beobachten vorsichtig. Sollte das Gebührenniveau die Marktaufnahmefähigkeiten überschreiten oder die Erhebungswege mit internationalen Anti-Geldwäsche-Vorschriften in Konflikt geraten, könnte dies eine verstärkte Flucht in Sicherheit verursachen und die Volatilitätskurve im Rohöl-Optionsmarkt weiter asymmetrisch verschieben.