- Die Bank von Korea (BOK) hat eine Warnung vor systemischen Risiken im Zusammenhang mit einem einzigen Aktienhebel-ETF ausgesprochen, der an Samsung Electronics (005930:KS) und SK Hynix (000660:KS) gekoppelt ist.
- Die Bank wies darauf hin, dass diese Hebelprodukte die Konzentration der Chips im koreanischen Aktienmarkt beschleunigen und das Volatilitätsrisiko der Kapitalströme bei einseitigen Transaktionen erheblich vergrößern.
- Die Regulierungsbehörden planen, den Überwachungsmechanismus für einzelne Aktienhebelprodukte umfassend zu verbessern, um die Hebelverluste der Privatanleger während einer Marktkorrektur zu verhindern.
Konzentrationsrisiko steigt weiter
In einem offiziellen Dokument, das an einen Abgeordneten der Nationalen Kraftpartei übermittelt wurde, erklärte die Bank von Korea, dass Samsung Electronics und SK Hynix derzeit mehr als die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung und des gesamten Handelsvolumens des koreanischen Aktienmarktes ausmachen. Vor diesem Hintergrund wächst das Volumen der an diese beiden Halbleiterriesen gekoppelten Einzelaktienhebel-ETFs weiter an und verschärft die strukturelle Verzerrung des Benchmark-Index, was zu einer übermäßigen Neigung der gesamten Marktressourcen zu wenigen Schwergewichten führt.
Einseitige Kapitalströme verstärken Volatilität
Die Währungsbehörden warnten, dass solche Hebelinstrumente den Kapitalfluss erheblich beschleunigen werden, wenn sich die Erwartungen an die Unternehmensgrundlagen oder das externe makroökonomische Umfeld ändern. Aufgrund der inhärenten selbstverstärkenden Eigenschaften des Hebelmechanismus könnten Derivateinstrumente in Zeiten von Marktschwankungen einseitige Handelsaktivitäten auslösen, was objektiv die Preisschwankungen der zugrunde liegenden Vermögenswerte verstärkt.
Privatanleger unter Druck durch Hebelwirkung
Die Bank von Korea äußerte deutliche Besorgnis über potenzielle Verluste der Privatanleger. Sollte es bei den zugrunde liegenden Aktien zu technischen Rückgängen oder Neubewertungen kommen, wird der Nettoinventarwert von hochgehebelten Produkten einem beschleunigten Rückgangsrisiko ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnten durch Rücknahmen von Privatanlegern ausgelöste passive Schließungen durch Fondsmanager sowie die tägliche Neugewichtung der ETF-Portfolios am Ende des Handelstages zu einem zweiten Preiseinbruch auf dem Kassamarkt der Indexkomponenten führen.
Regulierungsüberwachung wird verstärkt
Angesichts der oben genannten potenziellen Gefahren für die finanzielle Stabilität erklärte die Bank von Korea, dass sie die regelmäßige Überwachung von Einzelaktienhebel-ETFs verstärken wird. Der zukünftige Bewertungsrahmen wird sich auf die langfristigen Auswirkungen dieser Finanzderivate auf die Mikrostruktur des koreanischen Aktienmarktes, die Liquiditätsprämie und die Stabilität des gesamten Finanzsystems konzentrieren, um zu verhindern, dass prozyklische Schwankungen zu systemischen Risiken werden.