Im Jahr 2026 haben Film, Fernsehen, Musik, Sport und Popkultur zahlreiche prägende Persönlichkeiten verloren. Einige wurden durch eine einzige ikonische Rolle bekannt, andere veränderten über Jahrzehnte die Musik, die Fernsehkomödie oder die Popkultur. Die folgende Übersicht umfasst die bis heute bestätigten Todesfälle und ist alphabetisch nach Nachnamen geordnet.
Scott Adams: Von „Dilbert“ bis zum Zeitungsskandal
Scott Adams arbeitete in den 1980er-Jahren bei einem Telekommunikationsunternehmen. Diese Erfahrung inspirierte ihn später zu seinem Comicstrip „Dilbert“. Ende des Jahrzehnts erschien die Bürosatire bereits in zahlreichen Zeitungen; auf dem Höhepunkt wurde sie von mehr als 2.000 Blättern veröffentlicht.
1999 wurde „Dilbert“ als animierte Fernsehserie adaptiert und lief über zwei Staffeln. Später machte Adams vor allem mit politischen Kommentaren auf sich aufmerksam. Nachdem er sich 2023 über die Rassenzugehörigkeit von Menschen geäußert hatte, nahmen Zeitungen in den USA „Dilbert“ aus ihren Comicseiten. Adams starb am 13. Januar im Alter von 68 Jahren an metastasiertem Prostatakrebs.
Brad Arnold: Sänger von 3 Doors Down gestorben
Brad Arnold war im Alter von 47 Jahren der Leadsänger der Rockband 3 Doors Down. Den Durchbruch schaffte die Gruppe mit dem Hit „Kryptonite“ aus dem Jahr 2000, der Platz drei der Billboard Hot 100 erreichte. Später veröffentlichte die Band unter anderem „Loser“, „Here Without You“ und „When I’m Gone“.
Mit seiner Stimme und seinen von Liebe und Verlust geprägten Texten erreichte Arnold ein breites Publikum. Er starb am 7. Februar an einer Form von Nierenkrebs.
Afrika Bambaataa: Eine frühe Schlüsselfigur des Hip-Hop
Lance Taylor wurde unter seinem Künstlernamen Afrika Bambaataa bekannt. In den 1970er- und 1980er-Jahren machte er sich zunächst als DJ in der New Yorker Bronx einen Namen. 1981 unterschrieb er bei Tommy Boy Records und veröffentlichte einflussreiche Stücke wie „Jazzy Sensation“ und „Planet Rock“.
In den 1970er-Jahren gründete Bambaataa außerdem die Universal Zulu Nation. Die Organisation sollte junge Menschen vom Leben in Straßengangs wegführen. Seine Musik und seine Arbeit in der Organisation beeinflussten später unter anderem Queen Latifah und A Tribe Called Quest.
2016 trat Bambaataa als Anführer der Organisation zurück, nachdem gegen ihn Vorwürfe sexueller Übergriffe erhoben worden waren. Er wies die Vorwürfe zurück. Bambaataa starb am 9. April im Alter von 68 Jahren an Prostatakrebs.
Rob Base: „It Takes Two“ brachte Hip-Hop ins Mainstream-Publikum
„It Takes Two“, das Rob Base gemeinsam mit DJ E-Z Rock aufnahm, gehörte zu den Titeln, die Hip-Hop einem breiten Mainstream-Publikum zugänglich machten. Der 1988 veröffentlichte Song erreichte Platz drei der Billboard-Charts für Hot Dance/Club Songs und erhielt später Platinstatus.
Das Magazin Spin nahm „It Takes Two“ 1989 in seine Liste der größten Singles aller Zeiten auf. Rob Base starb am 22. Mai im Alter von 59 Jahren an Krebs.
Nicholas Brendon: Bekannt aus „Buffy – Im Bann der Dämonen“
Nicholas Brendon wurde im Alter von 54 Jahren vor allem durch seine Rolle als Xander Harris bekannt, die er in allen sieben Staffeln von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ spielte. Außerdem trat er in „Criminal Minds“ und „Kitchen Confidential“ auf.
Brendon starb am 20. März im Schlaf eines natürlichen Todes. Seine Familie teilte mit, dass er unter schweren gesundheitlichen Problemen gelitten hatte. Dazu gehörten ein Herzinfarkt im Jahr 2023 und die Diagnose eines angeborenen Herzfehlers. Zudem litt er am Cauda-equina-Syndrom und musste sich mehreren Wirbelsäulenoperationen unterziehen.
Nach Angaben seiner Familie erhielt Brendon Medikamente und Behandlungen zur Kontrolle dieser Erkrankungen und blickte kurz vor seinem Tod weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft. Die Angehörigen baten die Öffentlichkeit, seine Privatsphäre zu respektieren und sich an einen Menschen mit „Leidenschaft, Fantasie und Herz“ zu erinnern.
Peabo Bryson: Zweifacher Grammy-Gewinner mit gefühlvollen Balladen
Peabo Bryson war für seine romantischen Balladen bekannt und gewann zwei Grammys. Ende der 1970er-Jahre begann er mit der Veröffentlichung eigener Musik. Einen frühen Erfolg feierte er 1983 gemeinsam mit Roberta Flack und dem Titel „Tonight, I Celebrate My Love“. Im folgenden Jahr erschien „If Ever You’re in My Arms Again“; 1991 erreichte „Can You Stop the Rain“ Platz eins der R&B-Charts.
Ein noch größeres internationales Publikum erreichte Bryson mit zwei Disney-Klassikern. 1991 nahm er mit Céline Dion die Popversion von „Beauty and the Beast“ auf. Ein Jahr später sang er mit Regina Belle „A Whole New World“ aus „Aladdin“. Bryson starb am 2. Juni. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
James Burrows: Prägende Kraft der US-Sitcom
James Burrows, der elf Emmy Awards gewann, gehörte zu den Mitschöpfern von „Cheers“. Mit Serien wie „Will & Grace“, „Friends“ und „Frasier“ prägte er Tempo und Inszenierungsstil der modernen amerikanischen Fernsehkomödie.
Burrows war für präzises komödiantisches Timing und aufwendige Bühnenarrangements bekannt. Zu Beginn seiner Karriere führte er bei Folgen der „Mary Tyler Moore Show“ Regie. Später arbeitete er an „Frasier“, „Will & Grace“, „Friends“ und „The Big Bang Theory“. Für die Pilotfolge von „Cheers“ erhielt er einen Emmy. Insgesamt inszenierte Burrows im Lauf seiner Karriere mehr als 50 Fernseh-Pilotfolgen.
Burrows starb am 19. Juni im Alter von 85 Jahren. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Kyle Busch: Zweifacher NASCAR-Cup-Champion
Kyle Busch gewann zweimal die Meisterschaft der NASCAR Cup Series und galt als einer der führenden Fahrer des Motorsports.
Busch wurde am 21. Mai in ein Krankenhaus eingeliefert, kurz bevor er an zwei Rennen teilnehmen sollte. Einige Stunden später wurde sein Tod festgestellt. Auf seiner Sterbeurkunde wurde vermerkt, dass sich eine schwere Lungenentzündung verschlimmert und zu einer Sepsis geführt hatte.
Robert Carradine: Von „Revenge of the Nerds“ bis „Lizzie McGuire“
Robert Carradine wurde mit 71 Jahren vor allem durch seine Rollen als Lizzies Vater in „Lizzie McGuire“ und als nerdiger Lewis Skolnick in der Filmreihe „Revenge of the Nerds“ aus den 1980er-Jahren bekannt.
Carradine stammte aus der bekannten Hollywood-Familie Carradine. Eine seiner frühen größeren Rollen spielte er in der Fernsehserie „Kung Fu“ aus den 1970er-Jahren, in der sein älterer Bruder David Carradine die Hauptrolle übernahm. Später war er unter anderem in Samuel Fullers Zweitem-Weltkrieg-Film „The Big Red One“ sowie im „Lizzie McGuire“-Franchise zu sehen.
In einer Stellungnahme erklärte die Familie, Carradine habe fast 20 Jahre lang mit einer bipolaren Störung gelebt. Sie äußerte die Hoffnung, dass seine Geschichte zu einem offeneren Umgang mit psychischer Gesundheit beitragen und das Stigma psychischer Erkrankungen verringern könne. Carradine starb am 23. Februar durch Suizid.
Wenn Sie selbst oder eine Ihnen nahestehende Person unter Depressionen leidet oder Suizidgedanken hat, holen Sie bitte umgehend Hilfe. In den USA ist die Krisenhilfe unter der Nummer 988 telefonisch oder per SMS erreichbar. Per SMS mit dem Text „HOME“ an 741741 kann zudem die Crisis Text Line kontaktiert werden. Menschen außerhalb der USA können über Angebote der International Association for Suicide Prevention lokale Hilfsstellen finden.
Bud Cort: Gegenkultur-Ikone aus „Harold and Maude“
Bud Cort wurde 77 Jahre alt und war vor allem für seine Rolle als Harold im Kultfilm „Harold and Maude“ aus dem Jahr 1971 bekannt. Mit seinem jugendlichen Gesicht, trockenem Humor und distanziertem Auftreten wurde er zu einem prägenden Gesicht des Gegenkinos der 1970er-Jahre.
Im Film spielte Cort einen jungen Mann, der sich mit Suizid beschäftigt und Maude begegnet, einer exzentrischen 79-jährigen Frau, die von Ruth Gordon dargestellt wurde. Vor „Harold and Maude“ hatte Cort kleinere Rollen in Robert Altmans „MASH“ und „Brewster McCloud“.
Auch im höheren Alter blieb Cort als Schauspieler aktiv. Er trat unter anderem in „Heat“ sowie in Wes Andersons „Die Tiefseetaucher“ auf. Cort starb am 11. Februar nach langer Krankheit.
Tim Curry: Von „The Rocky Horror Show“ bis Pennywise
Tim Curry wurde durch seine Rolle als Frank-N-Furter im Kultmusical „The Rocky Horror Picture Show“ berühmt. Zuvor hatte er die Figur bereits in der ursprünglichen Bühnenproduktion gespielt.
In seiner mehr als 60 Jahre langen Karriere verkörperte Curry häufig extravagante Gegenspieler und exzentrische Figuren. Dazu gehörten Rooster Hannigan im Film „Annie“ von 1982, Pennywise in der Miniserie „Es“ von 1990, Wadsworth in „Clue – Das mörderische Spiel“ und Mr. Hector in „Kevin – Allein in New York“.
2012 erlitt Curry einen schweren Schlaganfall und musste am Gehirn operiert werden. 2025 sagte er, dass er sich noch immer davon erhole. Curry starb am 26. August in seinem Haus in Los Angeles. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Eric Dane: Von „Grey’s Anatomy“ bis „Euphoria“
Eric Dane begann seine Laufbahn mit Gastauftritten in Serien wie „Saved by the Bell“ und „Eine schrecklich nette Familie“, bevor er durch „Charmed – Zauberhafte Hexen“ größere Bekanntheit erlangte.
Später spielte er in „Grey’s Anatomy“ den Mark „McSteamy“ Sloan und wurde damit zu einem bekannten Gesicht des US-Fernsehens. In den vergangenen Jahren war er außerdem als Cal Jacobs, dem Vater von Nate Jacobs, in der HBO-Serie „Euphoria“ zu sehen. Nate Jacobs wurde von Jacob Elordi gespielt.
Dane und seine Ehefrau Rebecca Gayheart hatten zwei Kinder. Im April 2025 machte er öffentlich, dass bei ihm amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, diagnostiziert worden war. Sein Sprecher bestätigte, dass Dane am 19. Februar im Alter von 53 Jahren starb. Einer Stellungnahme zufolge verbrachte er seine letzten Tage mit engen Freunden, seiner Ehefrau und seinen beiden Töchtern Billie und Georgia.
Clive Davis: Mehr als fünf Jahrzehnte Popmusikgeschichte
Clive Davis war ein bedeutender Musikmanager und Produzent. In einer mehr als 50 Jahre langen Karriere förderte er unter anderem die Laufbahnen von Aretha Franklin, Barry Manilow, Bruce Springsteen, Billy Joel, Whitney Houston und Alicia Keys.
Davis war an der Veröffentlichung von Millionen Alben beteiligt und gewann fünf Grammy Awards. Zweimal erhielt er den Grammy für das Album des Jahres: für den Soundtrack zu „The Bodyguard“ und für Santanas „Supernatural“. Davis starb am 22. Juni. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Robert Duvall: Prägende Rollen in drei Filmklassikern
Robert Duvall wirkte im Alter von 95 Jahren auf eine lange Reihe anerkannter Filme zurück, darunter „Der Pate“, „Der Pate II“, „Apocalypse Now“, „THX 1138“, „Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg“, „Tage des Donners“ und „Comeback der Liebe“.
Besonders deutlich dürften Zuschauer ihn aus drei Filmen von Francis Ford Coppola in Erinnerung behalten. In den ersten beiden „Pate“-Filmen spielte er Tom Hagen, in „Apocalypse Now“ den Lieutenant Colonel Kilgore. Kilgores Satz „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ wurde zu einem der bekanntesten Filmzitate.
Duvalls darstellerische Bandbreite reichte weit über diese Rollen hinaus. 1962 spielte er Boo Radley in „Wer die Nachtigall stört“, obwohl die Figur dort kaum spricht. 1983 verkörperte er in „Comeback der Liebe“ einen alkoholkranken Country-Sänger. Für diese Leistung erhielt er den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Duvall starb am 15. Februar auf seiner Farm im US-Bundesstaat Virginia. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Brenda Fricker: Erste irische Oscar-Gewinnerin
Brenda Fricker arbeitete 60 Jahre lang auf der Bühne und vor der Kamera. Zu ihren bekanntesten Rollen gehörte die Taubenfrau in „Kevin – Allein in New York“ aus dem Jahr 1992. Die Figur wurde für viele Familien Teil des weihnachtlichen Fernsehens und später auch zum Motiv von Internet-Memes.
Frickers Karriere beschränkte sich nicht auf kommerziell erfolgreiche Filme. 1990 gewann sie für „Mein linker Fuß“ den Oscar als beste Nebendarstellerin. Damit war sie die erste irische Schauspielerin, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Fricker starb am 16. Juli. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Mark Fuhrman: Ermittler im Simpson-Fall
Mark Fuhrman wurde durch die Ermittlungen zu den Tötungen von Nicole Brown Simpson und Ronald Goldman landesweit bekannt. Brown Simpson war die frühere Ehefrau von O. J. Simpson, Goldman ein Freund von ihr. Fuhrman fand in Simpsons Anwesen einen blutigen Handschuh, der später zu einem wichtigen Beweisstück im Prozess wurde.
Während des Verfahrens stellte Simpsons Verteidigung Fuhrmans Glaubwürdigkeit infrage. Hintergrund waren rassistische Äußerungen, die Fuhrman in der Vergangenheit verwendet hatte. Nach dem Fall schied er aus dem Dienst beim Los Angeles Police Department aus, zog nach Idaho und schrieb später Bücher über wahre Kriminalfälle.
Fuhrman starb am 12. Mai im Alter von 74 Jahren an Kehlkopfkrebs.
Valentino Garavani: Angaben noch nicht vollständig
Die vorliegenden Informationen enden mit dem Eintrag zu Valentino Garavani. Vollständige Angaben zu seiner Biografie, seinem Todesdatum, seinem Alter oder der Todesursache liegen darin nicht vor.