- Nach zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen der Wertkorrektur stabilisierten sich die Hauptzinsanleihen auf dem chinesischen Interbankenmarkt und erholten sich. Die Rendite der 30-jährigen Sonderstaatsanleihe (2600002:CH) sank leicht auf 2,24%, während die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe (260005:CH) auf 1,7570% zurückging. Die vorübergehende Entspannung der Marginalverengung der Liquidität bot dem Handel eine emotionale Pufferzone.
- Der Derivatemarkt zeigte eine gleichzeitige moderate Erholung, wobei die Hauptkontrakte der China Financial Futures Exchange über alle Laufzeiten hinweg stabil blieben. Der Hauptkontrakt der 30-jährigen Staatsanleihen-Futures (TL2606) führte mit einem Anstieg von 0,08% auf 112,400 Yuan, was darauf hindeutet, dass die Mikrohandelsstruktur von Langfristvermögen nach der Freisetzung des vorherigen Drucks eine gewisse Erholung der Kaufbereitschaft zeigt.
- Das Verkäuferinstitut Huayuan Securities veröffentlichte einen aktuellen Bericht, der darauf hinweist, dass aufgrund der Fortsetzung der Merkmale von starkem Angebot und schwacher Nachfrage im ersten Quartal die Dringlichkeit der Einführung von Lockerungsinstrumenten wie Zinssenkungen kurzfristig abgenommen hat. Es wird erwartet, dass die Renditen der 10-jährigen und 30-jährigen Staatsanleihen im zweiten Quartal auf 1,70% bzw. 2,1% zusteuern werden.
Marginale Erholung der Renditekurve und Liquiditätserwartungen
Nach einem kontinuierlichen Rückgang der Vermögenspreise sucht die Mikrohandelsstimmung auf dem chinesischen Interbankenmarkt nach einem neuen Gleichgewichtspunkt. Der vorherige schnelle Anstieg der Langfrist- und Ultralangfristzinsen hat objektiv den institutionellen Anlegern einen Sicherheitsabstand verschafft. Die Handelsdaten vom Donnerstagmorgen zeigen, dass die Kaufkraft an Schlüsselpunkten allmählich sichtbar wird und die Renditekurve eine flache Erholung aufweist. Die marginalen Veränderungen der Liquidität sind einer der Hauptantriebskräfte für diese Stabilisierung. Mit der vorübergehenden Unterbrechung des vorherigen Liquiditätsverengungstrends stabilisierten sich die Übernacht- und Sieben-Tage-Repo-Zinssätze, was den Druck auf die Schließung von Hebelpositionen erheblich erleichterte. Der aktuelle Fokus der Marktteilnehmer richtet sich schnell auf das bevorstehende Wiederemissionsfenster der 30-jährigen Sonderstaatsanleihe, dessen Gebotsmultiplikator und endgültige Preisgestaltung auf dem Primärmarkt direkt den Bewertungsanker für Ultralangfristanleihen auf dem Sekundärmarkt bestimmen werden.
Preisfindungsspiel im Wiederemissionsfenster der Sonderstaatsanleihen
Das Spiel zwischen dem Angebotsrhythmus der Sonderstaatsanleihen und der Marktaufnahmefähigkeit ist die entscheidende Variable, die derzeit die Form der Langfrist-Renditekurve dominiert. Die letzte Transaktion der 30-jährigen Sonderstaatsanleihe 2600002 lag bei 2,24%, was im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages um 0,2 Basispunkte leicht gesunken ist. Diese geringe Schwankung spiegelt die starke Meinungsverschiedenheit zwischen Bullen und Bären an Schlüsselpunkten wider. Für den Handel ist das Ausschreibungsergebnis auf dem Primärmarkt nicht nur eine Bestätigung der absoluten Rendite, sondern auch ein Stresstest für die Präferenz der gesamten Marktdauer. Sollte die Wiederemission unterhalb der Bewertung des Sekundärmarktes liegen, könnte dies eine neue Runde von Kaufrausch auslösen; umgekehrt könnte eine höhere Positionierung den Anpassungsdruck auf die Langfristzinsen verstärken. Händler neigen dazu, vor der Veröffentlichung der Ausschreibungsergebnisse eine neutrale Dauerposition zu halten, um potenzielle Angebotsrisiken zu vermeiden.
Verhaltensdivergenz der Institutionen vor dem Hintergrund von Vermögensknappheit
Das derzeit niedrige absolute Niveau der Renditen verstärkt die Verhaltensdivergenz zwischen verschiedenen Arten von Institutionen. Versicherungsunternehmen und große Geschäftsbanken, die traditionelle Allokationsplattformen darstellen, stehen vor einem erheblichen Unterallokationsdruck, aber die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe von 1,7570% deckt ihre Kosten auf der Passivseite nur begrenzt ab. Einige Vermögensverwaltungsinstitutionen mit Investitionskanälen für nicht festverzinsliche Produkte beginnen, flexiblere Cross-Asset-Strategien zu verfolgen und ihre Anlageentscheidungen eng mit der Performance des Aktienmarktes zu verknüpfen. Diese Grundhaltung, dass Allokationsplattformen nicht unbedingt investieren müssen, führt dazu, dass die marginale Preisgestaltungsmacht des Anleihemarktes vorübergehend auf Handelskapital übergeht, was die Reibungskosten und die Volatilität der Marktbewegungen erhöht.
Marktübergreifende Stimmungsausstrahlung und Aktien-Anleihen-Wippe
Die marginale Entspannung der geopolitischen Lage hat subtile Auswirkungen auf die Risikobereitschaft der chinesischen Finanzmärkte. Mit der Aussicht auf einen vorläufigen Friedensrahmen im Nahen Osten hat sich die globale Risikovermeidung etwas abgeschwächt, zusammen mit einer teilweisen Erholung der inländischen Erwartungen an eine Kreditlockerung. Der Shanghai Composite Index (000001:CH) verzeichnete im frühen Handel einen Anstieg von etwa 0,25%. Diese moderate Erholung des Aktienmarktes hat in gewissem Maße einige Randmittel, die auf absolute Renditen abzielen, abgelenkt und einen schwachen Verdrängungseffekt auf den Anleihemarkt ausgeübt. Da die Erholung des Aktienmarktes jedoch noch kein trendbestimmendes Signal auf der rechten Seite gebildet hat, bleibt die Gesamtstärke des Aktien-Anleihen-Wippeffekts begrenzt und konnte die Logik der Vermögensknappheit auf dem Anleihemarkt nicht grundlegend umkehren.
Forward-Kurve und Preisgestaltung auf dem Derivatemarkt
Der Anleihefutures-Markt der China Financial Futures Exchange bietet dem Kassamarkt wichtige zukunftsweisende Hinweise. Die Kontrakte mit zwei Jahren (TS2606) und fünf Jahren (TF2606) notierten bei 102,530 Yuan bzw. 106,180 Yuan, wobei die Schwankungen nahe null lagen, was zeigt, dass die Preisgestaltung im mittleren und kurzen Bereich die aktuellen Liquiditätserwartungen vollständig absorbiert hat. Die Kontrakte mit zehn Jahren (T2606) und dreißig Jahren (TL2606) stiegen um 0,03% bzw. 0,08%, was die relative Stärke der ultralangen Kontrakte bestätigt und die Einschätzung von Huayuan Securities unterstützt, dass die Renditekurve in den nächsten sechs Monaten moderat abflachen könnte. Angesichts der drei großen Einschränkungen von niedrigen Kupons, geringem Arbitragespielraum und geringem Kapitalgewinnspielraum nutzen institutionelle Investoren zunehmend Anleihefutures zur Dauerverwaltung und Basishandel, um die Rendite ihrer Portfolios in einem engen Gewinnspielraum zu steigern.