
UBS: Diese Woche im Entscheidungskonflikt - eher keine Zinssenkung
In ihrem neuesten Bericht erklärt UBS, dass die Südafrikanische Zentralbank (SARB) in dieser Woche möglicherweise zwischen "Beibehaltung des Zinssatzes" und "Senkung um 25 Basispunkte" abwägt. Der Bericht neigt zu der Annahme, dass die Zentralbank eher keine Änderung vornimmt und eine klarere Aktion bis zur Sitzung im März aufschiebt - dann könnten die am 12. Februar veröffentlichten Haushaltsdaten der Regierung sowie Anpassungen der Inflationszahlen für Januar berücksichtigt werden.
Gründe für eine Zinssenkung: Der stärkere Rand könnte den Inflationspfad dämpfen
Auf der "pro Zinssenkung"-Seite erwähnt UBS, dass ihr Quartalsprognosemodell (QPM) die Inflationsprognosen nach unten revidieren könnte, vor dem Hintergrund, dass der Rand seit der Sitzung im November deutlich an Wert gewonnen hat. Dies könnte normalerweise den Importkosten und Erwartungskanälen den Inflationsdruck entziehen.
Auch die Südafrikanische Zentralbank hat in kürzlichen Gesprächen betont, dass die Inflation sich einem neuen Zielniveau nähert, weshalb der Markt möglicherweise weiterhin Raum für Lockerungen für das Jahr einpreist.
Bedenken gegen eine Zinssenkung: Übertragungsmechanismus und Anpassung der Bankkreditzinsen
Doch die Gründe für ein "Zuwarten" sind ebenfalls stichhaltig. UBS erwähnt, dass die SARB erst kürzlich begonnen hat, die effektiven Kreditzinsen der lokalen Banken (Vorzugszins) zu senken, der im Allgemeinen etwa 350 Basispunkte über dem Leitzins liegt; in der frühen Phase dieses Übertragungsmechanismus möchte die Zentralbank möglicherweise nicht zu schnell aufeinanderfolgende Zinssenkungen durchführen.
Bis zum 23. Januar liegt der südafrikanische Repo-Satz bei 6,75%, der Vorzugszins bei 10,25%, was der Zentralbank Raum für eine "erst beobachten, dann handeln"-Strategie bietet.
Marktspaltung und Schlüsseldaten: Entscheidung am 29. Januar
Aus Markterwartungssicht sind die Anleger bezüglich dieses Treffens nach wie vor gespalten. Laut Reuters erwarten die meisten befragten Analysten, dass der Zinssatz bei 6,75% bleibt, doch es gibt auch einige, die auf eine Senkung um 25 Basispunkte wetten; die Entscheidung über die Zinssätze wird am 29. Januar bekannt gegeben.
