- Der südkoreanische KOSPI-Index schloss am Donnerstag mit einem kräftigen Anstieg von 5,42% bei 8.930,30 Punkten und verzeichnete damit den zweiten Tag in Folge Gewinne, womit die historischen Verluste der Technologiewerte zu Beginn der Woche aufgrund von Zinsängsten weitgehend ausgeglichen wurden.
- Die Schwergewichte SK Hynix (000660:KS) stiegen um 13,06% und Samsung Electronics (005930:KS) legten um 5,29% zu, was hauptsächlich auf den starken Quartalsbericht und die optimistischen Zukunftsaussichten von Micron Technology (MU:US) zurückzuführen ist, die das Vertrauen in die Speicherchipbranche stärkten.
- Trotz der starken Erholung des Leitindex verkauften ausländische Investoren den ganzen Tag über südkoreanische Aktien im Wert von 8,355 Billionen Won (ca. 541,68 Millionen US-Dollar) netto, wobei der Markt zwischen Schnäppchenkäufen und makroökonomischen Zinsrisiken hin- und hergerissen war.
Nachfrage nach Speicherchips treibt Erholung der Technologiewerte an
Die starke Performance des südkoreanischen Aktienmarktes an diesem Handelstag wurde hauptsächlich vom Halbleitersektor angetrieben. Der jüngste Finanzbericht von Micron Technology und die optimistischen Zukunftsaussichten haben die Sorgen über ein mögliches Ende des Gewinnwachstums in der KI- und Halbleiterbranche wirksam gemildert. Huh Jae-hwan, Analyst bei Eugene Investment Securities, betonte, dass der Bericht von Micron nicht nur das Marktvertrauen gestärkt, sondern auch bestätigt hat, dass der starke Profitwachstumstrend bei Speicherchips noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Infolgedessen verzeichnete SK Hynix einen beeindruckenden Tagesanstieg von 13,06%, während auch Samsung Electronics zulegte. Beide Unternehmen profitierten in diesem Jahr von der weltweit steigenden Chipnachfrage, was den KOSPI-Index im Jahresverlauf um 112% steigen ließ und ihn damit an die Spitze der wichtigsten globalen Aktienindizes katapultierte.
Interne Marktstruktur zeigt Divergenzen und ausländische Gewinnmitnahmen
Obwohl der KOSPI-Index dank der Technologieriesen stark zulegte, blieb die Breite des Marktes unter Druck. Von insgesamt 916 gehandelten Aktien stiegen nur 291, während 589 fielen. Die Schwergewichte zeigten eine deutliche Divergenz: Der Batteriehersteller LG Energy Solution (373220:KS) fiel um 3,69%, Hyundai Motor (005380:KS) sank um 1,18%, während Kia Motors (000270:KS) leicht um 0,43% zulegte. Darüber hinaus blieben ausländische Investoren vorsichtig und verkauften bei der heutigen Erholung südkoreanische Aktien im Wert von 8,355 Billionen Won netto, was darauf hindeutet, dass ausländische Institutionen ihre Allokation in Schwellenmarktrisikoanlagen angesichts eines möglicherweise langfristig hohen Zinsumfelds strukturell angepasst haben.
Makroökonomische Zinsängste und stabile Inlandswährung
Die jüngsten starken Schwankungen des südkoreanischen Aktienmarktes verdeutlichen das heftige Tauziehen der Investoren zwischen der Sorge über steigende makroökonomische Zinsen und der Suche nach Wachstumschancen bei Technologiewerten. Am Dienstag verzeichnete der KOSPI-Index einen Rückgang von fast 10%, den größten Tagesverlust seit März dieses Jahres, was den vorübergehenden Preisdruck auf hoch bewertete Sektoren durch makroökonomische Straffungspolitiken widerspiegelt. Der Inlandswährungsmarkt zeigte sich jedoch relativ stabil, der Wechselkurs des südkoreanischen Won zum US-Dollar (USD/KRW) schloss bei 1.542,7, nahezu unverändert gegenüber dem Vortag. Analysten weisen darauf hin, dass, sollte sich der Zinspfad der wichtigsten globalen Zentralbanken weiter in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik bewegen, die Bewertung des südkoreanischen Aktienmarktes als Indikator für den globalen Technologiezyklus möglicherweise neu bewertet werden muss.