- Der Aktienmarkt in Hongkong erlebte einen kollektiven Rückgang im Bereich der Mobiltelefonindustrie, wobei FIT Hon Teng um über 5% fiel. Tongda Group, Q Technology und Cowell E Holdings, weitere wichtige Zulieferer, folgten diesem Trend. Hauptgrund ist der starke Anstieg der Beschaffungskosten für Chips und Speicherchips, der tiefe Besorgnis über die Endverbrauchernachfrage auslöste.
- Der Mangel an Speicherchips trieb die Endgerätepreise um 10% bis 30% in die Höhe, was dazu führte, dass sich der Austauschzyklus für Mobiltelefone in China auf über 36 Monate verlängerte. Die vorgezogene Nachfrage führte zu einem Überziehungseffekt, wodurch die Lieferkette einem doppelten Druck aus vorgezogener Nachfrage und sinkenden Verkaufszahlen ausgesetzt ist.
- Führende Endgerätehersteller, darunter Apple und Huawei, haben bereits die Preise für Hardware angepasst oder angekündigt, diese zu erhöhen. Mit der Verdrängung der Speicherkapazitäten durch KI-Datenzentren wiesen Institutionen wie CITIC Securities darauf hin, dass der Kostenkampf in der Lieferkette weiter zunehmen wird.
Lieferketten-Sektor unter Druck
Die Aktien der Mobiltelefonindustrie in Hongkong erlebten eine deutliche Korrektur. FIT Hon Teng (6088.HK) fiel um 5,6%, Tongda Group (0698.HK) um fast 5%, Q Technology (1478.HK) und Cowell E Holdings (1415.HK) sanken um 3% bzw. 2,5%. Der Anstieg der Kosten für Chips und Speicherkomponenten belastete den Markt, was dazu führte, dass Investoren kurzfristig ausstiegen, um Risiken zu vermeiden. Dies setzte den gesamten optischen und Komponenten-Sektor unter Druck, seine Bewertungen neu zu justieren. Der Verkaufsdruck konzentrierte sich hauptsächlich auf hochvolatilen Lieferkettenwerte, was die zunehmende Besorgnis der Investoren über die sinkenden Gewinnmargen im Downstream widerspiegelt.
Preiserhöhungen dämpfen Nachfrage nach neuen Geräten
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Speicherelementen erhöhte die Produktionskosten für komplette Geräte, was die Endgerätehersteller dazu veranlasste, die Preise für neue Geräte um 10% bis 30% anzuheben. Die gestiegenen Einzelhandelspreise dämpften direkt die Bereitschaft der Verbraucher, ihre Geräte zu wechseln, was den Austauschzyklus für Mobiltelefone in China auf über 36 Monate verlängerte. Zuvor freigesetzte Nachfrage führte zu einem negativen Kreislauf aus vorgezogener Nachfrage und sinkenden Verkaufszahlen, was zu einer vorsichtigen Haltung gegenüber den langfristigen Wachstumserwartungen der Lieferkette führte.
Große Unternehmen treiben Hardwarepreise in die Höhe
Apple (AAPL:US) hat die Preise für seine iPad- und Mac-Produktlinien um 15% bis 25% erhöht und deutlich darauf hingewiesen, dass zukünftige Preiserhöhungen möglich sind. Auch der Huawei-Endgerätechef erklärte, dass die hohen Speicherpreise die Branche insgesamt unter Preisdruck setzen. Die Preiserhöhungen der führenden Marken zeigen, dass der Kostendruck vollständig auf die Verbraucherseite übergeht, was die Stärke der Verbraucherelektronik in der Hochsaison des dritten Quartals schwächen und die Gewinnflexibilität der entsprechenden Komponentenlieferanten einschränken könnte.
KI-Nachfrage verändert Kostenkampf
Der beschleunigte Aufbau von KI-Datenzentren führte dazu, dass ein großer Teil der globalen Speicherkapazitäten beansprucht wurde, was den Anteil der Komponentenversorgung im Bereich der Verbraucherelektronik verdrängte. Die Analyse von CITIC Securities zeigt, dass mit der anhaltenden Absorption von Ressourcen durch den Aufbau von Rechenleistung die Preisverhandlungen zwischen den Upstream-Herstellern und den Endmarken in eine komplexere Phase eintreten werden. Die steigende Preismacht der Upstream-Hersteller formt allmählich die Gewinnverteilung in der gesamten Technologie-Lieferkette neu.