- Es wird erwartet, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA im Juli um 80.000 steigt, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,2 % bleibt. Der Markt wartet gespannt auf die Arbeitsmarktdaten, um der Fed eine klare Orientierung für den Zinspfad zu geben.
- Die Preisgestaltung am Geldmarkt zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September bei etwa 63 % liegt. Für dieses Jahr ist mindestens eine Zinserhöhung vollständig eingepreist, mit einer kumulierten Erhöhung um etwa 35 Basispunkte.
- Institutionen erwarten allgemein, dass die Beschäftigungsdaten keine wesentliche Änderung des politischen Kurses auslösen werden. Die Crédit Agricole erwartet, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Juli um 75.000 steigt, was dem allgemeinen Trend der Stabilisierung nach einer Verlangsamung des Arbeitsmarktes entspricht.
Arbeitsmarkt vor entscheidender Prüfung
Die USA werden während der Sommerpause der wichtigsten Zentralbanken den Bericht über die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft für Juli veröffentlichen. Der Markt erwartet allgemein, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen von den im letzten Monat geschätzten 57.000 auf 80.000 ansteigen wird, während die Arbeitslosenquote auf dem stabilen Niveau von 4,2 % bleibt. Der aktuelle Arbeitsmarkt zeigt weder Überhitzungserscheinungen noch eine starke Abkühlung, was es den Fed-Entscheidungsträgern ermöglicht, sich weiterhin auf die Inflationsentwicklung zu konzentrieren. Wenn die veröffentlichten Daten den Erwartungen entsprechen, wird dies die Widerstandsfähigkeit der US-Makroökonomie weiter festigen und die kurzfristige Bewertung von Risikoanlagen stabilisieren.
Zinsfutures-Preise steigen weiter
Derzeit setzen Derivatehändler darauf, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bei der Sitzung im September bei etwa 63 % liegt, wobei die Endzinserwartungen eine straffe Haltung zeigen. Der Markt hat die Erwartung einer mindestens einmaligen Zinserhöhung um etwa 35 Basispunkte in diesem Jahr vollständig eingepreist und erwartet, dass die kumulierte Zinserhöhung bis zur ersten Hälfte des nächsten Jahres 50 Basispunkte erreichen wird. Da es vor der Sitzung im September eine ausreichende Beobachtungszeit gibt, passen Vermögensverwaltungsinstitutionen ihre Allokation über verschiedene Anlageklassen hinweg an, wobei die kurzfristige Entwicklung der US-Staatsanleihenrenditekurve und des Dollar-Index stark von der marginalen Anpassung dieser Daten abhängt.
Stabile Erwartungen der Institutionen
Ein aktueller Bericht der Crédit Agricole zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer unerwartet starken Schwankung der Beschäftigungsdaten im Juli gering ist. Die Bank erwartet, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Juli leicht auf 75.000 ansteigt, was zwar unter dem durchschnittlichen monatlichen Anstieg zu Beginn des Jahres liegt, aber angesichts der stark gesunkenen Gewinnschwelle für das Beschäftigungswachstum immer noch im vernünftigen und stabilen Bereich liegt. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bei 4,2 % bleiben, während die durchschnittlichen Stundenlöhne im Monatsvergleich um 0,3 % und im Jahresvergleich um 3,5 % steigen, was die Sorgen der Kapitalmärkte über eine Lohn-Preis-Spirale erheblich lindern wird.
Neubewertung der Risikoaversion über Anlageklassen hinweg
Dieser Beschäftigungsbericht wird der erste entscheidende Ankerpunkt für den Markt sein, um den politischen Fahrplan der Fed neu zu bewerten. Sofern die Daten nicht extrem abweichen, wird es schwierig sein, den bestehenden Rahmen der Geldpolitik und den Zinserhöhungspfad grundlegend zu ändern. Vor dem Hintergrund eines Seitwärtstrends auf den Rohstoff- und Aktienmärkten wird der Kapitalfluss eher defensiv ausgerichtet sein. Sollte sich die Beschäftigungsdaten als robust erweisen, wird der Spielraum für die zukünftige Politik der Fed erhalten bleiben, und die Erwartungen an die makroökonomische Liquidität könnten einen reibungslosen Übergang erfahren.