- Der Spotpreis für Gold stieg am Donnerstag im Tagesverlauf um 0,8 % auf 4.468,84 USD pro Unze, hauptsächlich angetrieben durch den Rückgang der globalen Rohölpreise und die Schwäche des US-Dollar-Index. Internationale Investoren wägen derzeit die potenziellen Aussichten auf eine umfassende Entspannung der Lage im Nahen Osten ab.
- Die geopolitische Lage hat sich spürbar entspannt, nachdem die Trump-Regierung bestätigt hat, dass Israel und Libanon zugestimmt haben, das Waffenstillstandsabkommen umzusetzen. Gleichzeitig hat das US-Repräsentantenhaus eine Resolution verabschiedet, die militärische Aktionen gegen den Iran einschränkt. Dies führte dazu, dass die Risikoprämie auf dem Ölmarkt zurückging und den Kauf von US-Dollar dämpfte.
- Der Präsident der New Yorker Fed, Williams, bekräftigte in seiner jüngsten Stellungnahme, dass derzeit keine Anpassung der US-Geldpolitik erforderlich sei, und prognostizierte, dass das durch den Nahostkonflikt ausgelöste Inflationsrisiko nicht lange anhalten werde. Dies bietet auf makroökonomischer Ebene eine Referenz für die Neubewertung der Fed-Politikerwartungen und bietet somit eine marginale Unterstützung für die Bodenbildung von Edelmetallanlagen.
Goldpreis erholt sich mit Rückgang von Ölpreis und Dollar
Bis 05:59 Uhr GMT stieg der globale Spotpreis für Gold (GOLD) um 0,8 % und erreichte 4.468,84 USD pro Unze. Gleichzeitig stieg der Preis für US-Gold-Futures zur Lieferung im August an der New Yorker Warenterminbörse um 0,7 % auf 4.495,70 USD pro Unze. Da der US-Dollar-Index von seinem hohen Niveau zurückging, verbesserten sich die Kaufkosten und die Attraktivität von in US-Dollar bewerteten Edelmetallanlagen für internationale Investoren, die andere Währungen halten, marginal. Marktanalysen weisen darauf hin, dass die Kapitalströme auf dem Rohstoffmarkt vor dem Hintergrund eines schwächeren US-Dollars eine Neugewichtung erfahren, was den Goldpreis unmittelbar unterstützt.
Entspannung der geopolitischen Konflikte formt Risikoprämien neu
Die politische Lage im Nahen Osten hat sich zum zentralen Antrieb für die Neupreisgestaltung von Marktwerten entwickelt. Die Trump-Regierung hatte zuvor öffentlich bekannt gegeben, dass Israel und Libanon sich auf ein Waffenstillstandsabkommen geeinigt haben und mit dessen Umsetzung begonnen haben, was die Erwartungen des globalen Marktes auf ein umfassenderes Friedensabkommen im Nahen Osten deutlich ansteigen ließ. Darüber hinaus hat das US-Repräsentantenhaus eine von den Demokraten geführte Resolution verabschiedet, die darauf abzielt, militärische Aktionen gegen den Iran ohne formelle Zustimmung des Kongresses zu verhindern. Diese politischen Manöver und diplomatischen Durchbrüche haben die Versorgungsängste effektiv gelindert, was zu einem Rückgang der internationalen Rohölpreise führte, während die Prämienstruktur von Gold als traditionelles Absicherungsinstrument ebenfalls einer synchronen Anpassung unterzogen wird.
Markt wägt Entwicklung der US-Iran-Beziehungen und anhaltenden Aufwärtstrend ab
In Bezug auf die zukünftige Entwicklung erklärte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, dass die aktuelle Erholung des Goldmarktes in hohem Maße weiterhin von den Schwankungen der Ölpreise und des US-Dollar-Index beeinflusst wird. Analysten sind der Meinung, dass der Goldpreis nur dann weiteres Aufwärtspotenzial entfalten kann, wenn die Energiekosten und die US-Dollar-Prämie weiterhin zurückgehen. Ob Gold seine hohen Kursgewinne beibehalten kann, hängt stark davon ab, ob die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran positivere Signale senden können. Sollte die geopolitische Unsicherheit erneut zunehmen, könnte das Marktpreisbildungsmodell einer neuen Runde der Neubewertung unterzogen werden.
Fed-Beamte spielen Einfluss der Nahostlage auf Inflation herunter
Auf der Ebene der Geldpolitik haben die Äußerungen der Zentralbankführung die makroökonomischen Liquiditätserwartungen weiter gefestigt. Der Präsident der New Yorker Federal Reserve Bank, Williams, erklärte in einer öffentlichen Rede am Mittwoch, dass das durch den Nahostkonflikt ausgelöste Inflationsrisiko voraussichtlich nicht lange anhalten werde. Williams bekräftigte, dass es auf Grundlage der aktuellen wirtschaftlichen Fundamentaldaten derzeit keinen Grund gibt, den geldpolitischen Kurs der USA zu ändern. Diese neutral ausgerichtete politische Aussage hat einige Marktteilnehmer von der Sorge befreit, dass eine unkontrollierte Inflation die Fed zu einer unerwarteten Zinserhöhung veranlassen könnte, und bietet somit eine solide Unterstützung für den vorübergehenden Boden des Edelmetallmarktes.
Edelmetallsektor insgesamt mit moderater Erholung im Zuge des makroökonomischen Umfelds
Angetrieben durch den Anstieg der Goldpreise zeigt der globale Edelmetallmarkt insgesamt eine moderate Erholung. Der Spotpreis für Silber (XAGUSD) stieg um 0,6 % auf 73,13 USD pro Unze; Platin (PL) verzeichnete einen Anstieg von 0,9 % und notierte bei 1.875,70 USD pro Unze; Palladium (XPDUSD) stieg ebenfalls moderat um 0,3 % auf 1.306 USD pro Unze. Insgesamt hat sich die bullische Stimmung auf dem Rohstoffmarkt nach der Wiederherstellung des US-Dollar-Vorteils leicht gelöst. Sollten sich die globalen makroökonomischen Daten oder die Erwartungen einer Zinssenkung der Zentralbanken in Zukunft substanziell ändern, wird die Vermögensbewertung des gesamten Edelmetallsektors eine stärker richtungsweisende Anpassung erfahren.