- Der November-Sojabohnen-Futures-Kontrakt an der Chicagoer Börse (CBOT) fiel um 13 Cent und schloss bei 11,7925 US-Dollar pro Scheffel, wobei die tägliche Schwankungsbreite zwischen 11 und 14 Cent lag.
- Die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen im Hauptanbaugebiet des Mittleren Westens der USA wurde erhöht, was zu einer Neubewertung des Risikopreises für Dürrestress führte und kurzfristigen Verkaufsdruck freisetzte.
- Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigte den Export von 132.000 Tonnen Sojabohnen nach China, während der argentinische Verband der Getreideexporteure und -verarbeiter (CIARA-CEC) bestätigte, dass ein Arbeitsstreik den Schiffsverkehr zum Erliegen brachte, was einen Abwärtspuffer bot.
Niederschlagsprognosen treiben Verkaufsdruck auf die Märkte
Am Dienstag passten Händler aktiv ihre Positionen an, wobei der Hauptauslöser die Anzeichen einer Verbesserung der Niederschlagsmodelle im Hauptanbaugebiet für Sojabohnen im Mittleren Westen der USA war. Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass die Niederschläge in den kommenden Tagen während der kritischen Wachstumsphase die zuvor bestehenden Sorgen über Hitze und Dürre wirksam lindern werden. Der schnelle Rückgang der Wetterrisikoprämie belastete den November-Hauptkontrakt, und alle Kontrakte verzeichneten eine Wertkorrektur zwischen 11 und 14 Cent.
Stabilisierung der Erntequalität und Anstieg der Exportnachfrage
Aus fundamentaler Sicht blieb die am Montag veröffentlichte Bewertung der Qualität der US-Sojabohnenernte im Vergleich zur Vorwoche stabil und setzte den Abwärtstrend der Vorwoche nicht fort. Dennoch liegt der aktuelle absolute Wert der Qualität auf dem niedrigsten Niveau der letzten drei Jahre, was die irreversiblen physiologischen Schäden durch die frühere Dürre unterstreicht. Gleichzeitig bestätigte das tägliche Berichtssystem des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 132.000 Tonnen Sojabohnen durch private Exporteure nach China, was auf eine anhaltend robuste Nachfrage im unteren Preisbereich hinweist.
Argentinischer Seestreik verschärft südamerikanische Angebotsstörungen
Auf der Angebotsseite in Südamerika erklärte der argentinische Verband der Getreideexporteure und -verarbeiter, dass ein Streik der Seearbeiter dazu geführt hat, dass viele Getreideschiffe die wichtigsten Getreidehäfen nicht normal anfahren können. Als einer der weltweit führenden Exporteure von Sojamehl und Sojaöl könnte eine anhaltende logistische Lähmung in Argentinien einige internationale Käufer dazu zwingen, auf nordamerikanische Lieferungen umzusteigen, was den durch das Wetter verursachten Abwärtsdruck teilweise ausgleicht.