- Die neueste quantitative Forschung der Deutschen Bank zeigt, dass die explosive Wachstumsphase der Goldpreise, die im August 2024 begann, weiterhin anhält. Laut statistischen Tests historischer Daten seit 1975 ist ein solches extremes Preisverhalten nur fünfmal aufgetreten.
- Bewertungsmodelle aus verschiedenen theoretischen Dimensionen zeigen eine signifikante Divergenz im fairen Wert von Gold. Das auf dem angepassten relativen Preisverhältnis von Rohstoffen basierende Modell berechnet ein Abwärtsziel von etwa 2600 US-Dollar pro Unze.
- Nach Berücksichtigung von Variablen wie der Goldnachfrage der Zentralbanken und der Konvexität der Realzinsen hält die Bank an ihrer Prognose eines durchschnittlichen Goldpreises von 4600 US-Dollar pro Unze im vierten Quartal fest und erwartet, dass die Obergrenze des fairen Wertbereichs bis Ende des Jahres 4700 US-Dollar pro Unze erreichen könnte.
Statistische Tests bestätigen Fortsetzung der explosiven Wachstumsphase
Die Deutsche Bank (DB:US/DBK:DE) weist in ihrer Analyse auf Basis des BIS-Messmodells darauf hin, dass der statistische Wert des Goldmarktes im BSADF-Test zwar von einem Höchststand von 3,3 auf 1,3 gesunken ist, aber immer noch deutlich über dem 95%-Kritischen Schwellenwert liegt. Dieses Phänomen bestätigt, dass der im August 2024 begonnene Preisdurchbruch sich weiterhin in einem historisch seltenen nichtlinearen Expansionszyklus befindet. Aus der Perspektive der Kapitalflüsse und des Marktwettbewerbs zeigt sich, dass Hochfrequenzhandelskapital an entscheidenden Durchbruchspunkten eine starke Kaufdynamik entwickelt hat, was zu einer kurzfristigen Preisabweichung vom traditionellen Durchschnitt führt.
Relatives Preisverhältnis-Modell weist auf mittelfristiges Rückschlagrisiko hin
Im traditionellen Bewertungsrahmen, der auf dem Benchmark-Verhältnis von Rohstoffen basiert, hat das Forschungsteam die relativen Preisverhältnisse von Gold und Rohstoffen insgesamt anhand der langfristigen Wachstumsrate indexiert, wobei Daten aus dem Jahr 1986 als Ankerpunkt dienen. Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass der aktuelle Marktpreis von Gold eine gewisse Prämie aufweist, mit einem impliziten Abwärtsziel von etwa 2600 US-Dollar pro Unze. Dies spiegelt die Bewertungsspannung zwischen der realen industriellen Nachfrage und der Investitionssicherheitsnachfrage wider. Sollte die allgemeine Rohstoffinflation nachlassen, könnte der Goldpreis einem Bewertungsrisiko ausgesetzt sein.
Zyklusregressionsmodell zeigt, dass Unterstützung nach unten bereits etabliert ist
Die Zyklusregressionsanalyse unter Verwendung des BSADF-Statistikwerts zeigt, dass sowohl die Aufwärtsverlängerung als auch die Abwärtskorrektur des aktuellen Goldpreises relativ moderat ausfallen. Das Modell zeigt, dass der Goldmarkt bei etwa 3900 US-Dollar pro Unze eine vorläufige Unterstützung aufgebaut hat und nicht weiter auf das theoretische Tief von 3700 US-Dollar gefallen ist, das das Regressionsmodell andeutet. Dies deutet darauf hin, dass die Verteidigungslinien der Käufer im Markt vorverlegt wurden und institutionelle Investoren während der Bewertungsanpassung eine starke Bereitschaft zeigen, bei Rückgängen zu kaufen, was die Wahrscheinlichkeit eines tiefen Ausverkaufs verringert.
Offizielle Goldkäufe und Konvexität der Realzinsen stützen hohe Bewertungen
Nach Ausschluss von Faktoren wie dem übermäßigen Bedarf an offiziellen Zentralbankreserven und der Konvexität der Realzinsen hat sich der Goldpreis weitgehend an den fundamentalen fairen Wert angenähert. Die Deutsche Bank hält an ihrer Prognose eines durchschnittlichen Goldpreises von 4600 US-Dollar im vierten Quartal 2026 fest und weist darauf hin, dass der faire Wert bis Ende des Jahres auf 4700 US-Dollar pro Unze ansteigen wird. Dies zeigt, dass der Trend zur Entdollarisierung der Zentralbank-Asset-Allokation und das Endrisiko des makroökonomischen Zinsverlaufs dem Gold eine langfristige Bewertungsprämie über das historische Normalmaß hinaus bieten.