- Die Waffenstillstandsverhandlungen im Nahen Osten senden positive Signale aus, die die Rohölpreise von ihren Höchstständen zurückfallen lassen. Sowohl der internationale Brent-Ölpreis als auch die US-Öl-Futures drehten ins Minus, was die Sorgen des Marktes über einen inflationsbedingten Anstieg der Energiekosten milderte.
- Die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen steht im Wettstreit mit den Erwartungen hoher Zinssätze. Sowohl der Spotpreis für Gold als auch die Gold-Futures stiegen synchron an, während der Markt ein Gleichgewicht zwischen den Risiken der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und dem geldpolitischen Kurs der US-Notenbank sucht.
- Vertreter der US-Notenbank senden weiterhin falkenhafte Signale aus. Der Präsident der New Yorker Fed, Williams, bekräftigte, dass bei anhaltender Inflationsstabilität die Option auf Zinserhöhungen bestehen bleibt. Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten.
Erwartungen einer Entspannung der geopolitischen Lage drücken die Ölpreise
Mit der Bekanntgabe von Fortschritten in den Verhandlungen über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus durch die USA und Katar sank das Risikoaufschlag im Ölmarkt schnell. Die Brent-Öl-Futures fielen um 1,8 % auf 82,23 USD pro Barrel, während die WTI-Öl-Futures um 2,6 % auf 78,24 USD pro Barrel sanken. Die zuvor aufgrund von Versorgungsunterbrechungen angesammelten Short-Positionen wurden teilweise aufgelöst, was zeigt, dass die extreme Preisbewertung der Versorgungskrise durch Kapitalanpassungen korrigiert wird. Die Stabilisierung und der Rückgang der Ölpreise verringerten die Auswirkungen auf die kurzfristigen Inflationserwartungen.
Wettstreit zwischen Risikoprämie und Kosten zinsloser Anlagen
Der Spotpreis für Gold stieg um 0,6 % auf 4080,63 USD pro Unze, während die Gold-Futures um 1,2 % auf 4138,00 USD anstiegen. Trotz des hohen Zinsumfelds, das die Haltekosten zinsloser Anlagen erhöht, bleibt das tatsächliche Verkehrsaufkommen durch die Straße von Hormus gering, und die militärische Konfrontation in der Region unterstützt die grundlegende Risikomanagementfunktion von Gold. Händler halten an einer Strategie der Seitwärtsbewegung im Bereich von 4000 bis 4100 USD fest, während der Markt die Auswirkungen der marginalen Inflationsabkühlung und der Kapitalzuflüsse in sichere Häfen auf die Bewertung von Edelmetallen neu bewertet.
Konvergenz auf dem Devisenmarkt und Abwarten auf Makrodaten
Der US-Dollar-Index stabilisierte sich, nachdem er am Vortag durch Käufe zur Intervention des Yen unter Druck geraten war. Die Konvergenz der Wechselkursvolatilität milderte vorübergehend den Druck auf Nicht-US-Währungen, die in Gold bewertet werden. Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des ADP-Berichts über die Beschäftigung im privaten Sektor und der Arbeitsmarktdaten herrscht eine starke Zurückhaltung bei grenzüberschreitenden Kapitalbewegungen. Der Markt versucht, durch das Tempo der Abkühlung des Arbeitsmarktes den Endpunkt der Zinspolitik der US-Notenbank zu bestimmen, während die Liquidität auf dem Devisenmarkt vor der Veröffentlichung wichtiger Daten in einem engen Gleichgewicht bleibt.
Falkenhafte Äußerungen verstärken die Erwartung hoher Zinssätze
Der Präsident der New Yorker Fed, Williams, und andere Beamte hielten kürzlich falkenhafte Reden und betonten, dass bei Anzeichen eines Inflationsanstiegs weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen sind. Diese politische Ausrichtung festigt die Markterwartungen, dass die US-Notenbank ein hohes Zinsumfeld beibehalten wird. Makroökonomische Kapitalanpassungen führen zu einer Neubewertung der Vermögenspreise, wobei das Gewicht auf die Dauer des Zinsgipfels gelegt wird, was die Risikobereitschaft in Richtung defensiver Sektoren verschiebt. Steigende Anleiherenditen üben weiterhin Druck auf hoch bewertete Risikoanlagen aus.