
Am Donnerstag (29. Januar) zeigte der Kryptomarkt eine deutliche „Enthebelungs“-Tendenz: Der Bitcoin-Preis fiel zum ersten Mal seit zwei Monaten unter 8,5 Millionen Dollar, mit einem Intraday-Rückgang von rund 6,8 % und erreichte einmalig ein Tief von etwa 83.240 Dollar, ein neues Tief seit Ende November; Ethereum, Dogecoin, Cardano und Solana verzeichneten ebenfalls stärkere Rückgänge, und die Marktsentiment wurde schnell vorsichtig.
Preisrückgang: Von Bitcoin auf Mainstream-Token verbreitet
Diese Korrektur war kein „Einzelereignis“. Während Bitcoin schwächer wurde, fielen auch die führenden Altcoins gleichzeitig, was darauf hinweist, dass sich die Gelder bei abnehmender Risikobereitschaft tendenziell ganz aus volatilen Vermögenswerten zurückziehen, anstatt sich nur zwischen den Kryptowährungen zu bewegen.
Hebelabbau: Liquidationen über 10 Milliarden Dollar innerhalb von 24 Stunden, Long-Positionen als Hauptursache
Besonders bemerkenswert ist die Hebelstruktur hinter der Volatilität. Daten zeigen, dass das Liquidationsvolumen auf dem Kryptomarkt in den letzten 24 Stunden über 10 Milliarden Dollar betrug, wobei etwa 9,23 Milliarden Dollar an Long-Positionen zwangsliquidiert wurden, während Shorts etwa 1,2 Milliarden Dollar ausmachten – das bedeutet, dass der Hauptdruck von einem „Long Squeeze“ und nicht von Short-Abdeckungen kam.
Derivat-Signale: Defensive Haltung nimmt zu, es gibt keine starke Wette auf eine Richtung
Mehrere institutionelle Handelsabteilungen äußerten sich fast gleichlautend: Die Derivat-Positionen wirken eher „risikomindernd“ als „riskanter“. Ein Vertreter von Wintermute erwähnte, dass der Markt immer noch in einer defensiven Haltung sei; Gleichzeitig verbleiben die offenen Kontrakte der CME-Bitcoin-Futures nahe am Jahrestief, und die Finanzierungsraten für unbefristete Kontrakte nähern sich einem neutralen Bereich, was auf ein begrenztes Vertrauen spekulativer Gelder in eine Richtung hinweist.
Betroffene Aktien unter Druck: Börsen und Mining-Unternehmen schwächen sich ebenfalls
Der Rückzug von Kryptoassets überträgt sich auch auf den US-Aktienmarkt, insbesondere auf „Krypto-Konzepte“: Coinbase, MARA und andere verzeichneten Rückgänge von etwa 5 %, wobei der Rückgang bei Strategy (ehemals MicroStrategy) noch deutlicher war. Der Markt preist erneut die Kette „Krypto-Preis - Sentiment - Hebel - Aktien-Beta“ ein.
Makro-Hinweise: Umkehr von Yen-Carry-Trades als eine Quelle für Liquiditätsdruck gesehen
Einige Strategen lenken den Blick auf makroökonomische „Liquiditätsvariablen“. Matt Maley von Miller Tabak weist darauf hin, dass die Konzentration auf Yen-Carry-Trades (mit billigem Yen für höher rentierende Anlagen handeln) bei Liquidation oft mit einer globalen Liquiditätsverknappung einhergeht; und dass Bitcoin und andere Kryptoassets empfindlicher auf Liquiditätsänderungen reagieren – „bei reichlich Liquidität steigen sie, bei knapper Liquidität fallen sie“, was sich in Zeiten hoher Volatilität deutlicher bemerkbar macht.
Weiteres im Auge behalten: 8-Millionen-Dollar-Unterstützung und ob die Enthebelung nachlässt
Inmitten einer Kombination aus schwächerer Risikobereitschaft, beschleunigter Liquidation und strafferen Liquiditätserwartungen richtet sich der kurzfristige Fokus des Marktes auf die Frage, ob die Marke von 8 Millionen Dollar eine wirksame Unterstützung darstellen kann und ob die Liquidationsintensität deutlich abnimmt. Sollte die Enthebelung weiter um sich greifen, könnte die Volatilität weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben.
