Am Freitag, dem 30. Oktober, laufen Bitcoin-Optionen mit einem Nominalwert von rund 11 Milliarden Dollar aus. Das entspricht etwa einem Drittel des offenen Interesses an Bitcoin-Optionen auf Deribit. Da Bitcoin unter Druck steht und nahe 80.000 Dollar gehandelt wird, achten Marktteilnehmer auf Positionsanpassungen und mögliche Veränderungen der kurzfristigen Volatilität. Auch die bevorstehenden US-Zwischenwahlen sorgen für zusätzliche Unsicherheit an den Kryptomärkten.
Deribit: Ein Drittel des offenen Interesses läuft aus
Die auslaufenden Kontrakte haben einen Nominalwert von rund 11 Milliarden Dollar. Damit konzentriert sich ein erheblicher Teil der Bitcoin-Optionen auf einen einzigen Verfallstermin. Optionen geben ihren Inhabern das Recht, Bitcoin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, verpflichten sie aber nicht dazu. Für den Wert der Kontrakte und den Umgang mit den Positionen zum Laufzeitende ist entscheidend, wie der Bitcoin-Kurs im Verhältnis zum jeweiligen Ausübungspreis steht.
Die Kontrakte machen etwa ein Drittel des gesamten offenen Interesses an Bitcoin-Optionen auf Deribit aus. Deshalb rücken Anpassungen von Positionen und die Handelsaktivität rund um den Verfall in den Fokus. Der Nominalwert allein lässt jedoch weder auf die Richtung der nächsten Kursbewegung noch auf deren mögliche Stärke schließen.
Bitcoin hält sich nahe 80.000 Dollar
Bitcoin fiel am Montag unter die Marke von 80.000 Dollar und bewegte sich im Wochenverlauf weiter um dieses Niveau. Im asiatischen Handel am Donnerstag in Singapur wurde die Kryptowährung mit rund 81.100 Dollar gehandelt. Der jüngste Rückgang lenkt zusätzliche Aufmerksamkeit auf den Optionsverfall: Marktteilnehmer beobachten, ob Bitcoin sich in der Nähe von 80.000 Dollar behaupten kann und ob die hohe Zahl auslaufender Kontrakte kurzfristige Schwankungen verstärkt.
Optionsverfälle können Händler dazu veranlassen, Positionen anzupassen oder zu schließen. Die Kursentwicklung hängt jedoch auch von tatsächlichen Käufen und Verkäufen sowie weiteren Markteinflüssen ab. Eine Aufschlüsselung des offenen Interesses nach Ausübungspreisen liegt hier nicht vor. Daher lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht ableiten, bei welchen Kursniveaus besonders viel Aktivität zu erwarten ist.
US-Zwischenwahlen als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor
Der Verfall findet nur wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen statt. Politische Ereignisse können die Erwartungen der Anleger an risikoreiche Anlagen beeinflussen. Veränderungen der Marktstimmung rund um die Abstimmung sind daher ein weiterer Faktor, den Kryptohändler im Blick behalten, während Bitcoin unter Druck steht.
Kurzfristig stehen damit zwei Termine im Mittelpunkt: der Optionsverfall am 30. Oktober und die bevorstehenden US-Zwischenwahlen. Positionsanpassungen im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Kontrakte sind dabei von möglichen Stimmungsänderungen wegen makroökonomischer Ereignisse zu unterscheiden. Im Singapurer Handel am Donnerstag lag der Bitcoin-Kurs bei rund 81.100 Dollar; zugleich standen Optionen im Nominalwert von etwa 11 Milliarden Dollar vor dem Verfall.