Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Montag starke Verluste, während die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit etwa acht Monaten stiegen, da Investoren nach der Eskalation der Lage im Nahen Osten schnell zu defensiven Anlagen wechselten. Einem Reuters-Bericht zufolge drohte Iran, im Falle amerikanischer Angriffe auf seine Strominfrastruktur die Energie- und Wasserversorgung seiner Golfnachbarn anzugreifen; Trump forderte Iran auf, die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden wieder zu öffnen. Diese Aussagen führten dazu, dass die Märkte davon ausgingen, dass sich der Konflikt kurzfristig kaum entspannen würde, und globale Vermögenswerte wurden unter Berücksichtigung höherer Ölpreise und stärkerem Inflationsdruck neu bewertet.
Der gleichzeitige Rückgang der Aktienmärkte und der Anstieg der Renditen verdeutlichen das typische Stagflationsszenario, in dem das Wachstum unter Druck gerät und die Inflation ansteigt. Laut Reuters sank der Nikkei-Index am Montag um etwa 3,9 %, der südkoreanische Aktienmarkt um etwa 4,5 % und der MSCI Asia Pacific ex Japan Index um etwa 1,2 %; gleichzeitig stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf etwa 4,41 % und erreichte damit ein Achtmonatshoch.
Der Ölpreis bleibt der Haupttreiber der aktuellen Marktschwankungen. Laut Reuters notiert Brent-Rohöl zuletzt zwischen 111,90 und 112,11 US-Dollar pro Barrel, während US-Rohöl zwischen 98,17 und 98,35 US-Dollar schwankt; Brent-Öl verzeichnete im März bisher einen Zuwachs von etwa 55 %, während der Markt weiterhin die Auswirkungen von Störungen im Schiffsverkehr der Straße von Hormus und Schäden an den Energieanlagen der Golfregion bewertet.
Vor diesem Hintergrund hat der Zinsmarkt die frühere Erzählung der „globalen kontinuierlichen Lockerung“ deutlich aufgegeben. Reuters merkt an, dass Händler nun auf ein länger anhaltendes Hochzinsumfeld in den wichtigsten entwickelten Volkswirtschaften setzen und sogar beginnen, Szenarien einer partiellen Zinserhöhung in Betracht zu ziehen. Für Aktien bedeutet dies dreifachen Druck durch höhere Finanzierungskosten, gedrückte Gewinnspannen und steigende Bewertungsabzinsungssätze. Diese Prognose basiert auf einer analytischen Bewertung der aktuellen Marktbewertungen.