Kleinanleger haben zuletzt deutlich mehr Bitcoin zu Binance transferiert, während die Einzahlungen großer Halter zurückgingen. Über die 30 Tage bis Oktober 2026 summierten sich die Einzahlungen kleiner Anleger auf 10,75 Milliarden US-Dollar – ein Sechsmonatshoch. Bei großen Haltern waren es rund 3,8 Milliarden US-Dollar. Die gegenläufige Entwicklung deutet auf unterschiedliche Reaktionen auf die jüngste Markterholung hin. Einzahlungen auf eine Börse belegen jedoch nicht, dass Bitcoin anschließend verkauft wurde.
Einzahlungen kleiner Anleger fast doppelt so hoch wie im April
Laut CryptoQuant stiegen die Bitcoin-Einzahlungen kleiner Anleger von 5,5 Milliarden US-Dollar im April auf zuletzt 10,75 Milliarden US-Dollar. Damit waren sie fast doppelt so hoch wie damals. Gemessen am selben Zeitraum übertrafen sie die Einzahlungen großer Halter um 6,95 Milliarden US-Dollar und erreichten etwa das 2,8-Fache.
Die 30-Tage-Summe fasst die Einzahlungen des vorangegangenen Monats zusammen und glättet damit einen Teil der Schwankungen bei den täglichen Zu- und Abflüssen. Der jüngste Anstieg könnte darauf hindeuten, dass einige kleinere Anleger während der Erholung Bitcoin an Börsen transferierten, um zu höheren Kursen zu verkaufen. Das ist jedoch eine Interpretation der On-Chain-Daten und kein Nachweis tatsächlicher Verkäufe. Transfers auf Börsen können auch anderen Zwecken dienen.
Einzahlungen großer Halter seit August um 36 Prozent gesunken
Bei großen Haltern sank der Wert der auf Binance eingezahlten Bitcoin seit Ende August um 36 Prozent – von 5,9 Milliarden auf 3,8 Milliarden US-Dollar. Das spricht für ein langsameres Tempo bei den Börsentransfers. Das verbleibende Volumen ist dennoch beträchtlich. Die Daten zeigen niedrigere Einzahlungen, nicht aber, dass große Halter keine Bitcoin mehr übertragen oder eindeutig in eine Akkumulationsphase gewechselt haben.
Erfasst wird der Zufluss von Bitcoin auf Börsen, nicht die spätere Verwendung durch die Kontoinhaber. Einzahlungen können die potenziell zum Verkauf verfügbare Menge erhöhen, sagen aber weder aus, ob tatsächlich verkauft wird, noch wann oder zu welchem Preis. Feststellbar ist bislang: Die 30-Tage-Einzahlungen kleiner Anleger erreichten ein Sechsmonatshoch, während die der großen Halter unter den Stand vom August fielen. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, zeigen die künftigen Zuflüsse.