- Der australische Bergbauaktienindex (AXMM) fiel im heutigen Handel zeitweise um 2,8 Prozentpunkte und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 5. Mai 2026. Sollte sich dieser Trend bis zum Handelsschluss nicht umkehren, wird der Index den fünften Handelstag in Folge unter Druck stehen.
- Der Hauptgrund für den Druck auf den Sektor liegt in der Schwäche des Basismetallmarktes, da die Nachfrage nach Baustahl und Eisenerz in China, dem Hauptverbraucher, hinter den Erwartungen zurückbleibt und die hohen Überseelieferungen den Eisenerz-Futures weiter belasten.
- Zudem hat die erneute Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten die internationalen Rohölpreise in die Höhe getrieben, was die Sorgen über ein verlangsamtes globales Wirtschaftswachstum verstärkt hat. Dies führte zu einem gleichzeitigen Rückgang der Preise für Rohstoffe wie Kupfer an der Londoner Metallbörse (LME), was die Bewertung der Bergbaukonzerne weiter schwächte.
Breiter Rückgang der Basismetallpreise belastet den Index
Die Bergbauaktien an der australischen Börse erlebten heute einen massiven Ausverkauf, wobei der australische Bergbauaktienindex (AXMM) im Tagesverlauf um 2,8 Prozentpunkte fiel. Diese Entwicklung markiert ein neues Tief seit dem 5. Mai 2026. Sollte der Abwärtstrend bis zum Handelsschluss anhalten, wird der Subindex den fünften Handelstag in Folge einen asymmetrischen Rückgang verzeichnen. Marktanalysten weisen darauf hin, dass die starke Korrektur im Bergbausektor hauptsächlich durch die allgemeine Schwäche des globalen Metallmarktes und die schwache Nachfrage des größten Verbrauchers nach industriellen Rohstoffen verursacht wird.
Kerngewichtete Aktien unter Druck
Bei den Einzelaktien führten die in Australien notierten Unternehmen Alcoa (AA) und Ora Banda Mining (OBM) heute die Verluste an, wobei die Aktienkurse im Tagesverlauf um 8,2 % bzw. 7,3 % fielen. Gleichzeitig blieben auch die für den Index bedeutenden Kerngewichtungsaktien nicht verschont. Die Aktien der drei großen Eisenerzkonzerne Rio Tinto (RIO), Fortescue Metals (FMG) und BHP verzeichneten durchweg Rückgänge zwischen 1 % und 2 %. Der kollektive Rückgang der gewichteten Aktien verstärkte den Kapitalabflussdruck auf den gesamten Rohstoffsektor. Trotz der heutigen starken Korrektur hat der Index seit Jahresbeginn immer noch einen kumulierten Anstieg von 11,5 % verzeichnet, was auf eine gewisse langfristige Bewertungsresilienz hinweist.
Verflechtung von Angebots-Nachfrage-Grundlagen und makroökonomischer Unsicherheit
Aus Sicht der Angebots- und Nachfragegrundlagen für Rohstoffe hat die jüngste Entwicklung der Eisenerz-Futures die Gewinnerwartungen der australischen Bergbauunternehmen direkt eingeschränkt. Aufgrund der verlangsamten Erholung der Nachfrage nach raffiniertem Stahl und Rohstahl in China ist die Bereitschaft der Endstahlwerke zur Lagerauffüllung relativ gering. Gleichzeitig steigen die Eisenerzlieferungen und Hafenbestände der großen Überseeminen weiter an, was zu einem Missverhältnis von Angebot und Nachfrage führt und die Spot- und Futures-Preise für Eisenerz unter Druck setzt. Sollte es in den kommenden Wochen nicht zu einer unerwarteten Erholung der Bau- und Infrastrukturinvestitionen in China kommen, werden die Eisenerzpreise und die Aktienbewertungen der entsprechenden Bergbauunternehmen wahrscheinlich weiterhin um das aktuelle niedrige Niveau schwanken.
Sorgen um globales Wirtschaftswachstum dämpfen die Rohstoffnachfrage
Neben den fundamentalen Faktoren des Eisenerzes üben auch die marginalen Veränderungen der internationalen makroökonomischen Lage externen Druck auf den Rohstoffmarkt aus. Die jüngste Eskalation der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten hat die Risikoprämien für internationales Rohöl direkt in die Höhe getrieben, was die Finanzmärkte in Sorge über eine Wiederbelebung der Inflation und die Beibehaltung hoher Zinssätze durch die wichtigsten Zentralbanken versetzt hat. Vor dem Hintergrund des Stagflationsrisikos für das globale Wirtschaftswachstum haben auch die Preise für Industriemetalle wie Kupfer, die stark von der makroökonomischen Entwicklung abhängen, deutlich nachgegeben. Der Rückgang der Kupferpreise hat die Marktstimmung für rohstoffbezogene Vermögenswerte weiter belastet, wodurch der australische Bergbausektor unter dem Einfluss mehrerer negativer Faktoren in eine tiefere Korrekturzone geraten ist.