- Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) führt derzeit die Ausarbeitung eines Verbots für den Import von teilweise im Ausland hergestellten Stromwechselrichtern an, um potenzielle Netzwerksicherheitslücken im Stromnetz zu verhindern und den sicheren Betrieb kritischer Stromausrüstung zu gewährleisten.
- Diese Maßnahme spiegelt die im Mai dieses Jahres von der EU eingeführte restriktive Politik wider und deutet darauf hin, dass die beiden wichtigsten Märkte für erneuerbare Energien, die USA und die EU, in Bezug auf die Regulierung der Lieferkette für saubere Energieinfrastruktur eine einheitlichere Haltung einnehmen.
- Wichtige globale Wechselrichterlieferanten wie Sungrow (300274:SZ) und Huawei sehen sich in Nordamerika mit einem Risiko der Neubewertung ihrer Marktzugangsprognosen konfrontiert, und der entsprechende Entwurf könnte frühestens Ende dieses Jahres offiziell bekannt gegeben werden.
Synchronisierte Entwicklung transatlantischer Regulierungsstandards
Informierte Kreise zitieren offengelegte Materialien, die darauf hinweisen, dass die kürzlich von der Trump-Regierung erneut vorangetriebenen Importbeschränkungen für Wechselrichter weitgehend durch die politischen Entwicklungen in der EU katalysiert wurden. Die Europäische Kommission hat im Mai dieses Jahres eine Resolution verabschiedet, die die Verwendung bestimmter im Ausland hergestellter Wechselrichterprodukte in durch öffentliche Mittel geförderten Energieprojekten verbietet. Die von der Federal Communications Commission geleitete Gesetzesausarbeitung der USA zielt darauf ab, mit den europäischen Verbündeten eine kohärentere Haltung zu Sicherheitsstandards für den Zugang zu kritischer Infrastruktur einzunehmen. Obwohl das entsprechende Gesetz derzeit noch im Entwurfsstadium ist und die spezifischen Bestimmungen noch angepasst oder letztlich verworfen werden könnten, hat die Prüfung der Konformität der Hardware-Lieferkette für erneuerbare Energien auf beiden Seiten des Atlantiks bereits erheblich zugenommen.
Sicherheitsüberprüfungsmechanismus für kritische Strominfrastruktur
Wechselrichter sind als zentrale elektrische Komponenten von Solarsystemen und Energiespeichereinrichtungen dafür verantwortlich, den von Photovoltaikmodulen erzeugten Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom umzuwandeln und direkt an der Steuerung und Verbindung des Stromnetzes teilzunehmen. Mit der raschen Verbreitung von dezentralen Energien und zentralen Photovoltaikkraftwerken weltweit nimmt der Grad der Digitalisierung und Intelligenz von Wechselrichtern stetig zu, was sie zunehmend zu einem kritischen Netzwerkknotenpunkt im Hinblick auf die nationale Sicherheit macht. Sicherheits- und Compliance-Experten haben zuvor darauf hingewiesen, dass bei der Demontage von im Ausland hergestellten Photovoltaik-Wechselrichtern Kommunikationsgeräte entdeckt wurden, die nicht in den technischen Produktunterlagen aufgeführt waren. Diese Entdeckung hat bei westlichen Sicherheitsbehörden systematische Bedenken hinsichtlich der Fernsteuerung und der allgemeinen Cybersicherheitsrisiken des Stromnetzes ausgelöst und führte zu einer speziellen Überprüfung von im Ausland hergestellter Hardware.
Potenzielle Umstrukturierungsdruck in der Lieferkette für saubere Energien
Aus der politischen Ausrichtung der gemeinsamen Beschränkungen von USA und EU ergibt sich, dass die globale Lieferkette für Photovoltaik- und Energiespeicherkomponenten einem neuen Druck durch steigende Compliance-Kosten ausgesetzt ist. In den vergangenen Jahren haben ausländische Unternehmen dank erheblicher Skaleneffekte und Preisvorteile einen hohen Marktanteil im Photovoltaik-Wechselrichtermarkt in den USA und der EU erlangt. Sollte das von der Federal Communications Commission vorangetriebene Verbot letztlich umgesetzt werden, wird die bestehende Marktzugangsqualifikation der betroffenen Unternehmen in Nordamerika einer systematischen Neubewertung unterzogen. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass, obwohl die Federal Communications Commission zuvor betont hat, dass die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auf einem neutralen Prinzip basieren und nicht gezielt gegen ein bestimmtes Land gerichtet sind, in einem Umfeld erhöhter geopolitischer Barrieren die geografische Diversifizierung der Lieferkette bei der Beschaffung von Komponenten durch Entwickler erneuerbarer Energien deutlich über die reine Kostenbetrachtung hinausgehen wird.