Ölpreise ziehen nach Freigabe iranischer Gelder durch die VAE leicht zurück
Die Ölpreise gaben am Donnerstag leicht nach, nachdem bekannt wurde, dass die Vereinigten Arabischen Emirate Berichten zufolge iranische, bei ihnen eingefrorene Vermögenswerte in Form von Gold im Wert von circa 212 Millionen US-Dollar freigegeben und zwischen dem 11. und 12. August transferiert haben. Sollte sich dies bestätigen, wäre es die dritte Freigabe iranischer Vermögenswerte durch die VAE in diesem Jahr. Offizielle Bestätigungen stehen noch aus, dennoch sorgt diese Entwicklung für Verunsicherung am Ölmarkt, der aufgrund geopolitischer Spannungen und erhöhter Versorgungssensibilität empfindlich auf solche Nachrichten reagiert. Einige Marktteilnehmer passen daraufhin ihre Positionierungen an.
Hoher japanischer Produzentenpreisindex stärkt Erwartung auf Leitzinsanhebung der BoJ
Der japanische Produzentenpreisindex (PPI) stieg im Juli im Jahresvergleich um 7,2 % und lag damit knapp unter den Erwartungen von 7,4 %. Die importpreisbedingte Inflation bleibt jedoch hoch, insbesondere da die Importpreise im Yen-Verhältnis im Monatsvergleich um 29,1 % anzogen. Dieses anhaltende preisliche Druckumfeld befeuert die Spekulationen, dass die Bank of Japan im September eine Zinsanhebung in Erwägung zieht. Ein stabil hoher PPI unterstreicht den bestehenden Inflationsdruck, weshalb Investoren die geldpolitischen Signale der BoJ genau beobachten.
US-Dollar steigt leicht, Australischer Dollar und Neuseeland-Dollar geben nach
Der US-Dollar-Index zeigt eine moderate Aufwärtsbewegung. Demgegenüber stehen der Australische Dollar und Neuseeland-Dollar unter Druck, beeinflusst von Äußerungen führender Zentralbankvertreter. Der stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of Australia, Christopher Kent, deutete zwar potenzielle weitere Zinsschritte an, wies jedoch auf die bereits erreichten geldpolitischen Maßnahmen und eine nahe Neutralzone des Leitzinses hin. Zudem betrachtet er den Immobilienmarkt als gedämpft und verweist auf eine durch künstliche Intelligenz und Aktienmarktbewertungen gestützte Nachfrage. Diese tendenziell vorsichtige Haltung wurde von den Märkten als leicht dovish bewertet.
Parallel senkte die Reserve Bank of Neuseeland im dritten Quartal ihre Inflationsprognosen für ein Jahr von 3,4 % auf 2,6 %, sowie für zwei Jahre von 2,5 % auf 2,3 %. Diese Abwärtskorrekturen haben die Zinsanhebungswahrscheinlichkeit für den 2. September abgeschwächt, was den Neuseeland-Dollar belastet.
Asiatische Aktienmärkte weiter im Aufwind, TOPIX auf Rekordhochs, süd-koreanischer KOSPI stark
Durch die Rally der US-Chipaktien beflügelt, erreichte der japanische TOPIX-Index historische Höchststände, während der Nikkei-225 um rund 1,6 % anzog. Der südkoreanische KOSPI legte beeindruckend um etwa 4 % zu, getragen von verstärkten Zukäufen großer Auslandsinvestoren insbesondere in Samsung Electronics und SK Hynix. Die verbesserte Stimmung in der Halbleiterbranche stärkt die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer und macht den Technologiebereich zum Leitsektor.
Unternehmensnachrichten: Apple verhandelt über bezahlte Inhalte für Siri, Ford verlagert Lincoln-Produktion
Apple führt Gespräche mit Verlagen über langfristige Lizenzvereinbarungen, um seine KI-basierte Sprachassistentin Siri mit aktuellen Nachrichten und Informationsdiensten zu versorgen. Ziel ist ein nutzungsabhängiges Vergütungsmodell, dessen Budget Berichten zufolge in den dreistelligen Millionenbereich gehen könnte. Dies reflektiert Apples anhaltende Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz.
Ford-CEO Jim Farley kündigte an, dass ab 2030 Teile der Lincoln-Modellproduktion aus China in die USA verlagert werden. Grund dafür sind die hohen Zollabgaben von 52,5 % auf in China gefertigte Lincoln Nautilus-Fahrzeuge. Zusätzlich soll erwähnt werden, dass mehr als 40 Unternehmen im S&P 500 bislang rund 9,6 Milliarden US-Dollar an Zollvergütungen erhalten haben. Einige davon, darunter FedEx und Costco, planen, Teile der Einsparungen in Form von Kostenvorteilen an ihre Kunden weiterzugeben.