- UBS Global Wealth Management hat in einem aktuellen Bericht darauf hingewiesen, dass das Volumen der Aktienemissionen in den USA bis 2026 in absoluten Dollarwerten ein historisches Hoch erreichen wird, womit die Flaute seit 2021 endet. Sowohl Börsengänge als auch Zweitemissionen zeigen eine starke Erholung.
- Prognosedaten zeigen, dass das Volumen der Börsengänge in den USA bis 2026 zwischen 200 und 350 Milliarden US-Dollar erreichen wird, während das Volumen der Zweitemissionen von bereits börsennotierten Unternehmen über 400 Milliarden US-Dollar liegen könnte. Beide Zahlen werden historische Höchststände erreichen.
- Trotz des signifikanten Anstiegs des Emissionsvolumens glaubt UBS, dass dies keinen Aufwärtsdruck auf den breiteren Aktienmarkt ausüben wird. Es wird erwartet, dass das Aktienrückkaufvolumen von Unternehmen in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar in den letzten 12 Monaten den Angebotsdruck effektiv ausgleichen wird.
Historische Angebotsflut erwartet
Laut einem am 17. Juni veröffentlichten ausführlichen Bericht von UBS Global Wealth Management erlebt der US-Kapitalmarkt nach einer langen Durststrecke bei der Kapitalbeschaffung eine beispiellose Welle von Aktienemissionen. Die Bank erwartet, dass das Volumen der Börsengänge in den USA bis 2026 auf 200 bis 350 Milliarden US-Dollar ansteigen wird, was direkt ein neues Allzeithoch darstellt. Gleichzeitig wird erwartet, dass das Volumen der Zweitemissionen von bereits börsennotierten Unternehmen die 400-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten wird. Dieses explosive Wachstum des Kapitalangebots ist hauptsächlich auf die Widerstandsfähigkeit der makroökonomischen Daten und den Vorbildcharakter der Technologiegiganten zurückzuführen. Zum Beispiel erreichte der im Juni veröffentlichte Geschäftsindex der Philadelphia Fed 10,3, was über den Markterwartungen von 10 liegt und dem Markt grundlegendes Vertrauen verleiht.
Konzentration auf die Börsengänge von Technologiegiganten
Der Hauptantrieb für den aktuellen Höhepunkt des Primärmarktangebots kommt von den Börsengängen der Super-Technologieunternehmen. SpaceX hat letzte Woche mit einem rekordverdächtigen Volumen den Auftakt zu dieser Emissionswelle gemacht, wobei die Marktbewertung bereits etwa 1,8 Billionen US-Dollar erreicht hat. Es folgen führende Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz wie Anthropic und OpenAI, die beide heimlich Anträge auf Börsengänge bei der US-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht haben und voraussichtlich später in diesem Jahr offiziell an die Kapitalmärkte gehen werden. Die konzentrierten Börsengänge dieser hoch bewerteten Unternehmen machen 2026 zu einem der geschäftigsten und bedeutendsten Kapitalbeschaffungszyklen der letzten Jahre.
Billionen-Rückkäufe als Puffer gegen Liquiditätsdruck
Obwohl das Gesamtvolumen der Aktienemissionen enorm ist, sind Marktanalysten allgemein der Meinung, dass der Einfluss auf die Gesamtliquidität des Sekundärmarktes relativ kontrollierbar ist. UBS-Strategen weisen darauf hin, dass das aktuelle Emissionsvolumen im Verhältnis zur Gesamtmarktkapitalisierung der börsennotierten Unternehmen in den USA von etwa 72 Billionen US-Dollar immer noch ungefähr dem langfristigen Durchschnitt entspricht und weit unter den Spitzenwerten der 1990er Jahre und der globalen Finanzkrise liegt. Wichtiger ist, dass US-Unternehmen in den letzten 12 Monaten Aktienrückkäufe in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar durchgeführt haben. UBS erwartet, dass das Gesamtvolumen der Aktienrückkäufe der Unternehmensabteilungen in diesem Jahr immer noch leicht über dem Emissionsvolumen liegen wird, was eine entscheidende Unterstützung für den breiten US-Aktienmarkt auf der Ebene von Angebot und Nachfrage bietet.
Verschiebung der Vermögensallokation hin zu hochwertigen Anlagen
In Bezug auf die globale makroökonomische Vermögensverknüpfung bleibt die Marktrisikobereitschaft insgesamt auf einem relativ hohen Niveau, da die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen leicht auf etwa 4,45 % gesunken ist und die Nasdaq-100-Futures einen Anstieg von über 1,5 % verzeichneten. UBS hat jedoch in ihrem Bericht eine vorausschauende Warnung auf Compliance-Ebene an die Investoren herausgegeben. Strategen betonen, dass mit dem Anstieg des Emissionsvolumens alle Marktteilnehmer die finanzielle und geschäftliche Qualität der neu gelisteten Unternehmen genau beobachten sollten. Sollte der Markt für Börsengänge in Zukunft von Emittenten niedriger Qualität dominiert werden, könnte das systemische Risiko des gesamten Aktienmarktes entsprechend steigen. Wenn die Kerninflation oder die makroökonomischen Zinssätze erneut bewertet werden, wird auch die Preislogik für neue Aktien einer Anpassung unterzogen.