- Am ersten Handelstag des neuen Quartals zeigen sich die globalen Aktien- und Anleihemärkte zurückhaltender. Die erneuten Schwierigkeiten in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran lassen geopolitische Risiken wieder aufleben, während der Anstieg der US-Anleiherenditen den Komfortbereich für Risikoanlagen einschränkt.
- Der Dollar bleibt dank der Zinserwartungen stark, während der Yen weiterhin ein Jahrzehnttief erreicht. Ob Japan eingreift, wird erneut zum Marktfokus.
- Nach einem starken Quartal an der Wall Street sind die Investoren nicht in Eile, weiter zu kaufen, sondern warten auf Arbeitsmarktdaten, Zentralbankäußerungen und die beginnende Berichtssaison, um die Richtung zu bestätigen.
Geopolitische Verhandlungen stocken und erhöhen die Vorsicht
Irans Weigerung, den US-Sondergesandten zu treffen, bedeutet, dass kurzfristig keine Durchbrüche in den Verhandlungen über die Straße von Hormus zu erwarten sind. Selbst wenn die Ölpreise nur leicht steigen, wird der Markt Transport- und Energierisiken neu bewerten, was die Risikobereitschaft dämpft.
Anstieg der US-Anleiherenditen stützt den Dollar
Der wahre Druck auf den Anleihemarkt kommt von den steigenden Zinserwartungen in den USA. Händler erhöhen ihre Wetten auf Zinserhöhungen vor den wichtigen Arbeitsmarktdaten, was den Dollar stark hält und Aktien, die auf ein niedriges Zinsumfeld angewiesen sind, einer strengeren Prüfung unterzieht.
Yen-Abwertung nähert sich der Interventionsschwelle
Der Yen erreicht ein neues Langzeittief, was nicht nur den Zinsunterschied zwischen den USA und Japan widerspiegelt, sondern auch die Toleranz der japanischen Behörden gegenüber Wechselkursschwankungen testet. Sobald der Markt eine mögliche Intervention vermutet, könnten die Schwankungen bei Devisen und Aktienindizes synchron verstärkt werden.
Berichtssaison wird die Fortsetzung der Risikobereitschaft bestimmen
Nach dem starken Anstieg an der Wall Street im letzten Quartal benötigt der Markt neue Gewinnnachweise, um die hohen Bewertungen von Technologiewerten zu stützen. Sollten die Ergebnisse von Banken und großen Technologieunternehmen weiterhin die Erwartungen übertreffen, könnte die Risikobereitschaft wieder zunehmen; andernfalls könnte sich die derzeitige vorsichtige Stimmung weiter ausbreiten.