- Der US-Dollar-Index stieg auf ein 13-Monats-Hoch von 101,46, was den starken Dollar zu einem breiten Druck auf Nicht-US-Währungen und Rohstoffe machte. Der Spot-Goldpreis fiel stark auf ein Zweiwochentief von 4050 US-Dollar.
- Die Zusammenfassung der geldpolitischen Meinungen der Bank of Japan deutet auf steigende Inflationsrisiken hin. Der Yen steht gegenüber dem US-Dollar unter Druck bei 161,53, und die Marktbesorgnis über eine mögliche Intervention der japanischen Behörden hat deutlich zugenommen.
- Der Speicherchip-Riese Micron Technology wird am Mittwoch nach Börsenschluss seine Ergebnisse veröffentlichen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Bewertungsanpassungen im KI- und Halbleitersektor wird dieser Bericht ein entscheidender Indikator zur Überprüfung der KI-Nachfrage und zur Marktführung sein.
Starker Dollar drückt auf globale Vermögenswerte
Die relativ straffe Geldpolitik der Fed stützt weiterhin den Devisenmarkt, der US-Dollar-Index bleibt stark und stieg leicht um 0,07 % auf 101,46, ein neues 13-Monats-Hoch. Infolgedessen fiel der Euro um 0,15 % auf 1,1364 gegenüber dem Dollar, und das Pfund schwächte sich synchron auf 1,3192 ab. Auch der Rohstoffmarkt steht unter erheblichem Druck, der Spot-Goldpreis fiel im Tagesverlauf um 1,1 % und erreichte ein Tief von 4050,00 US-Dollar, das niedrigste Niveau seit fast zwei Wochen. Marktanalysten weisen darauf hin, dass renditelose Vermögenswerte angesichts des anhaltend starken Dollars und der Erwartung längerer Hochzinsperioden an Attraktivität verloren haben.
Yen unter Druck, Interventionsalarm verstärkt sich
Der starke Dollar führt dazu, dass der Yen erneut unter phasenweisen Abwertungsdruck gerät, der Yen-Dollar-Kurs schwankt in der Nähe des Tiefs von 161,53, was Händler an eine mögliche Intervention des japanischen Finanzministeriums erinnert. Die am selben Tag veröffentlichte Zusammenfassung der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan im Juni zeigt, dass die Besorgnis über das Inflationsrisiko innerhalb der Entscheidungsträger weiter zugenommen hat. Bei der letzten Sitzung hatte die Bank of Japan den Leitzins auf ein 31-Jahres-Hoch von 1,00 % angehoben, und die Zusammenfassung zeigt, dass mehrere Mitglieder für einen schnelleren Zinserhöhungspfad plädieren, um die Kreditkosten schnell auf ein neutrales Niveau zu bringen.
Internationale Ölpreise erreichen phasenweise Tiefststände
Die neuesten geopolitischen Entwicklungen belasten das Angebot auf dem Energiemarkt. Die internationalen Rohölpreise fielen am Mittwoch während der asiatischen Handelszeiten erneut um über 1 % und notierten in der Nähe eines Viermonatstiefs. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass einige zuvor im Golfgebiet festgehaltene Öltanker sich darauf vorbereiten, die Straße von Hormus zu verlassen. Allerdings bestehen zwischen den USA und dem Iran weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Details eines bilateralen Friedensabkommens, insbesondere bei den Kernpunkten der Überprüfung und der Kontrolle der Straße von Hormus, was die Stabilität der nachfolgenden Energieversorgungskette unsicher macht.
Halbleitersektor wartet gespannt auf Micron-Ergebnisse
Die globalen Aktienmärkte zeigten am Mittwoch eine gemischte Entwicklung, der MSCI Asia Pacific Index (ohne Japan) stieg leicht um 0,4 %, während der japanische Nikkei-Index um 0,4 % fiel. Die Bewertungssensitivität des Marktes gegenüber der Technologie- und KI-Lieferkette ist derzeit hoch. Der Speicherchip-Riese Micron Technology (MU:US) wird heute nach Börsenschluss seine neuesten Ergebnisse veröffentlichen. Als einer der Hauptantriebskräfte für den Anstieg der Technologiewerte in diesem Jahr haben der Halbleiter- und KI-Sektor kürzlich erhebliche Schwankungen erlebt. Der Markt geht allgemein davon aus, dass die Ergebnisse und die Prognosen von Micron als Prüfstein dienen werden, um zu überprüfen, ob die Fundamentaldaten der Branche weiterhin stabil sind.