- Die südkoreanische Regierung hat in Zusammenarbeit mit den heimischen Technologieriesen Samsung Electronics und der SK Group offiziell die Entwicklung von drei großen Superprojekten gestartet, die die Bereiche Halbleiterfertigung, physische künstliche Intelligenz (KI) und KI-Rechenzentren abdecken. Es wurde ein langfristiger Investitionsplan mit einem Gesamtvolumen von mehreren Billionen Won festgelegt.
- Samsung Electronics gab bekannt, dass es zwischen 2026 und 2040 insgesamt 2.450 Billionen Won in wachstumsstarke Geschäftsbereiche im Inland investieren wird, wobei 2.100 Billionen Won direkt in die Halbleiterindustriecluster in Pyeongtaek und Yongin fließen sollen. Gleichzeitig ist der Bau einer neuen, fortschrittlichen High-Bandwidth-Memory (HBM) Waferfabrik geplant.
- Die SK Group plant, etwa 1.100 Billionen Won in die grundlegende Halbleiterkapazität und 1.000 Billionen Won in KI-Rechenzentren zu investieren. Ihre Tochtergesellschaft SK Hynix hat den Zeitplan für die Inbetriebnahme der vierten Waferfabrik im Yongin-Cluster um 12 Jahre auf 2033 vorgezogen, um der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung für große Modelle gerecht zu werden.
Samsung und SK legen historischen Investitionsplan fest
Laut den am Montag von der südkoreanischen Regierung und den beteiligten Unternehmen veröffentlichten Regulierungsdokumenten und offiziellen Erklärungen stellen das Finanzvolumen und der Zeitrahmen dieser Superprojekte einen Branchenrekord dar. Samsung Electronics hat einen mittelfristigen Investitionsplan für das Inland festgelegt, wobei der Großteil der 2.450 Billionen Won in neue Waferfabriken in der südwestlichen Stadt Gwangju sowie in fortschrittliche Verpackungs- und HBM-Fabriken in Cheonan und Onyang fließen wird. Dies zeigt, dass Samsung versucht, durch massive Investitionen seine technologische Führungsposition im Bereich Speicher und Waferfertigung zu festigen.
Gleichzeitig hat die SK Group, als wichtiger Partner in der Lieferkette von Nvidia, einen ausgewogenen Plan für die Chipproduktion und die Infrastruktur für Rechenleistung vorgelegt. Vorsitzender Chey Tae-won erklärte, dass das durchschnittliche jährliche Investitionsvolumen in Korea in den nächsten zehn Jahren über 100 Billionen Won liegen wird. Diese häufigen und intensiven Investitionen zielen darauf ab, durch Skaleneffekte die Abwärtsrisiken des Halbleiterzyklus zu mildern und die Preisgestaltungsmacht an der Spitze der KI-Wertschöpfungskette zu sichern.
Umstrukturierung des Zeitplans für die Kapazitätserweiterung der Lieferkette
Die bedeutendste Änderung in der aktuellen Planung betrifft den Bau der vierten Waferfabrik im Yongin-Halbleitercluster von SK Hynix. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2045 geplant, doch der neue Plan sieht eine Fertigstellung bis 2033 vor, was eine Verkürzung um ganze 12 Jahre bedeutet. Diese Entscheidung spiegelt den aktuellen Mangel an KI-Chips wider, insbesondere in der fortschrittlichen Fertigung und der High-Bandwidth-Memory-Lieferkette. Sollte die Marktnachfrage weiterhin hoch bleiben, wird die vorgezogene Freigabe der Lieferkettenglieder die Marktanteilsstruktur der weltweit führenden Waferfertigungs- und Speichermärkte direkt verändern.
Darüber hinaus plant SK Hynix, in Südkoreas Südwesten eine neue Chipproduktionsbasis im Wert von 400 Billionen Won zu errichten. Diese Basis wird schrittweise entwickelt, wobei der konkrete Fortschritt stark von den Genehmigungsverfahren des Vorstands und dem Feedback der globalen Rohstoff- und Elektronikverbrauchermärkte abhängt. Dieser Schritt schafft einen Puffer für die Anpassung der Kapazität im Einklang mit den Marktbedingungen.
Politische Führung bei Rechenzentren und Technologieanwendungen
Auf der Ebene der Infrastrukturentwicklung verfolgt die südkoreanische Regierung einen kooperativen Ansatz zwischen Regierung und Unternehmen. Die SK Group, die GS Group und Naver investieren gemeinsam etwa 550 Billionen Won in den Bau eines KI-Rechenzentrums mit einer anfänglichen Gesamtkapazität von 8,4 Gigawatt, das in der ersten Hälfte des Jahres 2028 in Betrieb genommen werden soll. Das Ministerium für Wissenschaft und IKT erwartet, dass sich das Investitionsvolumen für diese Rechenzentrumsprojekte bis 2035 auf über 1.000 Billionen Won erhöhen könnte, wenn die Nachfrage nach Rechenleistung weiterhin stark wächst.
Im Bereich der physischen KI und der intelligenten Robotik hat die Regierung klare makroökonomische Ziele festgelegt. Bis 2030 will die Regierung Südkorea zu einem der drei führenden Länder im Bereich der KI-Robotik machen und bis 2028 die Kommerzialisierung humanoider Roboter in zehn wichtigen Branchen erreichen. Marktanalysten weisen darauf hin, dass, wenn dieser Kapitalvertiefungsprozess und die technologische Umsetzung wie geplant verlaufen, sich die Abhängigkeit der südkoreanischen Wirtschaft von der traditionellen Hardwaremontage grundlegend verändern wird.