- In den ersten vier Monaten flossen etwa 3,7 Billionen Won aus dem südkoreanischen Kapitalmarkt direkt in den Wohnungsmarkt, was zu einer signifikanten Neubewertung der Vermögenswerte in den Kernregionen führte.
- Auf der Angebotsseite kam es zu strukturellen Engpässen, das Bauvolumen in Südkorea sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 45%, während das Bauvolumen in den Kernregionen von Seoul um fast 30% zurückging.
- Der Trend zur Entschuldung bei vermögenden Schichten ist deutlich, der Anteil an Barzahlungen beim Immobilienerwerb in den Kerngebieten von Seoul erreichte ein historisches Hoch, und die junge Generation wurde zur treibenden Kraft dieser Kaufwelle.
Signifikante Neubewertung der Vermögenswerte in Kernregionen
Laut den neuesten Statistiken des südkoreanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur und Verkehr hat sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres eine große Menge an Liquidität, die ursprünglich in Aktien- und Anleihemärkte investiert war, in den Wohnungsmarkt verlagert, wobei etwa 3,7 Billionen Won in den Wohnungsmarkt flossen. Die Region Seoul war der Hauptempfänger dieser Mittel und zog etwa 2,44 Billionen Won an, insbesondere in den traditionellen Luxuswohngebieten Gangnam, Songpa und Seocho. Diese Veränderung des Kapitalflusses führte direkt zu einem raschen Anstieg der Vermögenspreise in den Kernregionen, wobei die Wohnpreise in Seoul im April im Vergleich zum Vorjahr um 9,56% stiegen. In den drei Bezirken von Gangnam und in bestimmten beliebten Gebieten, die als Ma-Rong-City bekannt sind, stiegen die durchschnittlichen Preise sogar um 15,7%, wobei der Wert einiger beliebter Wohnimmobilien innerhalb eines Jahres um etwa 200 Millionen Won anstieg.
Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage sowie Kostendruck treiben Vermögenspreise in die Höhe
Neben dem Kapitalfluss war die drastische Reduzierung des Angebots der Hauptgrund für die Veränderung der Vermögenspreise. Aufgrund der anhaltend steigenden internationalen Baukosten, des Arbeitskräftemangels und des steigenden Risikos von Zahlungsausfällen bei Bauunternehmen sank das Bauvolumen in Südkorea im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 45%, während das Bauvolumen in Seoul um fast 30% zurückging. Diese strukturellen Engpässe auf der Angebotsseite stehen im starken Kontrast zur starken Nachfrage nach Barzahlungen auf dem Markt, was die inflationsresistente Eigenschaft und den Prämienraum von Immobilien in den Kernregionen weiter verstärkte.
Anteil an Bartransaktionen erreicht historisches Hoch
In dieser Runde der Kapitalflussanpassung zeigten die Vermögensallokationsstrategien der vermögenden Schichten deutliche Merkmale der Entschuldung und Entfinanzialisierung. In den Immobilienhandelsaufzeichnungen der drei Bezirke von Gangnam in Seoul im April stieg der Anteil der Käufe, die vollständig ohne Bankkredite und ausschließlich mit eigenen Barmitteln und Aktieninvestitionserträgen abgewickelt wurden, auf 41,2%. Zwischen 2020 und 2025 lag der Anteil der Barzahlungen bei hochpreisigen Immobilien über 1,5 Milliarden Won konstant unter 5%, während dieser Anteil im April dieses Jahres auf 13,2% anstieg und ein historisches Hoch erreichte. Gleichzeitig wurde die etwa 30-jährige junge Generation zur Hauptkraft dieser Kaufwelle, wobei das Investitionsvolumen in den ersten vier Monaten 1,2592 Billionen Won erreichte und mehr als 40% der Erstkäufer in Seoul ausmachte.