Der auf Guernsey ansässige Massengutschiff-Reeder Taylor Maritime Investments Limited (OTCPK: TMILF) kommt auf einen Umsatz von 150,2 Mio. US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten. Die ausgewiesenen Kennzahlen zeigen jedoch eine negative operative Marge und Nettomarge. Positive Cashflow-Margen zeichnen ein anderes Bild. Da die Daten nicht durchgehend einheitliche Bezugszeiträume und Definitionen nennen, sollten sie im Zusammenhang mit den jeweiligen Geschäftsberichten gelesen werden.
Taylor Maritime erzielt Erlöse mit dem Betrieb seiner Schiffe sowie mit Zeitcharter- und Reisecharterverträgen für internationale Kunden. Die Flotte besteht überwiegend aus in Japan gebauten Handysize- und Supramax-Schiffen, die Getreide, Düngemittel, Stahl und weitere kleinere Massengüter transportieren. Das Unternehmen hat zudem seine Flotte erneuert und Grindrod Shipping Holdings integriert. Die folgenden Zahlen haben keinen durchgängig ausgewiesenen gemeinsamen Stichtag und sind daher mit den offiziellen Finanzberichten abzugleichen.
Flotte und Chartergeschäft prägen die Erlöse
Taylor Maritime ist am Hauptmarkt der London Stock Exchange notiert. Die externe Managerin Taylor Maritime Management Limited verantwortet das kommerzielle und technische Tagesgeschäft der Schiffe. Zu den Kunden zählen Rohstoffhändler, Reedereien und Industrieunternehmen; die Flotte ist auf wichtigen Routen weltweit im Einsatz.
Der Mix aus Zeitcharter und Reisecharter macht die Erlöse von Vertragsbedingungen, Auslastung und der Lage am Massengutmarkt abhängig. Im Unternehmensprofil sind 22 Beschäftigte aufgeführt. Der Schwerpunkt auf mittelgroßen Massengutfrachtern bedient verschiedene kleinere Massengutladungen und Routen. Welche Auswirkungen die Integration von Grindrod Shipping Holdings konkret auf die aktuellen Umsätze und Kosten hat, wird in den vorliegenden Daten nicht gesondert ausgewiesen.
Umsatz wächst, Gewinnmargen bleiben negativ
Der ausgewiesene Umsatz der letzten zwölf Monate beträgt 150,191 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie (EPS) liegt bei minus 1,193 US-Dollar. Die Bruttomarge wird mit 12,29 Prozent angegeben, die operative Marge mit minus 12,58 Prozent und die Nettomarge mit minus 30,94 Prozent. Die EBITDA-Marge beträgt 0,38 Prozent. Damit hat sich der Umsatz bislang nicht in positive operative oder Nettoergebnisse übersetzt.
Die freie Cashflow-Marge liegt laut Kennzahlen bei 21,97 Prozent, die operative Cashflow-Marge bei 23,82 Prozent. Beide Werte sind positiv und unterscheiden sich deutlich von den ausgewiesenen Gewinnmargen. Unterschiedliche Berechnungsmethoden und Berichtszeiträume können den Vergleich beeinflussen.
Auch die Wachstumskennzahlen fallen unterschiedlich aus: Der Umsatz legte über drei Jahre den Angaben zufolge um 77,5 Prozent zu, während das EBITDA um 69,4 Prozent sank. Der freie Cashflow stieg in diesem Zeitraum um 10,2 Prozent; der Buchwert ging um 13,1 Prozent zurück. Diese historischen Veränderungen bilden unterschiedliche Bereiche der finanziellen Entwicklung ab und erlauben keine Aussage über die künftige Entwicklung. Für das Umsatzwachstum in den kommenden drei bis fünf Jahren wird ein Schätzwert von minus 25,49 Prozent genannt. Eine Prognosemethodik ist nicht angegeben.
Bilanzkennzahlen und Bewertungsrelationen
Das Verhältnis von Kassenbestand zu Schulden wird mit 1,71 angegeben, die Eigenkapitalquote mit 0,72 und das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital mit 0,27. Die Liquiditätsgrade Current Ratio, Quick Ratio und Cash Ratio liegen bei 4,64, 4,63 beziehungsweise 1,97. Das Verhältnis von Schulden zum EBITDA beträgt 76,11. Die Kennzahlen beleuchten verschiedene Aspekte von Liquidität und Verschuldung. Insbesondere der Schulden-EBITDA-Wert lässt sich nur im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Verschuldung, der EBITDA-Definition und dem Berichtszeitraum einordnen.
Zu den Bewertungskennzahlen zählen ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,18, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,15, ein Verhältnis von Marktkapitalisierung zu freiem Cashflow von 0,84 sowie ein Enterprise-Value-Umsatz-Verhältnis von 0,44. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA wird mit 116,28 angegeben, das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBIT mit minus 1,9. Bei negativen Gewinn- oder operativen Kennzahlen sind solche Vergleiche nur eingeschränkt aussagekräftig. Ein GF-Value-Schätzwert wird mangels ausreichender Daten nicht angezeigt.
Schätzungen und Ausschüttungskennzahlen
Die Schätztabelle weist für das Geschäftsjahr bis März 2027 einen Umsatz von 50,74 Mio. US-Dollar, ein EBITDA von 14,40 Mio. US-Dollar und ein EPS von minus 0,01 US-Dollar aus. Für das Geschäftsjahr bis März 2028 werden 48,20 Mio. US-Dollar Umsatz, 11,86 Mio. US-Dollar EBITDA und erneut ein EPS von minus 0,01 US-Dollar genannt. Für das Geschäftsjahr bis März 2029 stehen Umsatzschätzungen von 57,00 Mio. US-Dollar und ein EBITDA von 10,00 Mio. US-Dollar in der Tabelle. Das um Einmaleffekte bereinigte EPS wird für 2027 mit minus 0,06 US-Dollar, für 2028 mit minus 0,28 US-Dollar und für 2029 mit 0,01 US-Dollar angegeben. Wie viele Analysten an den Schätzungen beteiligt waren und wann sie aktualisiert wurden, geht aus der Seite nicht hervor.
Zu den Kennzahlen für Aktionäre zählen ein Dividendenwachstum von 7,2 Prozent über drei Jahre, eine durchschnittliche Aktienrückkaufquote von 27 Prozent im selben Zeitraum und eine Aktionärsrendite von 623,56 Prozent. Berechnungsmethoden und Bezugszeiträume werden nicht erläutert. Die Werte sind daher entsprechend einzuordnen und mit den Unternehmensangaben abzugleichen.
Der Unternehmensk kalender nennt eine Hauptversammlung für den 25. November 2026, Ergebnisse für das zweite Quartal am 11. Dezember 2026 und eine Umsatzveröffentlichung am 23. Oktober 2026. Auf der Seite sind keine Unternehmensmitteilungen oder regulatorischen Einreichungen aufgeführt.