- Die USA und der Iran haben ein Abkommen zur Beendigung des Krieges genehmigt, das die Normalisierung der Handelswege in der Straße von Hormus fördert. Die Citigroup hat ihre Prognose für den Brent-Ölpreis gesenkt und erwartet, dass er im vierten Quartal dieses Jahres auf 70 Dollar pro Barrel fallen wird.
- In demselben Bericht hat die Citigroup die kurzfristigen Zielpreise für Edelmetalle angehoben und die Goldpreisprognose für 0 bis 3 Monate auf 4500 Dollar pro Unze und die Silberpreisprognose auf 70 Dollar pro Unze erhöht.
- Der Rohstoffmarkt reagiert sofort auf die geopolitischen Veränderungen. Die Preise für Brent-Öl-Futures und Gold-Futures sind während der asiatischen Handelssitzung leicht gesunken, da der Markt die Details des Abkommens und die Neubewertung der mittelfristigen Schifffahrtsprämie verarbeitet.
Geopolitisches Abkommen formt Ölangebot und -nachfrage neu
In einem kürzlich veröffentlichten Bericht hat die Citigroup ihre Prognose für den durchschnittlichen Brent-Ölpreis im dritten und vierten Quartal dieses Jahres auf 75 Dollar bzw. 70 Dollar pro Barrel gesenkt. Diese Anpassung basiert auf dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges. Obwohl die genauen Details des Abkommens noch nicht vollständig veröffentlicht wurden, ist die Unterzeichnung der offiziellen Dokumente für diesen Freitag in der Schweiz geplant. Das Analystenteam von Citi schätzt, dass die Unterzeichnung des Abkommens den Handelsfluss durch die strategische Öltransportroute der Straße von Hormus wiederherstellen und normalisieren wird, wodurch das langjährige geopolitische Risikoprämium beseitigt wird.
Erwartete Normalisierung der Schifffahrt führt zu Neubewertung der Prämien
Für die langfristige Entwicklung des Energiemarktes hat Citi die Prognose für den durchschnittlichen Brent-Ölpreis im Jahr 2027 von zuvor 80 Dollar auf 65 Dollar pro Barrel gesenkt. In ihrem neuen Basisszenario wird angenommen, dass das Memorandum zwischen den USA und dem Iran sicherstellt, dass die Straße von Hormus Mitte bis Ende Juli wieder weitgehend normal befahrbar ist. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios wird derzeit auf 60 % geschätzt. Analysten weisen darauf hin, dass der aktuelle Rohstoffmarkt hauptsächlich die unmittelbaren Reaktionen auf die Unterzeichnung des Abkommens widerspiegelt und die Mechanismen, die den mittelfristigen Verkehrsfluss sicherstellen, noch nicht vollständig berücksichtigt sind. Sollte der Markt Vertrauen in die Normalisierung der mittelfristigen Schifffahrt gewinnen, könnten die Ölpreise um etwa 10 bis 15 Dollar pro Barrel unter das aktuelle Niveau fallen.
Zielpreise für Edelmetalle gegen den Trend angehoben
Im Gegensatz zum Druck auf den Energiemarkt hat Citi die Preisziele für Edelmetalle kurzfristig deutlich angehoben. Der Bericht hebt die Goldpreisprognose für 0 bis 3 Monate von 4000 Dollar auf 4500 Dollar pro Unze an und die Silberpreisprognose von 60 Dollar auf 70 Dollar pro Unze. Das Analystenteam erklärt, dass mit der Entspannung der geopolitischen Konflikte die breitere makroökonomische Risikostimmung voraussichtlich eine marginale Verbesserung erfahren wird. Obwohl die Nachfrage nach sicheren Anlagen nach dem Ende des Konflikts neu bewertet wird, wird erwartet, dass das makroökonomische Liquiditätsumfeld und die Veränderung der Risikobereitschaft neue Liquiditätsunterstützung für Edelmetalle bieten.
Zunehmende Volatilität bei langfristigem Gold und industrielle Metallstrategien
In der langfristigen Prognose hält Citi an ihrem optimistischen Ziel von 5000 Dollar pro Unze Gold in den nächsten 6 bis 12 Monaten fest. Der Bericht warnt jedoch die Investoren, dass der Weg zu diesem Ziel von erheblichen Schwankungen und hoher Volatilität begleitet sein wird. Darüber hinaus, auf globaler makroökonomischer Ebene, obwohl Industriemetalle wie Aluminium nach der Bekanntgabe des Memorandums zwischen den USA und dem Iran eine gewisse Neubewertung erfahren haben, sieht Citi keine grundlegende Umkehrung der Fundamentaldaten. Daher wird Investoren empfohlen, bei den aktuellen Preisniveaus eine Strategie des schrittweisen Aufbaus zu verfolgen.