- Am ersten Handelstag im Juli setzte der chinesische Interbanken-Anleihemarkt seine schwache Tendenz fort. Die enorme Netto-Rückführung im offenen Markt führte nicht zur erwarteten Lockerung zu Monatsbeginn, und die Renditen der Staatsanleihen stiegen in den meisten Laufzeiten weiter an.
- Gleichzeitig trat die neue Regelung in Kraft, die es Maklerfirmen untersagt, nicht unterzeichneten Kunden Angebote und Vermittlungsdienste anzubieten, was die ohnehin vorsichtige Handelsstimmung weiter schwächte.
- In einem Umfeld, in dem sowohl die Liquidität als auch die Handelsannehmlichkeiten unter Druck stehen, wird der Markt empfindlicher gegenüber dem Umfang der nachfolgenden Repo-Geschäfte und der Positionierung der kurzfristigen Zinssätze.
Enorme Netto-Rückführung dämpft Lockerungserwartungen zu Monatsbeginn
Die Zentralbank führte an einem einzigen Tag eine Netto-Rückführung von über 1 Billion Yuan durch, was eine seltene großvolumige Operation darstellt. Der Markt hatte erwartet, dass die Liquidität nach dem Monatswechsel von selbst lockerer wird, doch in Wirklichkeit hat sich die Liquidität nicht wesentlich verbessert, weshalb die Anleihe-Bullen keinen Grund sehen, wieder einzusteigen.
Renditeanstieg spiegelt defensive Haltung wider
Die Renditen der 30-jährigen Sonderanleihen und der 10-jährigen Staatsanleihen stiegen synchron an, was darauf hindeutet, dass sowohl der lange als auch der mittlere Bereich Preiszugeständnisse machen. Dies liegt nicht an einer plötzlichen Verschlechterung der makroökonomischen Fundamentaldaten, sondern daran, dass der Handel zunächst die Unsicherheit der Liquidität und die Liquidität der Bestände abwertet.
Neue Angebotsregelung verstärkt Liquiditätssorgen
Nachdem nicht unterzeichnete Kunden keine Unterstützung mehr bei der Preisabfrage, Angebotsstellung und Vermittlung erhalten, sinkt die Effizienz einiger Institutionen bei der Ermittlung von Marktpreisen. Solche institutionellen Reibungen ändern zwar nicht zwangsläufig den Trend, verstärken jedoch in einem schwachen Umfeld die Handelszögerlichkeit und Volatilität.
Weiterhin Augenmerk auf Zentralbank-Operationen und Zinsanker
Der wichtigste Beobachtungspunkt in der Zukunft ist die Regelung der Anschlussgeschäfte nach dem Ablauf der Repo-Geschäfte im Juli sowie die Frage, ob die Übernacht- und andere kurzfristige Zinssätze wieder sinken. Nur wenn die Zentralbank klarere Stabilitätssignale sendet, könnte sich das aktuelle Tempo des Renditeanstiegs verlangsamen.