- Die globalen Aktienmärkte verzeichneten den größten Quartalsanstieg seit 2020, angetrieben durch den KI-Sektor. Der MSCI-Weltaktienindex (EURONEXT:IACWI) stieg im zweiten Quartal um fast 14%, während der Nasdaq Composite Index (IXIC) um über 21% zulegte.
- Die internationalen Ölpreise verzeichneten den größten Quartalsrückgang seit Jahren, da die USA und der Iran einen fragilen Waffenstillstand erreichten und die Straße von Hormus schrittweise wieder geöffnet wurde. Die Brent-Rohöl-Futures (BRN1!) fielen im zweiten Quartal um fast 40%.
- Der US-Dollar-Index (DXY) stieg in diesem Quartal um 1,4%, was den Dollar gegenüber dem Yen (USDJPY) auf ein 40-Jahres-Tief von 162,38 drückte. Der Markt beobachtet genau die Warnungen des japanischen Finanzministers Satsuki Katayama vor einer Marktintervention und die Zinserwartungen der Fed.
KI-Boom treibt globale Aktienindizes nach oben
Angetrieben durch die Nachfrage nach Technologie zeigten die Aktienmärkte in Asien und den USA im zweiten Quartal eine starke Performance. Der südkoreanische KOSPI und der taiwanesische TAIEX stiegen um 68% bzw. 45%. Der S&P 500 Index (SPX) stieg an einem Tag um 0,87% auf 7505,06 Punkte, wobei die bullische Marktstimmung stabil blieb.
Entspannung der geopolitischen Lage führt zu einem Anstieg des Ölangebots
Mit der Stabilisierung der US-Iran-Beziehungen sank die geopolitische Risikoprämie. Die UBS stellte fest, dass die Wiederaufnahme des Betriebs einiger festgehaltener Schiffe zu einem vorübergehenden Anstieg des Angebots führte, was den Brent-Ölpreis sinken ließ. Prognosen von Morgan Stanley (MS) zeigen, dass der globale Ölmarkt bis 2027 bei Fortsetzung des aktuellen Angebotstrends mit einem potenziellen Überschuss von täglich 4,8 Millionen Barrel konfrontiert sein könnte.
Starker Dollar drückt auf Gold und Nicht-US-Währungen
Aufgrund der Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft erwarten die Fed-Entscheidungsträger allgemein eine Zinserhöhung bis Ende des Jahres. Der gestärkte US-Dollar-Index (DXY) führte zu einem Rückgang des Goldpreises (GOLD) um 14% in diesem Quartal, dem größten Quartalsrückgang seit zehn Jahren, und belastete die Vermögenswerte in Nicht-US-Wirtschaftsräumen wie der Eurozone.
Yen unter Druck weckt Erwartungen an Marktinterventionen
Der Yen fiel gegenüber dem Dollar auf etwa 162,38, was zu verbalen Interventionen der japanischen Behörden führte. Analysten warnen, dass mit der bevorstehenden Rede des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh und der sinkenden Liquidität vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten Short-Positionen am Markt neu bewertet werden könnten.