- Globale Aktienfonds verzeichneten in der vergangenen Woche einen erheblichen Zufluss von 490,66 Milliarden US-Dollar, was die elfte Woche in Folge positive Zuflüsse bedeutet. Dies wurde hauptsächlich durch die Entspannung der geopolitischen Lage und bedeutende Unternehmensbörsengänge begünstigt.
- Der US-Markt dominierte in der vergangenen Woche die globalen Kapitalströme mit einem Nettozufluss von 374,71 Milliarden US-Dollar, während die Märkte in Europa, Lateinamerika und China unterschiedliche Abflüsse verzeichneten.
- Aufgrund der zunehmenden Erwartungen an eine Straffungspolitik der US-Notenbank zeigen sich Anzeichen eines Kapitalabzugs aus den aufstrebenden asiatischen Märkten, wobei die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea Nettoverkäufe von 90,49 Milliarden US-Dollar bzw. 28,33 Milliarden US-Dollar verzeichneten.
Entspannung der geopolitischen Lage und epischer Börsengang im Einklang
Die globalen Kapitalmärkte erlebten in der vergangenen Woche einen doppelten positiven Schlag. Die bevorstehende Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran milderte effektiv die Sorgen der Märkte über die geopolitische Lage im Nahen Osten, und die erwartete Öffnung der Straße von Hormus reduzierte signifikant die potenziellen Risiken für globale Lieferketten und Energierouten. Gleichzeitig betrat das Raumfahrtunternehmen SpaceX (SPACE:US) mit dem größten Börsengang in der Geschichte offiziell den Kapitalmarkt, wobei der Aktienkurs am ersten Handelstag um fast 20 % stieg. Diese beiden Faktoren stärkten die Risikobereitschaft für Risikoanlagen erheblich und führten zu einer beschleunigten Kapitalallokation in Aktienanlagen, was in der vergangenen Woche zu einem großen Nettozufluss von 490,66 Milliarden US-Dollar in globale Aktien-ETFs führte.
Regionale Kapitalströme zeigen extreme Divergenz
In dieser Kapitalflut zeigte der US-Markt eine starke Anziehungskraft. Daten zeigen, dass in der vergangenen Woche 374,71 Milliarden US-Dollar in den US-Aktienmarkt flossen, was mehr als 70 % des weltweiten Zuflusses ausmacht. Der asiatische Markt erhielt insgesamt 31,51 Milliarden US-Dollar an Kapitalunterstützung. Im starken Kontrast dazu verzeichnete der europäische Markt einen Nettoabfluss von 14,5 Milliarden US-Dollar, während die Märkte in Lateinamerika und China Abflüsse von 5,47 Milliarden US-Dollar bzw. 4,53 Milliarden US-Dollar erlebten. Auch der japanische Aktienmarkt verzeichnete einen leichten Abfluss von 0,29 Milliarden US-Dollar. In Bezug auf die Branchenallokation konzentrierte sich das Kapital stark auf die drei Bereiche Themen, Technologie und Gesundheit, während Rohstoffe, Kernkonsum und Nicht-Kernkonsum zu den führenden Nettoabflüssen gehörten, was darauf hindeutet, dass sich das Marktkapital von defensiven Small-Cap-Segmenten zu wachstumsstarken Technologiefeldern verlagert.
Straffungserwartungen belasten wichtige asiatische Schwellenmärkte
Obwohl das globale Kapitalvolumen weiter wächst, stehen die asiatischen Binnenmärkte unter Druck durch das externe makroökonomische Umfeld. Aufgrund starker US-Arbeitsmarktdaten und eines Anstiegs der Inflationsdaten haben sich die Erwartungen an eine Fortsetzung der Straffungspolitik der US-Notenbank (Fed) erneut verstärkt. Infolgedessen wurde die Haltung ausländischer Investoren gegenüber den aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften vorsichtiger, und die Aktienmärkte in Taiwan, Südkorea, Indien und Indonesien verzeichneten Nettoverkäufe durch ausländische Investoren. Der taiwanesische Aktienmarkt war das Hauptziel für Gewinnmitnahmen, mit einem wöchentlichen Nettoverkauf von 90,49 Milliarden US-Dollar; der südkoreanische Aktienmarkt folgte mit einem wöchentlichen Nettoverkauf von 28,33 Milliarden US-Dollar. Der vorübergehende Kapitalabzug führte zu einem gewissen Bewertungsdruck auf die beiden großen Märkte in kurzer Zeit.
Technologische Nachfrage stützt fundamentale Expansion
Hauptanalysten wie Franklin Templeton Investments sind der Ansicht, dass, obwohl der US-Aktienmarkt nach einer Phase hoher Bewertungen und einem Boom bei Neuemissionen kurzfristig Schwankungen und Rückschläge erleben könnte, die Nachfrage nach realen Technologien, repräsentiert durch künstliche Intelligenz (KI) und Spitzentechnologie, weiterhin stark bleibt. Es wird erwartet, dass das US-BIP-Wachstum in diesem Jahr bei etwa 3 % bleiben wird und die jährliche Wachstumsrate des Gewinns pro Aktie (EPS) der US-Aktien bis 2026 zweistellig bleiben wird. Die von SpaceX repräsentierte wiederverwendbare Raketentechnologie senkt nicht nur die Kosten für den Zugang zum Weltraum, sondern wird voraussichtlich neue Geschäftsmodelle von Satellitenkommunikation über Verteidigung bis hin zu Weltraumdatenzentren und KI-Anwendungen hervorbringen, was eine solide fundamentale Unterstützung für die langfristige bullische Ausrichtung von Risikoanlagen bietet.