Nutzer, die nach der Schließung der Kryptobörse BitMEX noch Guthaben auf ihren Konten hatten, müssen mit neuen Kontogebühren rechnen. Damit endet die Abwicklung nicht automatisch mit dem Handel: Betroffene müssen klären, wie sie ihre Guthaben zurückerhalten, ihre Konten schließen und mit Gebühren umgehen, die während der Auszahlungsphase anfallen können. Für Trader geht es damit unmittelbar um den Zugang zu ihrem Geld. Auszahlungsverfahren, Kontostatus und Gebührenbedingungen sind die entscheidenden offenen Punkte.
BitMEX-Schließung rückt Guthabenabwicklung in den Mittelpunkt
BitMEX hat den Betrieb seiner Kryptobörse eingestellt. Nutzer mit Guthaben zum Zeitpunkt der Schließung können nicht davon ausgehen, dass ihre Mittel allein durch das Ende des Handels automatisch übertragen werden. Sie müssen zusätzlich die von der Plattform vorgegebenen Schritte zur Abwicklung ihrer Konten beachten.
Bestätigt ist, dass für Konten mit verbleibenden Guthaben neue Kontogebühren anfallen sollen. Unklar bleiben jedoch die Höhe der Gebühren, der Abrechnungszeitraum und ein möglicher Mindestbetrag, ab dem die Entgelte erhoben werden. Ebenfalls offen ist, ob die Gebühren direkt vom Kontoguthaben abgezogen werden. Die Frist für Auszahlungen sowie die Frage, ob zusätzliche Identitätsprüfungen oder weitere Schritte erforderlich sind, sind ebenfalls nicht geklärt.
Gebühren können auszahlbaren Betrag verringern
Kontogebühren können den Betrag verändern, den Nutzer letztlich zurückerhalten. Bei kleinen Guthaben könnten fortlaufende Entgelte die für eine Auszahlung verfügbaren Vermögenswerte schrittweise reduzieren. Besonders relevant ist das Zusammenspiel von Gebührenplan und Auszahlungsfrist, falls Nutzer sich nicht einloggen, eine Verifizierung abschließen oder ihre Konten nicht rechtzeitig abwickeln können.
Keine Angaben liegen bislang zu den Guthaben einzelner Nutzer, zur Zahl der betroffenen Konten oder zum insgesamt gebundenen Betrag vor. Die Auswirkungen auf die gesamte Nutzerbasis lassen sich daher noch nicht beziffern. Ebenso fehlen ausreichende Informationen zur rechtlichen Grundlage der Gebühren, zu den zugrunde liegenden Vertragsbestimmungen und dazu, ob für Nutzer in bestimmten Rechtsordnungen abweichende Regeln gelten.
Nutzer benötigen klare Angaben zu Auszahlung und Kontoschließung
Betroffene sollten klären, ob ihre Konten weiterhin zugänglich sind, wie Krypto- und Fiatguthaben behandelt werden, ob Auszahlungen Beschränkungen unterliegen und ab wann Kontogebühren berechnet werden. Außerdem ist zu prüfen, ob BitMEX einen formellen Zeitplan für die Schließung, Kundenservice-Kanäle oder ein Verfahren für ungeklärte Konten veröffentlicht hat.
Zum 23. September 2026 liegen keine Angaben dazu vor, ob eine Aufsichtsbehörde eine Mitteilung zur Schließung von BitMEX oder zu den damit verbundenen Gebühren veröffentlicht hat. Ebenfalls offen ist, ob die Plattform Auszahlungskosten übernimmt oder bereits berechnete Gebühren erstattet. Gebührenplan, Auszahlungsfrist und der Umgang mit verbleibenden Guthaben sind damit die zentralen Fakten, die Nutzer vor der weiteren Abwicklung ihrer Konten prüfen müssen.