Fast 69.494 Bitcoin-Wallets hatten ihre Positionen bereits verlassen, bevor die Kryptowährung die Marke von 85.000 US-Dollar erreichte. Während einige kleinere Halter vor dem jüngsten Anstieg verkauften, setzte Bitcoin seine Aufwärtsbewegung anschließend fort. Am 21. September notierte der Kurs bei 86.038 US-Dollar und lag damit innerhalb von 24 Stunden 5,97 Prozent höher.
Die Daten zeigen weder, dass alle Wallets derselben Anlegergruppe gehörten, noch lassen sich aus ihrer Anzahl allein das Verkaufsvolumen oder die Beweggründe ableiten. Die unterschiedliche Entwicklung von Wallet-Aktivität und Kurs macht jedoch sichtbar, dass verschiedene Haltergruppen in einer volatilen Marktphase unterschiedlich agierten.
69.494 Wallets vor dem Kursanstieg nicht mehr aktiv
Die Daten zeigen, dass 69.494 Bitcoin-Wallets den Markt verlassen hatten, bevor der Kurs die Marke von 85.000 US-Dollar überschritt. Die Adressen wurden als Wallets kleinerer Halter beschrieben. Die verfügbaren Informationen nennen jedoch weder die individuellen Guthaben noch die verkaufte Menge. Ebenso bleibt offen, ob die Adressen von einzelnen Nutzern, einer Börse oder einer Verwahrstelle kontrolliert wurden.
Die Zahl der Wallets kann daher nicht unmittelbar mit der Zahl der Verkäufer gleichgesetzt werden. Auch lässt sich daraus nicht berechnen, wie viele Bitcoin tatsächlich den Markt verlassen haben. On-Chain-Transfers können unter anderem interne Umstrukturierungen privater Wallets, die Zusammenlegung von Beständen, Einzahlungen auf Handelsplattformen oder andere Blockchain-Aktivitäten widerspiegeln. Ihre genaue Bedeutung hängt von den Adresskennzeichnungen und den Details der jeweiligen Transaktionen ab.
Bitcoin steigt anschließend auf 86.038 US-Dollar
Nachdem diese Wallets ihre Positionen verlassen hatten, setzte Bitcoin seinen Anstieg fort und bewegte sich über 85.000 US-Dollar. Am 21. September lag der Kurs bei 86.038 US-Dollar, ein Plus von 5,97 Prozent binnen 24 Stunden. Die Kursbewegung zeigt, dass die Aktivität kleinerer Halter den Kaufdruck an anderer Stelle nicht vollständig ausglich. Die Nachfrage reichte aus, um den Bitcoin-Preis weiter nach oben zu bewegen.
Aus dem Kursanstieg lässt sich allerdings weder ableiten, dass die Verkäufer eine falsche Entscheidung getroffen haben, noch dass die Bewegung anhalten wird. Ein Rückgang bei der Zahl kleinerer Wallets kann Gewinnmitnahmen, einen Abbau des Engagements oder Übertragungen auf andere Adressen widerspiegeln. Jede dieser Erklärungen hätte eine unterschiedliche Bedeutung für die Marktliquidität.
Wallet-Zahlen sind kein Handelsvolumen
Für Anleger ist die Zahl von 69.494 Adressen eher als Hinweis auf Veränderungen in der Halterstruktur zu verstehen und nicht als eigenständiges Handelssignal. Um die Auswirkungen der Transfers auf den Markt einzuschätzen, wären zusätzliche Daten erforderlich. Dazu zählen unter anderem die bewegte Bitcoin-Menge, die Nettozuflüsse und -abflüsse von Börsen, das Verhalten langfristiger Halter sowie Veränderungen bei großen Adressen.
Fest steht, dass einige kleinere Wallets ihre Positionen verließen, bevor Bitcoin über 85.000 US-Dollar stieg, und der Kurs anschließend 86.038 US-Dollar erreichte. Die verfügbaren Informationen zeigen jedoch nicht, ob die betreffenden Adressen ihre Bestände vollständig verkauften, später wieder in den Markt einstiegen oder das Angebot und die Nachfrage danach spürbar veränderten.