Der Goldpreis stieg am Freitag, wobei der Spotpreis auf den höchsten Stand seit dem 23. Juni kletterte und voraussichtlich den ersten wöchentlichen Anstieg seit fünf Wochen verzeichnen wird, hauptsächlich aufgrund schwächer als erwarteter US-Arbeitsmarktdaten.
Die US-Wirtschaft schuf im Juni 57.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, weniger als die zuvor vom Markt geschätzten 110.000, woraufhin Händler ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed im September senkten.
Der Edelmetallmarkt insgesamt zeigte sich stark, Silber, Platin und Palladium stiegen ebenfalls, und die Wiederaufnahme der Goldkäufe durch Zentralbanken bietet auch mittelfristig Unterstützung für die Goldnachfrage.
Abkühlung des Arbeitsmarktes formt Zinserwartungen neu
Die schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten sind der zentrale Faktor für den Anstieg des Goldpreises. Im Juni wurden nur 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, deutlich weniger als die von Ökonomen geschätzten 110.000. Die Verlangsamung der Beschäftigung schwächte die Wetten des Marktes auf weitere Zinserhöhungen der Fed und verringerte den Druck auf die realen Zinsen, was dem Gold erneut Aufmerksamkeit als Anlage verschaffte.
Goldpreisaufschwung deutet auf wöchentliche Erholung hin
Der Spot-Goldpreis stieg am Freitag um 0,5 % auf 4.144,83 USD pro Unze und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 23. Juni; der US-Gold-Futures-Preis für August stieg um 0,8 % auf 4.157,50 USD. Auf Wochenbasis betrachtet, dürfte der Goldpreis in dieser Woche um 1,2 % steigen, was den ersten wöchentlichen Anstieg seit dem 25. Mai darstellen würde, falls dieser Anstieg anhält.
Uneinigkeit über Fed-Politik bleibt bestehen
Laut CME FedWatch-Daten erwarten Händler eine Wahrscheinlichkeit von etwa 54 % für eine Zinserhöhung der Fed im September, verglichen mit 66 % vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, Daly, erklärte, dass der nächste Schritt der Fed unklar sei, die aktuelle Politik sei leicht restriktiv, aber starke Investitionen im Zusammenhang mit KI und ein stabiler Arbeitsmarkt machen die politische Einschätzung komplexer.
Edelmetalle erhalten synchron Unterstützung
Neben Gold stieg der Spotpreis für Silber um 0,5 % auf 61,28 USD pro Unze, Platin stieg um 1,1 % auf 1.634,30 USD und Palladium stieg um 0,2 % auf 1.270,25 USD, wobei alle drei Edelmetalle voraussichtlich wöchentliche Gewinne verzeichnen werden. Der World Gold Council erklärte, dass die Zentralbanken im Mai wieder in den Kaufmodus zurückgekehrt sind, was die offiziellen Goldreserven um netto 41 Tonnen erhöhte und der Goldnachfrageseite zusätzliche Unterstützung bietet.