- Die erwartete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran führt zu einer ersten Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen in der Straße von Hormus. Die Gesamtzahl der Schiffe, die den Persischen Golf in einer Woche passieren, ist stark angestiegen, was darauf hindeutet, dass einige Reeder unter dem Schutz bestimmter Schifffahrtsrouten versuchen, den Transport wieder aufzunehmen oder zuvor blockierte Vermögenswerte gewaltsam auszuführen.
- Mit der marginalen Erhöhung der Transportkapazität durch die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße sind die Spotraten für Öltanker auf der Hormus-Route, die zuvor aufgrund geopolitischer Konfliktprämien extrem hoch waren, von einem Höchststand von 500.000 US-Dollar pro Tag im Juni auf 294.000 US-Dollar gesunken. Auch die Kriegsversicherungsprämien für die betreffenden Schiffe sind gleichzeitig von ihrem hohen Niveau zurückgegangen.
- Obwohl das Verkehrsaufkommen kurzfristig im Vergleich zum Vormonat gestiegen ist, bestehen aufgrund der zahlreichen noch nicht geräumten Minen in den Hauptschifffahrtsrouten der Straße und der fehlenden substanziellen Einigung in den Doha-Verhandlungen über eine vollständige Wiederaufnahme der Schifffahrt weiterhin potenzielle geopolitische Risiken, die die langfristige Schifffahrtskapazität unsicher machen.
Schiffsverkehr in der Straße nimmt allmählich zu
Laut Statistiken von Signal Ocean und anderen maritimen Plattformen ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, mit der wachsenden Zuversicht in die Waffenruhe von einem täglichen Tiefstand von 1 bis 2 Schiffen während des Konflikthöhepunkts auf 8 Schiffe gestiegen. In der Woche bis zum 28. Juni passierten insgesamt 258 Schiffe den Persischen Golf, ein starker Anstieg im Vergleich zu den 41 Schiffen in der ersten Woche der Krise im März. Große Reedereien wie Hapag-Lloyd und Maersk haben bestätigt, dass einige zuvor in der Region blockierte Frachtschiffe letzte Woche erfolgreich die Straße verlassen haben.
Ausweitung der Rohölexporte aus schwimmenden Lagern
Derzeit sind die meisten Schiffe, die die Straße passieren, Öltanker, die hauptsächlich Rohöl transportieren, das vor dem Ausbruch des Konflikts auf See gelagert wurde. Mehr als 60 dieser Tanker sind iranischer Herkunft, und das Land nutzt die vorübergehende Ausnahmegenehmigung der USA, um den Export von Rohöl aus schwimmenden Lagern zu beschleunigen. Der iranische Chefunterhändler gab bekannt, dass bisher 40 Millionen Barrel Rohöl aus schwimmenden Lagern exportiert wurden, wobei die Verkaufspreise etwa 20 % über den Vorkriegsprämien liegen. Darüber hinaus hat die Abu Dhabi National Oil Company mehrere Tanker organisiert, die die Straße über die südliche Route von Oman durchqueren.
Rückgang der Spotraten und Versicherungsprämien
Die erhöhte Schifffahrtskapazität in der Straße hat direkt zu einem Rückgang der hohen internationalen Transportkosten geführt. Laut Signal-Daten sind die Spotraten für Öltanker auf der Hormus-Route von einem Höchststand von 500.000 US-Dollar pro Tag am 23. Juni auf 294.000 US-Dollar am Mittwoch dieser Woche gesunken. Gleichzeitig zeigen Daten von Versicherungsbrokern, dass die Kriegsversicherungsprämien, die zuvor bei 7 % des Schiffswerts lagen, nun ebenfalls auf etwa 2 % gesunken sind, was auf eine vorübergehende Entspannung der Marktnervosität hinweist.
Minensicherheitsrisiken und Variablen der Doha-Verhandlungen
Obwohl sich die Marktlage verbessert hat, schätzt die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, dass in den beiden Hauptschifffahrtsrouten der Straße noch etwa 80 Minen verlegt sind, die vollständig geräumt werden müssen, um eine sichere Schifffahrt zu gewährleisten. Die Gespräche zwischen den USA, dem Iran und Katar in Doha schreiten zwar voran, haben jedoch noch keine substanziellen Einigungen über eine vollständige Wiederaufnahme der Schifffahrt erzielt. Branchenanalysten warnen, dass ein Scheitern der Waffenruheverhandlungen zu erneuten Angriffen auf Schiffe und anderen plötzlichen geopolitischen Risiken führen könnte, wodurch die verbesserten Verkehrs- und Frachtratenvorteile kurzfristig schnell umgekehrt werden könnten.
Vereinfachtes Chinesisch
Titel:
Erwartete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fördert den Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, Frachtraten für Öltanker sinken von Höchstständen
Zusammenfassung:
Mit der wachsenden Erwartung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, in einer Woche stark angestiegen, und die Wiederaufnahme der Schifffahrt tritt in eine Phase des Wettlaufs um den Transport und des Risikospiels ein. Die Spotraten für Öltanker sind von 500.000 US-Dollar pro Tag auf 294.000 US-Dollar gesunken, aber da die Minen in der Straße noch nicht geräumt sind und die Doha-Verhandlungen keine Einigung erzielt haben, bestehen weiterhin potenzielle geopolitische Risiken.
Englisch
Titel:
Schiffsverkehr in der Straße von Hormus steigt aufgrund der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran; Frachtraten für Tanker sinken
Beschreibung:
Die Schiffsvolumina durch die Straße von Hormus sind erheblich gestiegen, da die Zuversicht über eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gewachsen ist. Die Spotraten für Tanker sind von einem Höchststand von 500.000 US-Dollar auf 294.000 US-Dollar pro Tag gefallen, obwohl über 80 aktive Minen und ungelöste Doha-Gespräche weiterhin zugrunde liegende Risiken darstellen.