- Die Nachricht, dass Meta Platforms plant, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen, hat Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Chipnachfrage auf dem Markt ausgelöst. Der asiatisch-pazifische Halbleitersektor erlebte einen Ausverkauf, und der koreanische KOSPI sowie der Nikkei 225 verzeichneten deutliche Rückgänge.
- Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni wird aufgrund des Unabhängigkeitstags vorzeitig veröffentlicht. Ökonomen erwarten eine mittlere Zunahme der Beschäftigung um 110.000 Stellen, wobei die durch die Weltmeisterschaft geschaffenen temporären Arbeitsplätze ein Aufwärtsrisiko für die Daten darstellen könnten.
- Der Yen-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar verharrt in der Nähe eines 40-Jahres-Tiefs. Japanische Beamte verzichten auf die traditionelle Praxis, Interventionen im Voraus anzukündigen, und planen stattdessen, verdecktere Maßnahmen zu ergreifen, um Short-Positionen zu drücken.
Sorgen über überschüssige Rechenleistung belasten den Chipsektor
Metas Plan, einen Teil der überschüssigen KI-Rechenleistung freizugeben, hat Zweifel an der marginalen Nachfrage nach KI-Investitionen auf dem Markt geweckt. Infolgedessen geriet die asiatisch-pazifische Halbleiterindustrie am Donnerstag erheblich unter Druck. Die Aktien von Chipriesen wie Samsung Electronics und SK Hynix fielen stark, was dazu führte, dass der koreanische KOSPI während des Handels um fast 7% einbrach und mit einem Minus von 3% schloss; gleichzeitig verzeichnete der japanische Nikkei-Index einen Rückgang von 1,2%, was die hohe Sensibilität der Halbleiter-Wertschöpfungskette gegenüber Veränderungen der Nachfrage nach unten zeigt.
US-Anleiherenditen steigen vor Arbeitsmarktbericht
Der Markt richtet derzeit seine Aufmerksamkeit auf die vorzeitig veröffentlichte US-Arbeitsmarktstatistik für Juni. Angetrieben von starken Beschäftigungserwartungen sind die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen in dieser Woche um insgesamt 9 Basispunkte gestiegen, obwohl Fed-Vorsitzender Kevin Walsh zuvor öffentlich erklärt hatte, dass das Inflationsrisiko sinkt. Derzeit liegt die mittlere Schätzung der Ökonomen für die neu geschaffenen Arbeitsplätze bei 110.000, aber aufgrund der Weltmeisterschaft, die Tausende von temporären Arbeitsplätzen schaffen könnte, zeigt die Prognosespanne eine signifikante Diskrepanz von 25.000 bis 200.000.
Geldpolitik-Preisgestaltung steht vor Datenprüfung
Die aktuelle Arbeitsmarktleistung wird zu einem entscheidenden Faktor für die Richtung der Fed-Politik in diesem Jahr. Derzeit preist der Terminmarkt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September mit etwa 80% ein. Analysten weisen darauf hin, dass, wenn die Arbeitsmarktdaten die Erwartungen übertreffen, dies die Markterwartungen einer Straffung der Geldpolitik durch die Fed in diesem Jahr weiter stärken wird; umgekehrt, wenn die Daten unerwartet schwach ausfallen, könnte dies kurzfristig den Druck auf die Fed, die Zinsen weiter anzuheben, verringern und die Arbeitslosenquote auf dem erwarteten Niveau von 4,3% halten.
Japanische Zentralbank wendet sich kalkulierten Interventionsstrategien zu
Am Devisenmarkt verharrt der Yen-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar derzeit bei etwa 162,52, einem historischen Tiefstand seit fast 40 Jahren. Obwohl die japanischen Behörden zuvor häufig verbale Warnungen vor Interventionen ausgesprochen haben, wurden bisher keine tatsächlichen Markteingriffe beobachtet. Informierte Kreise berichten, dass japanische Finanzbeamte ihre bisherige Praxis ändern, die Interventionsabsichten im Voraus anzukündigen, und planen, stattdessen gezieltere und kalkulierte Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten für Yen-Short-Positionen maximal zu erhöhen und diese zu drücken.